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Doppelte HH-Führung/ Zweitwohnsitz


31.08.2006 14:01 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hatte bisher einen Erst- und Zweitwohnsitz. Die Wohnung am Erstwohnsitz teilte ich mir einen Bruder und wurde von uns per 31.8.2006 gekündigt. Da ich auch weiterhin regelmäßig am Wochenende aufgrund einer Beziehung zum Erstwohnsitzort reisen werde, möchte ich dies auch weiterhin steuerlich geltend machen.

Der Mietvertrag für die neue Wohnung beginnt leider erst am 15.9.2006. Zudem ist nur sie im Mietvertrag eingetragen. An den Wohnungskosten werde ich jedoch absprachegemäß zur Hälfte beteiligen. Daher möchte ich mich dann (15.9.2006) dort anmelden/ummelden.

Frage:
Kann es bei der neuerlichen steuerlichen Anerkennung meines Erstwohnsitzes in diesem Fall zu Problemen kommen? Was muss ich ggf. beachten?

Vielen Dank
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn sämtliche sonstigen Voraussetzungen für die Anerkennung der doppelten Haushaltsführung gegeben sind, ist der Umzug alleine unschädlich.
Insoweit hat der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 4. April 2006 - VI R 11/02 - festgestellt, dass der berufliche Veranlassungszusammenhang einer doppelten Haushaltsführung nicht allein dadurch beendet wird, dass ein Steuerpflichtiger seinen Familienhausstand innerhalb desselben Ortes verlegt.

Hinsichtlich des ÜBergangszeitraums für die erste Septemberhälfte gehe ich davon aus, daß Ihnen insoweit für die Zeit eine Übergangswohnung (z.B. bei Verwandten oder Ihrem Partner) zur Verfügung steht. Sollten Sie allerdings für eine Zeit den Erstwohnsitz ersatzlos aufgeben, würde damit m.E. die doppelte Haushaltsführung entfallen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 04.09.2006 | 16:28

Sehr geehrter Herr Meisen,

wenn ich mich jedoch Anfang September (also z.B. per 5.09.2006) dort anmelde, würde dann auch die doppelte HH-Führung ggf. nicht anerkannt werden? (Dürfen zwischen Abmeldung und Anmeldung nicht wenige Tage vorhanden sein oder muss ich für ein paar Tage bei Bekannten/Verwandten gemeldet sein?)

Und muss ich die Kostenübernahme per Kontoauszug (also nichtbar) belegen, da ich ja nicht im Mietvertrag stehe?

Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.09.2006 | 10:18

Sehr geehrter Fragesteller,

für die doppelte Haushaltsführung ist nicht die ordnungsbehördliche Meldung entscheidend, sondern die tatsächliche Innehabung einer Wohnung. Wenn Sie im Rahmen des Umzugs für wenige Tage etwa bei Verwandten unterkommen, ist dies noch unschädlich.

Die von Ihnen aufgewendeten Kosten müssen belegbar sein, notfalls per Kontoauszug.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

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