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Doppelte Haushaltsführung - Sonderfall Ausland

| 18.03.2015 20:41 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Wann können die Kosten der doppelten Haushaltsführung als Werbungskosten angesetzt werden?
Insbesondere wenn die Wohnung im Ausland liegt.

Guten Tag,
ich hätte eine Frage zur doppelten Haushaltsführung (Sonderfall Ausland) und zwar wenn eine Familie (beidseitig berufstätiges Ehepaar mit Kind) ihren Hauptwohnsitz aus privaten Gründen ins EU Ausland wegverlegt und ihren derzeitigen deutschen Haushalt und Arbeitsplatz behält(beide Elternteile sind am gleichen Ort im Inland beschäftigt). Kann dann diese Familie die doppelte Haushaltsführung (mit Auslandsbezug) absetzen?
Weitere wichtige Infos:
Im EU Auslandshaushalt herrscht ein hauswirtschaftliches Leben (dort lebt der Großvater und ist somit Elternhaushalt vom Steuerpflichtigen). Dort würde diese Familie ein Zimmer einrichten (und sich pauschal an den Unterhaltskosten der Wohnstätte beteiligen (Mietvertrag notwendig oder kann sie dort auch kostenlos wohnen?) und mind. einmal oder auch mehrfach im Jahr dort einen Besuch abstatten.
Das minderjähriges Kind würde mit der Familie dort im EU Ausland auch einziehen (sie wären dort gemeldet, ist die ausländische Meldebestätigung überhaupt notwendig?) und das Kind wohnt aber auch in dem deutschen Haushalt der Familie mit (die Familie wäre auch in Deutschland gemeldet, das Kind geht hier in Deutschland zur Kita).

Für eine Antwort wäre ich dankbar,
MFG,
Fragesteller
19.03.2015 | 10:17

Antwort

von


(1)
Münchener Straße 3
83395 Freilassing
Tel: 086547767333
Web: http://www.rgra.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Voraussetzung wäre, dass die private Wohnung im Ausland der Lebensmittelpunkt ist. Wenn dort nur ein Zimmer im Elternhaus eingerichtet ist, könnte es schwierig werden, eine Anerkennung durch das Finanzamt zu erreichen. Selbst wenn Sie sich an den Kosten beteiligen.
Das Finanzamt könnte davon ausgehen, dass die gemeinsame Wohnung im Inland den Mittelpunkt des gemeinsamen Lebensinteresses ist.


Erläuterung:

Nach § 9 I 1 Nr. 5 EStG können notwendige Mehraufwendungen, die einem Arbeitnehmer wegen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung entstehen, als Werbungskosten angesetzt werden.

Nach neuerer Rechtsprechung des BFH ist auch in Wegverlegungsfällen die doppelte Haushaltsführung beruflich veranlasst.
Also wenn der Wegzug aus privaten Gründen erfolgt, wie in Ihrem Fall und eine Wohnung nur noch aus beruflichen Gründen unterhalten wird.

Aber: Sind die Gründe für die Wohnung am Beschäftigungsort privater Natur, liegen nicht abzugsfähige Kosten der Lebensführung vor.


Die doppete Haushaltsführung ist ein sehr komplexes Thema, bei dem viele Faktoren berücksichtigt werden müssen. Das würde den hier gesetzten Rahmen sprengen.
Sie sollten Ihren Fall unbedingt mit allen Details prüfen lassen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie gerne die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen


Konstantin Grubwinkler
Dipl.-Jur. Univ.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 19.03.2015 | 20:05

Sehr geehrter Herr Grubwinkler,

vielen Dank für Ihre Antwort. Also wenn ich richtig verstanden habe, die Wegverlegung des Wohnsitzes aus privatem Grund und der Aufenthalt des Kindes im Inland(mit Kitaaufenthalt am Berufswohnort der beidseitig berufstätigen Eltern)und Ausland an sich würde kein Problem darstellen, sondern nur noch der Umstand, dass im Ausland nur ein Zimmer (statt z.B. einer eigenständigen Wohnung oder Haus) gemietet wäre?

MFG,
Fragesteller

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.03.2015 | 14:09

Sehr geehrter Fragesteller,


laut BFH-Urteil vom 10.3.2010 (VI R 47/09) kann eine beruflich begründete doppelte Haushaltsführung auch dann vorliegen, wenn ein Arbeitnehmer seinen Haupthausstand aus privaten Gründen vom Beschäftigungsort wegverlegt. Ob dieser Hausstand dann im Inland oder Ausland ist, sollte für das Finanzamt unerheblich sein.

Die Frage kann leider in dem gesetzten Rahmen nicht beantwortet werden und bedürfte genauerer Prüfung. Es kommt darauf an, ob die gemeinsame Wohnung im Inland den Mittelpunkt des gemeinsamen Lebensinteresses darstellt. Dafür müssen die gesamten Lebensumstände in Gesamtschau berücksichtigt werden.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen


Konstantin Grubwinkler
Dipl.-Jur. Univ.
Rechtsanwalt

Reubel Grubwinkler Rechtsanwälte

Bewertung des Fragestellers 25.03.2015 | 18:15

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

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Stellungnahme vom Anwalt:
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Bewertung verwundert mich sehr. Falls Sie die Antwort nicht verstanden haben, gibt es dafür die Nachfragefunktion.
Zum Thema Ausführlichkeit: Leider konnte ich Ihnen keine konkretere Antwort geben, da die Antwort auf Ihre Frage von der Beurteilung durch das jeweilige Finanzamt abhängt. Diese Beurteilung kann ihnen niemand vorhersagen. Alles andere wäre unseriös.
Eine verbindliche Auskunft erhalten Sie grundsätzlich nur beim zuständigen Finanzamt. Ich kann Ihnen aber versprechen, dass diese um ein vielfaches teuerer wäre als 35 Euro brutto.

Es tut mir Leid, dass ich Ihnen nicht die Antwort geben konnte, die sie sich erhofft hatten. Meine Antwort würde aber beim nächsten Mal nicht anders ausfallen.


Mit freundlichen Grüßen

Konstantin Grubwinkler
Dipl.-Jur. Univ.
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