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Doppelnamen zu Familiennamen ändern

04.07.2017 15:40 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung:

Änderung des Familiennamen nach der Hochzeit mit der Besonderheit der abgelaufenen Aufenthaltsgenehmigung

Guten Tag,
Mein Mann und ich haben vor wenigen Tagen geheiratet. Er kommt aus Bosnien und hat noch keinen Aufenthaltstitel. Mein Nachname wurde als Familienname festgelegt und sein Geburtsname hinten angehängt. Da dieser aber schon kompliziert ist, gerade für Deutschland, und der Doppelname es jetzt noch komplizierter macht, wollen wir den Namen unbedingt schnellstmöglich ändern, so dass er meinen Nachnamen annimmt.
Da die Hochzeit erst 5 Tage her ist, wurden noch keine Ausweisdokumente etc auf den Doppelnamen geändert.
Wir hoffen, dass uns jemand sagen kann, ob das überhaupt geht und auch in welchem Zeitraum die Änderung stattfinden muss.
Da wir erst den Namen ändern wollen, haben wir auch noch nicht angefangen, den Aufenthaltstitel zu beantragen. Könnte das ein Problem ergeben, da die Aufenthaltsberechtigung meines Mannes abgelaufen ist (ohne Familienzusammenführung hätte er am 3.7. ausreisen müssen)?
Wir hoffen, dass uns jemand helfen kann! Vielen Dank im voraus!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihr Mann hat Seinen Geburtsnamen dem Ehenamen (Familiennamen) angefügt. Die Anfügung des Geburtsnamens kann er gegenüber dem Standesbeamten widerrufen und so rückgängig machen (§ 1355 Abs. 4 BGB ). Ihr Mann trägt dann nur noch den Ehenamen.

Es ist aber nicht möglich, nach dem Widerruf erneut den Geburtsnamen dem Ehenamen voranzustellen oder diesem anzufügen, d.h. der Widerruf ist dann endgültig.

Der Widerruf muss öffentlich beglaubigt werden. Dafür sind grundsätzlich die Notare zuständig, je nach Landesrecht auch noch andere Stellen. Sie sollten sich bei Ihrem zuständigen Standesamt erkundigen, ob der Widerruf auch dort öffentlich beglaubigt werden kann.

Eine Auswirkung auf den Aufenthaltstitel hat dies nicht. Dieser muss neu beantragt werden und zwar besser gestern als heute.

Vor Ablauf der Aufenthaltserlaubnis muss die Verlängerung beantragt werden. Die Ausländerbehörde erteilt dann eine Fiktionsbescheinigung, wenn sie nicht sofort die Aufenthaltserlaubnis verlängert. Die Fiktionsbescheinigung gibt dem Ausländer all die Rechte, die er mit der vorherigen Aufenthaltserlaubnis besaß, d.h.: der Ausländer darf mit der Fiktionsbescheinigung arbeiten wie vorher, staatlichen Leistungen beziehen wie vorher.

Sie sollten also gleich morgen zur Ausländerbehörde gehen, Ihre Heiratsurkunde mitnehmen und Ihre Angelegenheit schildern. Sie werden dann voraussichtlich eine Fiktionsbescheinigung bekommen mit der Sie dann den Widerruf des Doppelnamens vornehmen können.
Sobald der Widerruf dokumentiert ist und Sie eine geänderte Urkunde zum Familiennamen haben gehen Sie damit wieder zur Ausländerbehörde und lassen den Antrag entsprechend dem neuen Familiennamen anpassen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.


Mit freundlichen Grüßen

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