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Doppelte Haushaltsführung/Familienheimfahrten

25.03.2011 00:21 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Frage zu dem Bereich doppelte Haushaltsführung/Familienheimfahrten.

Meine Situation:

Ich werde eine neue Arbeitsstelle antreten, welche ca. 300 Km von meinen jetzigen Wohnsitz entfernt liegt. Aus diesem Grund werde ich mir auch eine Wohnung am Arbeitsort anmieten müssen. Ich wohne nicht bei meinen Eltern, sondern im Haus meines Großvaters. Meine Eltern wohnen ebenfalls im Haus meines Großvaters. Meine Eltern und ich bewohnen jeweils ein eigenes Zimmer. Räume wie Küche, Bad etc. werden gemeinschaftlich genutzt.

Nun zu meinen Fragen:

1. Würde es ausreichen einen Mietvertrag mit meinem Großvater abzuschließen, (bevor ich eine neue Wohnung anmiete) um die gesetzlichen Voraussetzungen einer doppelten Haushaltsführung zu erfüllen?

2. Falls nicht, könnte ich eine WG mit einem meiner Geschwister gründen (d.h. nicht mehr Wohnung des Großvaters), um die Voraussetzungen der doppelten Haushaltsführung zu erfüllen?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen


25.03.2011 | 00:51

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller:

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten:

§ 9 Abs. 1 Nr. 5 S. 2 EStG regelt: "Eine doppelte Haushaltsführung liegt nur vor, wenn der Arbeitnehmer außerhalb des Ortes, in dem er einen eigenen Hausstand unterhält, beschäftigt ist und auch am Beschäftigungsort wohnt."

Das Merkmal „eigener Hausstand" fordert das Innehaben einer Wohnung - also einer Unterkunft, die zur Übernachtung genutzt wird. Ein „eigener" Hausstand erfordert, dass er aus eigenem Recht (z. B. Eigentum, eigener Mietvertrag) genutzt wird, wobei nicht ein alleiniges, sondern auch ein gemeinsames bzw. abgeleitetes Recht ausreichen kann. Sofern der Arbeitnehmer nicht alleiniger Eigentümer oder Mieter der Wohnung ist, muss anhand einer Gesamtbetrachtung der Umstände des Falles untersucht werden, ob der Hausstand jedenfalls auch ihm als eigener zugerechnet werden kann. Wesentlich ist, dass das Verbleiben des Steuerpflichtigen in der Wohnung sichergestellt ist. Nutzt der Arbeitnehmer die Wohnung nicht allein, muss er sie zumindest gleichberechtigt mitbenutzen können.

Ein eigener Hausstand wird nur iSv der Vorschrift "unterhalten", wenn sich der Arbeitnehmer finanziell und persönlich maßgebend beteiligt. Eine maßgebende finanzielle Beteiligung ist im Allgemeinen nur zu verneinen, wenn die Beiträge für die Unterhaltung des Hausstandes erkennbar unzureichend sind.

Zur Frage 1:

Es kommt bei Ihrer Situation meiner Einschätzung nach darauf an, ob Sie auf die Führung des Haushalts einen wesentlich bestimmenden oder wenigstens mitbestimmenden Einfluss ausüben können. Sie haben keinen alleinigen Hausstand, wenn Ihr Zimmer zwar ein hauswirtschaftliches Leben ermöglicht, dafür aber auf weitere Räume der Eltern (Küche, Bad) zurückgegriffen werden muss.
Zusammenfassend: Es reicht nicht nur, dass Sie an den Kosten beteiligt sind, sondern Sie müssen im Haus auch (mit)bestimmen können.
Ich neige dann zu denken, dass trotz Mietvertrags kein eigener Haushalt vorliegen würde.

Zur Frage 2.

Wenn eine echte, nur für Sie und Ihren Bruder WG begründet wird, sollte dies m.E. vom FA anzuerkennen sein.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.
Mit freundlichen Grüßen.


Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.
Fachanwalt für Migrationsrecht

ANTWORT VON

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