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Doppelte Haushaltsführung/ Anmietung Wohnung


29.10.2015 16:13 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Florian Bretzel



Guten Abend,

folgende Situation:
Im August 2015 wurde die bis dato gemeinsam bewohnte Eigentumswohnung von Ehefrau und Ehemann in Stadt A. vermietet, um gemeinsam in eine andere Stadt B. umzuziehen (wegen Jobwechsel Mann). Vorher hatte der Ehemann bereits ca. 1 Jahr in Stadt B. in einer kleinen Übergangs-Wohnung gewohnt und war gependelt.
Die Frau hat nach wie vor eine Arbeitsstelle in Stadt A und pendelt 3 Tage/ Woche (Telizeitstelle, 60%). Entfernung: 200 km.

Da Stadt A auch Unistadt ist und mit zu den teuersten Wohn-Städten mit sehr angespannter Lage auf dem Wohnungsmarkt gehört, konnte die Ehefrau bislang keine kleine bezahlbare Wohnung oder ein WG-Zimmer für die 2-3 Nächte/ Woche finden, die sie vor Ort ist, und wohnt bislang unentgeltlich abwechselnd bei Freunden und Familie. Die Anmietung einer Wohnung in Stadt A ist fest geplant, kann aber eben noch dauern.

Worauf ist jetzt zu achten, damit das Finanzamt die doppelte Haushaltsführung anerkennt, auch wenn diese (Erst-)Anmietung nicht in einem engen zeitlichen Zusammenhang mit dem Beginn der doppelten Haushaltsführung steht, aus o.g. Gründen?

Danke.


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Aktuell kann die Ehefrau keine Kosten für die doppelte Haushaltsführung geltend machen, da es sich bei wechselnden Übernachtungen bei Freunden und/oder Familie nicht um eine Unterkunft handelt, die ihr ständig zur Verfügung steht. Insoweit liegt schon keine doppelte Haushaltsführung vor. Unabhängig davon wird für die Unterkünfte ja auch kein Entgelt gezahlt, das ggf. im Rahmen der doppelten Haushaltsführung angesetzt werden könnte.

Wenn eine Wohnung gefunden ist, können ab dem Zeitpunkt des Beginns der Nutzung Aufwendungen für doppelte Haushaltsführung geltend gemacht werden. Welche das sind, steht in § 9 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 EStG. Ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Beginn der Beschäftigung und Anmietung der (festen) Zweitwohnung am Tätigkeitsort ist nicht erforderlich (BFH, Urteil vom 09.03.1979, VI R 223/77). Entscheidend ist lediglich, dass die Zweitwohnung aus beruflichen Gründen begründet wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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