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Doppelte Haushaltsführung Hauptwohnsitz melden wegen Zweitwohnsitzsteuer

| 02.04.2013 16:46 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Zusammenfassung: doppelte Haushaltsführung, Zweitwohnungssteuer München und Lebensmittelpunkt Hauptwohnung bzw. Nebenwohnung bei einem ledigen Arbeitnehmer

Ich habe zwei Wohnorte. Wohnort A wo meine Familie und meine Bekannten leben und wo aus meiner Sicht auch mein Lebensmittelpunkt liegt. Und Wohnort B wo ich arbeite. Gemeldet bin ich an Wohnort B. Das kommt zu einem daher weil man mir sagte ich muss mich dort melden wo ich öfters bin bzw. mich aufhalte und auch das Wohnort B eine Zweitwohnsitzsteuer erhebt.

Bisher habe ich doppelte Haushaltsführung geltend machen können. Jetzt zickt das Finanzamt rum. Man unterstellt mir (ich bin ledig) das sich der Lebensmittelpunkt von A nach B verlagert hätte mit den Jahren.

Jetzt überlege ich mich wieder in Wohnort A mit Erstwohnsitz zu melden um damit klar zu machen: Hey, das ist mein Lebensmittelpunkt. Ich wollte jedoch vorab hier erfragen ob das ausreichen wird das ich wieder doppelte Haushaltsführung geltend machen kann bzw. die Chancen sehr erhöhen wird. Denn ich will nicht auf meinen Kosten für die Heimfahrten sitzen bleiben und zusätzlich Zweitwohnsitzsteuer zahlen.

Falls das möglich oder in meiner Situation zu empfehlen ist, mich von B wieder in A anzumelden trotz Zweitwohnsitzsteuer meine zweite Frage: Müsste ich dann im Jahr auch weiterhin im Schnitt 26 mal zu meiner Familie hochfahren (jedes zweite Wochenende) oder reichen auch weniger wenn A nun mein Hauptwohnsitz wäre. Danke bereits vorab.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Sie müssen Melderecht und Steuerrecht, hier doppelte Haushaltsführung, trennen. Ob der Lebensmittelpunkt sich (weiterhin) in A befindet, hängt nicht davon ab, ob Sie auch dort mit Hauptwohnsitz und nicht mit Nebenwohnsitz gemeldet sind, d.h. die melderechtliche Situation hat keinen Einfluss auf die Anerkennung der doppelten Haushaltsführung. Falls Sie in Ort B als lediger Arbeitnehmer einer normalen Beschäftigung (5 Tage Woche) nachgehen, haben Sie grundsätzlich auch dort Ihren Hauptwohnsitz und solchen auch gegenüber der Meldebehörde anzugeben.
Je länger die auswärtige Tätigkeit am Ort B dauert, desto mehr spricht dafür, dass die eigentliche Haushaltsführung und damit der Mittelpunkt der Lebensführung an den Beschäftigungsort, den Zweitwohnsitz, verlegt worden ist. Hier müssen Sie darlegen, dass Sie Ihren Lebensmittelpunkt in A haben. Dies hängt von mehreren Kriterien ab, wie Größe der jeweiligen Wohnung in A und B bzw. Vereinsmitgliedschaften in A und Freunde und Familie in A. Es ist nicht unbedingt notwendig, dass Sie jedes zweite Wochenende nach Hause fahren, damit das Finanzamt die doppelte Haushaltsführung anerkennt( so zb FG München vom 30.12.2005, Az. 1 K 4382/04). Es hängt davon ab, wie weit der Ort A von B entfernt ist und an wieviel frei verfügbaren Tagen (also arbeitsfreie Zeit wie Urlaub und Wochenenden) Sie sich tatsächlich in A aufhalten.

Im Rahmen der übergreifenden Fragen Melderecht, Zweitwohnungssteuer München und doppelte Haushaltsführung bin ich Spezialist und stehe ich Ihnen gerne mit Rat und Tat weiterhin zur Verfügung.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Hermes, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.04.2013 | 17:49

Danke für Ihre Antwort. Genau das ist passiert. Das Finanzamt unterstellt mir pauschal, dass es den "Lebenserfahrungen" entspricht das sich mit den Jahren der Lebensmittelpunkt von A nach B verlagert. Das ich an A meine Familie habe, dort Mitglied in 2 Vereinen bin und an Ort B nur Arbeite und Single bin hat da nicht interessiert. Nach was gehen die den? Die hatten z. B. unter anderem auch reingeschrieben, das ja schließlich auch B mein Wohnsitz laut Meldebehörde ist. Deswegen auch die ursprüngliche Frage.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.04.2013 | 18:11

Sie müssen, wie gesagt, auch in B gemeldet sein nach dem Meldegesetz.
Dies ist kein Argument.
Sie hatten mir auch eine Anfrage per E-Mail gestellt.
Vielleicht melden Sie sich nochmals telefonisch bei mir.

Bewertung des Fragestellers 06.04.2013 | 17:52

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