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Doppelbesteuerung Deutschland - SchweizDoppelbesteuerung Deutschland - Schweiz


20.12.2006 09:33 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Doppelbesteuerung Deutschland - Schweiz

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich eine Frage , die mir bis jetzt keiner richtig beantworten konnte!! Aus diesem Grund suche ich Hilfe bei einem Anwalt/in der diese Frage auch beantworten kann.
Mein Mann arbeitet seit 2 Jahren(mit kleinen Unterbrechungen, es sind aber im Jahr immer ca. 8 Monate in denen er arbeitet) in der Schweiz . Er ist dort auch angemeldet, hat aber seinen Erstwohnsitz in Deutschland.Er zahlt seine Steuern in der Schweiz,in Deutschland keine mehr. Nun bin ich im Erziehungsurlaub und habe kein eigenes Einkommen.Ab dem 01.02.07 muß ich aber wieder bei meinem alten Chef anfangen, da Erziehungsurlaub zu Ende. Ich habe 949€ brutto verdient dass waren immer ca. 749€ netto. Nun kann ich die 2 Kinder von der Steuerkarte meines Mannes nehmen und auch die Steuerklasse 3, da er ja keine Steuerkarte benötigt(ist dies richtig?).
Nun zu meiner eigentlichen Frage: Muß mein Mann dann in Deutschland eine Steuererklärung machen, da ich mehr als 400€ verdiene oder kann man eine getrennte Veranlagung machen?Da wir im Juni in die Schweiz ziehen, ganz weg von Deutschland, ist die Frage,wenn es zur Besteuerung in Deutschland kommt, muß ich nämlich kündigen, da ich sonst jeden Monat draufzahlen muß(Tagesmutter, Benzin, etc.)
Ich wäre über eine rasche Antwort sehr dankbar
Eingrenzung vom Fragesteller
20.12.2006 | 09:38
Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt.

Die Möglichkeit Ihres Mannes sein Gehalt in der Schweiz trotz Erstwohnsitz in Deutschland versteuern zu lassen ergibt sich aus Art. 15 Abs. 1 des DBA Schweiz/Deutschland.

Hinsichtlich der Veranlagung von Eheleuten gilt ein Wahlrecht. Ehegatten werden dann getrennt veranlagt, wenn einer der Ehegatten die getrennte Veranlagung wählt. Die Wahl kann beim Finanzamt schriftlich abgeben werden. Sie können bei der Abgabe Ihrer Steuererklärung auf der ersten Seite des Mantelbogens die getrennte Veranlagung wählen.

Hinsichtlich der Übertragung der Freibeträge auf Sie steht Ihnen bei der Veranlagung zur Einkommensteuer nach § 32 EStG für jedes zu berücksichtigende Kind der Kinderfreibetrag und ein Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf zu, die bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens abgezogen werden.

Im Rahmen der gemeinsamen Veranlagung der Ehegatten verdoppeln sich diese Freibeträge. Da Sie eine getrennte Veranlagung beabsichtigen würden Sie somit nur den jeweils einfachen Freibetrag in Anspruch nehmen können.

Inwieweit Ihr Mann dann eine eigene Steuererklärung abgeben muß, vermag ich aus Ihren Angaben nicht zu beurteilen, z.B. wenn noch weitere Einkünfte in Deutschland erzielt werden. Jedenfalls hat diese Steuererklärung dann keinen Einfluß auf Ihre Steuererklärung.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 21.12.2006 | 09:12

Erstmal vielen Dank für die Antwort. Hat uns schon ein wenig weiter geholfen. Ich kann also die Steuerklasse 3 wählen oder muß ich eine andere nehmen? Ein Steuerberater(es kostete uns 480€)hat uns schon einmal beraten und gemeint ich muß die Steuerklasse 1 wählen, wenn mein Mann keine Steuern in DE bezahlt. Ich ging immer davon aus, bei Verheirateten muß die Summe immer 8 ergeben. Also 4 4 oder 3 5.Oder ist das bei getrennter Veranlagung anders gelagert? Mein Mann hat noch eine BG-Rente von 269€ im Monat (Unfall). Das wäre das einzige Einkommen , was er zur Zeit in DE bezieht. Muß man dies bei der Steuererklärung angeben, ich denke , wir haben es nie angeben müssen, da weniger wie 400€. Das hat eben alles unser Steuerberater gemacht!
Ich würde mich über eine nochmalige Antwort freuen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.12.2006 | 10:22

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:

1. Die Steuerklassen bei Ehegatten

Steuerklasse I gilt für ledige und geschiedene Arbeitnehmer sowie für verheiratete Arbeitnehmer, deren Ehegatte im Ausland wohnt oder die von ihrem Ehegatten dauernd getrennt leben. Verwitwete Arbeitnehmer gehören ebenfalls in die Steuerklasse I, wenn der Ehegatte vor 2006 verstorben ist.

Steuerklasse III gilt für verheiratete Arbeitnehmer, wenn beide Ehegatten im Inland wohnen, nicht dauernd getrennt leben und der Ehegatte des Arbeitnehmers keinen Arbeitslohn bezieht oder Arbeitslohn bezieht und in die Steuerklasse V eingereiht wird. Verwitwete Arbeitnehmer gehören nur dann in Steuerklasse III, wenn der Ehegatte nach dem 31. Dezember 2005 verstorben ist, beide am Todestag im Inland gewohnt und nicht dauernd getrennt gelebt haben.

Da Ihr Ehemann seinen Wohnsitz in Deutschland hat, gilt für Sie die Steuerklasse III.

Gem. § 3 Abs. 1 EStG sind Renten aus einer gesetzlichen Unfallversicherung steuerfrei. Insoweit besteht hinsichtlich der BG-Rente keine steuerpflicht.

MIt besten Grüßen

RA Schröter

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