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Doppelte Haushaltsführung absetzen

28.08.2018 17:27 |
Preis: 40,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Diplom Kaufmann Peter Fricke


Sehr geehrte Damen und Herren,

vor 8 Monaten bin ich berufsbedingt nach Frankfurt gezogen. Mein eigentlicher Wohnsitz liegt nahe Hannover. Dort lebe ich bei meinen Eltern mit in der Wohnung.
Am Wochenende pendele ich 340km um meine Familie und Freunde zu sehen. Dort sind auch noch alle meine Ärzte.
Gerne möchte ich meinen Wohnort in Hannover als Hauptwohnsitz beibehalten und Frankfurt als Zweitwohnsitz anmelden. Zweitwohnsitzsteuern entfallen in Frankfurt nicht.
Noch habe ich meinen Zweitwohnsitz in Frankfurt nicht gemeldet –hoffe es ist auch noch nicht zu spät- da ich noch gerne die Probezeit abwarten wollte.
Nach langer Recherche habe ich herausgefunden, dass ich einen eigenen Hausstand haben muss, um Hannover als Hauptwohnsitz zu erkennen. Bei meinen Eltern habe ich jede glich nur ein Zimmer. Einen Mietvertrag kann ich beifügen. Kann es dabei zu Problemen führen? Was muss ich als Beweis noch darlegen?
Mein Ziel ist es natürlich die Steuern von der doppelten Haushaltsführung abzusetzen oder zumindest die Pendelfahrten nach Hause am Wochenende ca 700km Hin-und Rückweg.
Nehmen wir an, die erkennen die doppelte Haushaltsführung nicht und Frankfurt muss als mein Hauptwohnsitz angemeldet werden. Muss ich für die Wohnung in Hannover Zweitwohnsitzsteuern zahlen? Wann ja, kann ich diese dann absetzen?
Worauf sollte ich jetzt bei diesen beiden Konstellationen achten?
Vielen lieben Dank

Sehr geehrte Ratsuchende,

nur mal zum Nachlesen, die Voraussetzungen und die Abzugsfähigkeit von Kosten der doppelten Haushaltsführung ist in § 9 I Satz 3 Nr. 5 EStG geregelt.

Zu Ihrer Frage:

In Hannover kommt es nicht primär auf Ihren Hauptwohnsitz im Sinne des Melderechts an, sondern auf Ihren Lebensmittelpunkt, den Sie dort zu haben scheinen. Ich bin sogar der Auffassung, daß Sie einen Mietvertrag mit Ihren Eltern noch nicht einnmal benötigen.

Abzugsfähig sind sowieso nur die Kosten der doppelten Haushaltsführung in Frankfurt. In Ihrem Fall wären das die Wohnkosten ( gedeckelt bis 1.000 Euro ) und die Fahrten wöchentlich nach Hause, die aber nur einfach angesetzt werden können. Abzugsfähig wären wöchentlich also nur 350 km zu 0,3 Euro, mithin ein Abzugsbetrag von ca. 100 Euro wöchentlich.

Wenn Hannover eine Regelung zur Zweitwohnsitzsteuer hat, müssten Sie diese dort in der Tat bezahlen. Abzugsfähig sind diese Kosten nicht, da sie in § 9 I Satz 3 Nr. 5 EStG nicht aufgeführt sind. Übrigens wären diese
Kosten in Hannover privat veranlasst, weil sie dort wohnen. Mit Ihrem "Zweitwohnsitz" in Frankfurt haben diese Kosten dann also berufsbedingt steuerlich leider keine Relevanz.

Mit besten Grüssen

Fricke
RA und Dipl. Kfm.

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