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Doppelte Haushaltsfuehrung und Steuern in Italien und Deutschland

07.04.2008 19:18 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Liebe Experten,

seit dem 1.2.2007 bin ich angestellt in Italien bei einem neuen Arbeitgeber fuer mindestens drei Jahre taetig. Meine Familie ist in Deutschland am gemeinsamen Wohnsitz geblieben. Ich bezog/beziehe in Deutschland 2007, 2008 und auch in den naechsten Jahren Einkommen aus anderen angestellten Erwerbstaetigkeiten sowie Kapitalertraege aus Festgeldanlagen.

Fuer 2009 stellt sich die Frage des Nachzugs meiner Familie nach Italien. Daher waege ich derzeit steuerlich Vor- und Nachteile ab, wobei sich folgende Fragen ergeben:

- gilt fuer 2007 doppelte Haushaltsfuehrung, die ich bei meiner deutschen Steuererklaerung entsprechend geltend machen kann; d.h. die deutschen Einkuenfte werden um Aufwendungen fuer die dopp. HH-Fuehrung vermindert (die in Italien versteuerten Einkuenfte gehen ja nur in die Progression ein) ?

- wo muss ich meine deutschen Einkuenfte versteuern, wenn meine Familie ab 2009 nachzieht und kein weiterer Wohnsitz mehr in Deutschland besteht (Ich gehe davon aus, dass dann die dopp. HH-Fuehrung wegfaellt)?

- in 2009 erwarte ich eine Ausschuettung als Anteilseigner einer deutschen GmbH (als 100%-iger Anteilseigner); wo wuerde diese bei Nachzug meiner Familie bzw. alternativ bei Beibehaltung der aktuellen Situation versteuert ? wie waere der Steuersatz dafuer in Italien im Vergleich zu Deutschland ?

Vielen Dank fuer Ihre Hilfe.


Sehr geehrter Fragesteller,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:
1. Ich gehe davon aus, dass Sie zumindest 2007 noch Ihren steuerlichen Wohnsitz in Deutschland haben. Sie haben für das Jahr 2007 eine Steuererklärung in Deutschland abgeben und können soweit Sie Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit haben, auch Werbungskosten, also hier für die doppelte Haushaltsführung geltend machen.
2. Soweit weder ein Wohnsitz noch ein gewöhnlicher Aufenthalt mehr in Deutschland besteht, sind Sie mit bestimmten Einkünfte, insbesondere mit Einkünften aus Kapitalvermögen iSv. § 49 Nr. 5 EStG beschränkt steuerpflichtig.
§ 49 EStG:
5.

Einkünfte aus Kapitalvermögen im Sinne des
a)

§ 20 Abs. 1 Nr. 1 mit Ausnahme der Erträge aus Investmentanteilen im Sinne des § 2 des Investmentsteuergesetzes, Nr. 2, 4, 6, und 9, wenn der Schuldner Wohnsitz, Geschäftsleitung oder Sitz im Inland hat oder wenn es sich um Fälle des § 44 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 Buchstabe a Doppelbuchstabe bb dieses Gesetzes handelt; dies gilt auch für Erträge aus Wandelanleihen und Gewinnobligationen (3) ,
b)

§ 20 Abs. 1 Nr. 1 in Verbindung mit den §§ 2 und 7 des Investmentsteuergesetzes
aa)

bei Erträgen im Sinne des § 7 Abs. 3 des Investmentsteuergesetzes,
bb)

bei Erträgen im Sinne des § 7 Abs. 1, 2 und 4 des Investmentsteuergesetzes, wenn es sich um Fälle des § 44 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 Buchstabe a Doppelbuchstabe bb dieses Gesetzes handelt,

(4)
c)

§ 20 Abs. 1 Nr. 5 und 7, wenn
aa)

das Kapitalvermögen durch inländischen Grundbesitz, durch inländische Rechte, die den Vorschriften des bürgerlichen Rechts über Grundstücke unterliegen, oder durch Schiffe, die in ein inländisches Schiffsregister eingetragen sind, unmittelbar oder mittelbar gesichert ist. Ausgenommen sind Zinsen aus Anleihen und Forderungen, die in ein öffentliches Schuldbuch eingetragen oder über die Sammelurkunden im Sinne des § 9a des Depotgesetzes oder Teilschuldverschreibungen ausgegeben sind, oder
bb)

das Kapitalvermögen aus Genussrechten besteht, die nicht in § 20 Abs. 1 Nr. 1 genannt sind

(5)
d)

§ 43 Abs. 1 Satz 1 Nr. 7 Buchstabe a und Nr. 8 bis 12 sowie Satz 2, wenn sie von einem Schuldner oder von einem inländischen Kreditinstitut oder einem inländischen Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 43 Abs. 1 Satz 1 Nr. 7 Buchstabe b gegen Aushändigung der Zinsscheine einem anderen als einem ausländischen Kreditinstitut oder einem ausländischen Finanzdienstleistungsinstitut ausgezahlt oder gutgeschrieben werden und die Teilschuldverschreibungen nicht von dem Schuldner, dem inländischen Kreditinstitut oder dem inländischen Finanzdienstleistungsinstitut verwahrt werden.

§ 20 Abs. 3 gilt entsprechend;

Ihre Einkünfte aus unselbständiger Tätigkeit, wenn Sie in 2009 in Italien ansässig sind, werden für eine Tätigkeit, die auch in Italien ausgeübt wird, in Italien besteuert (Art. 15 DBA D-Italien). Wird die Arbeit in Deutschland ausgeübt, fällt Deutschland das Besteuerungsrecht zu.

3.Dies kann nicht abschließend beurteilt werden; Sie können dies im Rahmen der Nachfragefunktion klären. Soweit sich die Anteile im Betriebsvermögen befinden, sind die Ausschüttungen vorrangig der jeweiligen Gewinneinkunftsart zuzuordnen. Befinden sich die Anteile im Privatvermögen, sind die Ausschüttungen eventuell als Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 EStG) zu qualifizieren.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.
Mit besten Grüßen
RA Hermes
auch Fachanwalt für Steuerrecht

www.kanzlei-hermes.com
Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!

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