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Doppelte Haushaltsführung & Eigenheimzulage


27.03.2006 11:34 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Guten Morgen,

ich würde mich freuen, wenn Sie mir zu folgenden Fragen Auskunft geben könnten.

Ich habe im Juli 2004 meinen Einkommenssteuerbescheid für das Jahr 2004 bekommen. Darin hat das FA meine doppelte haushaltsführung im vollen Umfang anerkannt. Da ich aber im Herbst noch Einkünfte aus V&V eingereicht habe, prüft das FA nun den gesamten Bescheid 2004 (und somit auch die DHF) mit dem Verweis auf einer vtl. "Berichtigung materieller Fehler" nach.

Nun (fast ein Jahr später als der erste Bescheid) fordert es eine Vielzahl an Nachweisen. Ist dieses eigendlich rechtlich so ok ?? In diesem Zusammenhang wird auch ein Nachweis der eingereichten Heimfahrten gefordert. Da ich aber nur die Hälfte selber gefahren bin und den Rest mit einem Arbeitskollegen würde mich interessieren, ob es ausreicht wenn mir dieser nun die Fahrten bestätigt ? Was sollte denn in dieser Bestätigung enthalten sein ? Ganz abgesehen davon ... muß man die Belege denn so lange aufheben ?

Ich habe in der Zeit 2000 - 2003 in einer Eigentumswohnung an meinen Heimatort gewohnt und in der Zeit von 1995 (Kauf) bis 2003 (Verkauf) Eigenheimzulage bezogen. In der Zeit 95-00 habe ich die Wohnung meiner Großmutter unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Nun fragt das FA ebenfalls nach, ob ich in dieser Zeit bei meinen Eltern lebte oder über einen eigenen Hausstand verfügte. Ist dieses erheblich für die Zahlung der Eigenheimzulage in dieser Zeit ?

Herzlichen Dank für Ihre Antwort !!!
Eingrenzung vom Fragesteller
27.03.2006 | 12:06
Sehr geehrter Fragesteller,

Sie schreiben, Sie hätten im Juli 2004 den ESt-Bescheid 2004 erhalten, was so nicht sein kann. Ich gehe davon aus, daß Sie hier einen im Jahr 2005 erhaltenen ESt-Bescheid 2004 meinen (und nicht einen im Jahr 2004 erhalten Bescheid für 2003). Sollte diese Vermutung falsch sein, bitte ich um eine entsprechende Nachricht.

Ob eine Bestätigung Ihres Arbeitskollegen ausreicht, hängt davon ab, wie die Heimfahrten von Ihnen abgerechnet wurden. Normalerweise erfolgt dies entweder mit den tatsächlich angefallenen Kosten (die Sie dann auch belegen müssten) oder mit einem Pauschbetrag von -,30 Euro je km bei Fahrten mit dem eigenen PKW. Ansonsten kann nur eine Abrechnung wie bei Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte möglich, in 2004 also -,30 Euro je *Entfernungs*kilometer.

Soweit das FA desweiteren jetzt bei Ihnen wegen der Zeit bis 2000 nachfragt, betrifft diese Frage weniger die Eigenheimzulage, sondern die doppelte Haushaltsführung. Wenn Sie den Hausstand erst 2000 begründet hätten obwohl Sie Ihre auswärtige Arbeitsstelle bereits vorher innehatten, wäre die Begründung dieses Hausstands im Jahr 2000 nicht berufsbedingt, es läge mithin gar keine steuerlich anzuerkennende doppelte Haushaltsführung die diese Jahre vor.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben geholfen zu haben. Für eine Rückfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 27.03.2006 | 12:53

herzlichen Dank für die schnelle Antwort ! Sie haben natürlich Recht und Entschuldigung für das falsche Jahr !

Ich hätte gerne dazu aber noch folgende Nachfragen:

Hinsichtlich der Heimfahrten habe ich diese leider nicht die Fahrten mit dem Kollegen als "Entfernungskilometer" angegeben. Kann ich dieses noch berichtigen zumal ich diese dann nachweisen könnte ?

Die auswertige berufliche Tätigkeit (und somit Begründung der DHF) wurde im Juli 2000 aufgenommen. Der eigene Hausstand (im Sinne der Eigentumswohnung im Mai 2000) Gibt es durch diesen zeitlichen Bezug Probleme oder sollte ich vielmehr angeben, daß bereist zuvor ein eigener Hausstand im Hause meiner Eltern bestanden hat ?

Herzlichen Dank nochmals !!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.03.2006 | 12:58

Sehr geehrter Fragesteller,

die Angaben zu den Familienheimfahrten können Sie selbstverständlich noch (zu Ihren Lasten) korrigieren, dies wäre dann wie auch die Nachmeldung Ihrer V+V-Einkünfte eine ggfs. strafbefreiende Selbstanzeige. Ob dies tatsächlich erforderlich ist, kann natürlich ohne genaue Kenntnis der Umstände und der ESt-Erklärung nicht beantwortet werden.

Hinsichtlich der Begründung der doppelten Haushaltsführung bestehen allerdings große Bedenken, wenn diese erst im engen zeitlichen Zusammenhang mit der Aufnahme der auswärtigen Berufstätigkeit begründet wurde.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

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