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Doppelt Krankenversichert (PKV und GV)

28.03.2008 15:42 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


Ich habe 2001 ein behindertes Kind zur Welt gebracht. Ich bin Privat versichert und die Private Versicherung hat das Kind auch zu denselben Konditionen wie meine aufgenommen. Ich bin nicht verheiratet, jedoch hat die gesetztliche Krankenversicherung des Vaters das Kind auch aufgenommen. Jetzt ist es doppelt versichert. Es sind einige wenige Leistungen von der gesetzlichen Versicherung bisher geleistet worden, aber 95% von der Privaten. Ich bekomme auch Pflegegeld, dies läuft aber über die gesetzliche Versicherung.

Gibt es ein Problem? Ist das rechtmäßig? Muss ich die gesetzliche Versicherung explizit kündigen?

Danke für eine Auskunft.

-- Einsatz geändert am 28.03.2008 18:40:45
28.03.2008 | 20:04

Antwort

von


(243)
Wilhelmsstr. 3
55128 Mainz
Tel: 0 61 31 / 333 16 70
Web: http://www.ra-freisler.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Die grundsätzliche Frage, ob ein Kind – bei unterschiedlichen Versicherungszweigen der Eltern - in die eine oder die andere Versicherung überhaupt eintreten kann, richtet sich insbesondere nach den Einkommensverhältnissen der Eltern.

Für die Eintrittsmöglichkeit in die PKV besteht nach § 2 II MB/KK für das Kind das Recht, sich bei dem privat versicherten Elternteil innerhalb einer gewissen Frist auch versichern zu lassen.

Zugleich besteht nach § 10 II SGB V eine Familienversicherung in der GKV über das gesetzlich versicherte Elternteil. Diese Familienversicherung besteht nach § 10 III SGB V allerdings dann nicht, wenn der mit den Kindern verwandte Ehegatte oder Lebenspartner des Mitglieds nicht Mitglied einer Krankenkasse ist und sein Gesamteinkommen regelmäßig im Monat ein Zwölftel der Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt und regelmäßig höher als das Gesamteinkommen des Mitglieds ist. Insoweit kommt es somit auf die Einkommensverhältnisse an.

Ein Nebeneinander der Verträge ist sodann grundsätzlich möglich. In jedem Fall werden anfallende Leistungen von den Versicherungen aber nur einmal erbracht werden. Gesetzlich und vertraglich sind Sie allerdings zu einer entsprechenden Meldung von der anderweitigen Versicherung bei der Krankenkasse verpflichtet. Tun Sie dies nicht oder nicht rechtzeitig, riskieren Sie in der privaten Versicherung insbesondere einen Leistungsausschluss oder sogar eine Kündigung des Vertrages wegen Verstoßes gegen vertragliche Obliegenheiten nach §§ 9, 10 MB/KK.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per eMail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -


www.ra-freisler.de
www.kanzlei-medizinrecht.net





Rechtsanwalt Martin P. Freisler
Fachanwalt für Medizinrecht, Fachanwalt für Versicherungsrecht

ANTWORT VON

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