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Doppelte Haushaltsführung bei einem Single

| 11.09.2019 09:41 |
Preis: 55,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Nach mehrjährigem Auslandsaufenthalt ohne Wohnsitz in Deutschland verlegte ich, alleinstehend, Anfang 2019 meinen Lebensmittelpunkt nach Hamburg, wo ich eine neue Arbeitsstelle antrat. Meine Eigentumswohnung in Hamburg war zu diesem Zeitpunkt noch vermietet, so dass ich zunächst eine Wohnung in Hamburg mietete mit dem Ziel, nach fristgerechter Räumung meiner Eigentumswohnung durch den Mieter in diese einzuziehen.

Nach Kündigung meines Arbeitsvertrags in Hamburg nahm ich zum 1. Juli 2019 eine neue Stelle in Frankfurt an und mietete dort eine Wohnung. In meine Eigentumswohnung in Hamburg konnte ich erst nach Auszug des Mieters ab 1. September einziehen so dass ich während der Monate Juli und August nur die Mietwohnung in Frankfurt bewohnte. Meine temporäre Mietwohnung in Hamburg hatte ich zum 1. Juli gekündigt. Seit dem 1. September plane ich, meine selbst genutzte Eigentumswohnung in Hamburg an 1 - 2 Wochenenden im Monat und an Urlaubstagen und meine Frankfurter Wohnung in der übrigen Zeit zu bewohnen.

Meine Fragen: Schadet es der steuerlichen Anerkennung einer doppelten Haushaltsführung, dass ich, obwohl Hamburg mein Lebensmittelpunkt ist, dort im Juli und August keine Wohnung hatte weil ich erst nach dem Auszug meines Mieters in meine Eigentumswohnung einziehen konnte? Wie viele monatliche Heimfahrten sind bei der großen Entfernung zwischen Hamburg und Frankfurt erforderlich, um die doppelte Haushaltsführung hinreichend zu belegen? Ist es für die Anerkennung der doppelten Haushaltsführung relevant, welche meiner beiden Wohnungen als Hauptwohnung beim Einwohnermeldeamt gemeldet ist?
12.09.2019 | 14:07

Antwort

von


(16)
Grünberger Str. 54
10245 Berlin
Tel: 0302939920
Web: http://www.rechtsanwalt-braun.berlin
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der übermittelten Informationen beantworte ich Ihre Fragen wie folgt.

Um die Kosten einer doppelte Haushaltsführung geltend zu machen, müssen Sie tatsächlich zwei Haushalte führen. Einen Heimathaushalt und einen Arbeitshaushalt, der Heimathaushalt muss Ihr Lebensmittelpunkt sein, von dem Sie zur Arbeit fahren. Die Haushalte müssen Sie tatsächlich auch haben (als Mieter, Eigentümer). D.h. für die zwei Monate wird Ihnen das Finanzamt wahrscheinlich die Kosten der doppelten Haushaltsführung verwehren.

Sie müssen Ihre Betriebswohnung als Zweitwohnung anmelden, da der andere Wohnort, der Heimatwohnort ist. Sie sollten regelmäßig zum Heimatwohnsitz fahren, d.h. wöchentlich, denn dort befindet sich Ihr Lebensmittelpunkt (so jedenfalls der Grundsatz der doppelten Haushaltsführung).

Ich hoffe, ich habe Ihre Frage beantwortet, für eventuelle Nachfragen steht Ihnen die kostenlose Nachfragefunktion zur Verfügung.

Bitte beachten Sie, dass auch kleine Abweichungen beim Sachverhalt zu einer gänzlich anderen rechtlichen Bewertung führen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 13.09.2019 | 10:25

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

vielen Dank für Ihre Auskunft, zu der ich die folgenden Verständnisfragen habe:

Da Sie die in meiner Anfrage erwähnte zeitliche Abfolge (zunächst Anmietung der Wohnung am Arbeitsort, dann Bezug der Eigentumswohnung am Heimatort 2 Monate später) in Ihrer Auskunft nicht ausdrücklich ansprechen bitte ich Sie um Bestätigung, dass Ihre Antwort so zu verstehen ist, dass diese zeitliche Abfolge die generelle Anerkennung einer doppelten Haushaltsführung ab 1. September 2019 für mich als Alleinstehenden nicht in Frage stellt.

