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Doppelname für Kinder bei erneuter Heirat


24.09.2007 16:11 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Meine Ex-Frau und ich haben zwei 8 und 11 jährige Kinder aus unserer geschiedenen Ehe. Die Kinder leben bei ihr und ich nehme das 14tägige Besuchsrecht war, sorgeberechtigt sind wir beide. Die Kinder tragen meinen Nachnamen, den wir damals als Familiennamen gewählt hatten, auch meine Ex-Frau trägt noch diesen Namen.
Nun steht ihre Hochzeit mit ihrem jetzigen Lebenspartner an. Aus dieser Beziehung ist ein weiteres Kind hervorgegangen, welches den Namen des Vaters erhalten hat.

Meine Ex-Frau möchte nun für sich und unsere gemeinsamen Kinder den Namen ihres zukünftigen Mannes als Familiennamen annehmen, damit sie den gleichen Namen wie alle ihre Kinder hat.
Ich bin aber nicht damit einverstanden, dass unsere Kinder meinen Namen ablegen, da uns dieser als einziges Merkmal nach außen verbindet. Ich denke auch, dass meine Ex dies nicht durchsetzen kann.
Nun hat sie aber die Idee, unseren Kindern einen Doppelnamen (bisheriger Name + Name des zukünftigen Mannes) zu geben und ist sich sicher, dass dies kein Problem ist, auch wenn ich nicht zustimme.
Ich möchte auf gar keinen Fall, dass meine Kinder den Namen des Zukünftigen erhalten, weder als Einzel- noch als Doppelname. Wenn sich die beiden auch wieder trennen würden, hätten die Kinder einen Namen von jemanden, mit dem sie rein verwandtschaftlich überhaupt nichts zu tun haben.
Mein Frage: Wie wahrscheinlich ist es, dass meine Exfrau mit ihrer Forderung auf einen Doppelnamen für unsere Kinder durchkommt?
Könnte nicht die Begründung schwerer wiegen, dass es viel einfacher und sinnvoller wäre, wenn sie selbst einen Doppelnamen annimmt? Dann wäre allen Kindern gedient, denn sie trägt den Namen aller ihrer Kinder.
Sie lehnt das ab, weil sie persönlich meinen Namen nicht mehr tragen will, aber sollte es nicht dem Kindeswohl dienlicher sein, wenn ein Erwachsener seine persönlichen Befindlichkeiten zurückstellt?

Anmerkung: Unsere Kinder hat meine Exfrau mittlerweile schon insoweit beeinflusst, dass sie behaupten, einen Doppelnamnen unbedingt zu wollen. Spielt das vor Gericht auch eine Rolle oder wird hier schon Rücksicht darauf genommen, dass die Kinder in diesem Alter natürlich von dem Elternteil, bei dem sie leben, maßgeblich in ihrer Entscheidungsfindung beeinflusst werden und daher kaum eine eigene, bewusste Entscheidung anzunehmen ist.

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Sehr geehrter Ratsuchender,


Ihre geschiedene Ehefrau kann keinesfalls ohne Ihre Zustimmung den Familiennamen der Kinder ändern lassen, da Ihnen die elterliche Sorge nach Ihren Angaben gemeinschaftlich zusteht und außerdem deshalb, weil die Kinder Ihren Familiennamen tragen.

Grundsätzlich können zwar neu verheiratete Eheleute den in die Ehe gebrachten nicht gemeinschaftlichen Kindern ihren Ehenamen erteilen.
Möglich ist auch die Erteilung eines Doppelnamens aus dem bisherigen Namen des Kindes und dem Familiennamen der jetzigen Ehegatten.
In beiden Fällen ist Ihre Zustimmung aber gleichermaßen erforderlich.

Ab dem fünften Lebensjahr des jeweiligen Kindes muss sogar das Kind noch einwilligen. Dies allein ist aber auf gar keinen Fall ausreichend, um eine Einbenennung wirksam vor dem Standesbeamten erklären zu können.

Die Rechtslage ist insofern eindeutig und ergibt sich aus § 1618 BGB. Sie können die Vorschrift durch anklicken der unterstrichenen Zitierung aufrufen und nachlesen.

Beachtliche Gründe, aus denen es zum Wohl der Kinder erforderlich und ausnahmsweise angezeigt wäre, Ihre Zustimmung durch das Familiengericht nach § 1618 Satz 4 BGB ersetzen zu lassen, sind hier nicht ersichtlich.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen bei Ihrem Rechtsproblem weiterhelfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
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