Ist die von Ihnen genannte Voraussetzung der wöchentlichen Heimfahrten so zu verstehen, dass diese auch bei größeren Entfernungen zwischen dem Heimathaushalt und dem Arbeitshaushalt (wie in meinem Fall) in Stein gemeißelt ist, oder existiert bei der Finanzbehörden ein Ermessensspielraum, je nach dem mit den Heimfahrten verbundenen zeitlichen und finanziellen Aufwand? Bedeutet "regelmäßig" wirklich nur "wöchentlich" und gibt es für diese Angaben eine Quelle?

Muss die Wohnung mit dem Arbeitshaushalt für die Zwecke der Anerkennung der doppelten Haushaltsführung zwingend als Zweitwohnung angemeldet werden, wenn die Wohnung mit dem Heimathaushalt eindeutig den Lebensmittelpunkt darstellt, oder ist die melderechtliche Situation nicht doch nur ein Indiz für die Finanzbehörde, welches durch die konkreten Verhältnisse entkräftet werden kann?

Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.09.2019 | 13:07

Sehr geehrter Fragesteller,

die zeitliche Abfolge könnte dafür sprechen, dass Sie für diesen Zeitraum keine zwei Haushalte führten, Sie können natürlich dennoch versuchen, für diesen Zeitraum die Kosten für die doppelte Haushaltsführung geltend zu machen.

Die Rechtssprechung und die Finanzverwaltung gehen davon aus, dass Sie regelmäßig zu Ihrem Lebensmittelpunkt zurückkehren möchten, weshalb regelmäßige Heimfahrten verlangt werden.

Sie müssen nicht unbedingt die Wohnung am Arbeitsplatz, konkret als Zweitwohnung angeben, allerdings werden Sie, meiner Kenntnis nach, bei der melderechtlichen Anmeldung soundso gefragt, welche Wohnung Ihren Lebensmittelpunkt darstellt. Die konkreten Lebensverhältnisse sind natürlich auch immer ein Indiz.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 15.09.2019 | 12:03

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"Die Auskunft ist für mich nicht zu gebrauchen. Trotz präziser Fragestellung gehen die Antworten teilweise an der Fragestellung vorbei, sind generell zu oberflächlich oder im Widerspruch zu den einschlägigen Richtlinien der Finanzverwaltung. So ist z. B. die Aussage falsch, dass regelmäßige wöchentliche Heinmfahrten erforderlich sind. Sucht der Arbeitnehmer seinen Heimatwohnsitz im Durchschnitt mindestens zweimal monatlich auf, so geht die Finanzverwaltung davon aus, dass sich dort der Mittelpunkt seiner Lebensinteressen befindet. So in den Lohnsteuerrichtlinien nachzulesen.
"
Stellungnahme vom Anwalt:
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 15.09.2019
2,2/5,0

Die Auskunft ist für mich nicht zu gebrauchen. Trotz präziser Fragestellung gehen die Antworten teilweise an der Fragestellung vorbei, sind generell zu oberflächlich oder im Widerspruch zu den einschlägigen Richtlinien der Finanzverwaltung. So ist z. B. die Aussage falsch, dass regelmäßige wöchentliche Heinmfahrten erforderlich sind. Sucht der Arbeitnehmer seinen Heimatwohnsitz im Durchschnitt mindestens zweimal monatlich auf, so geht die Finanzverwaltung davon aus, dass sich dort der Mittelpunkt seiner Lebensinteressen befindet. So in den Lohnsteuerrichtlinien nachzulesen.


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