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Doppel account nutzung auf vermutung folgte gebühren belastung

07.04.2009 09:20 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Sonja Richter


Guten Tag,


und zwar hat meine mittlerweile Ex-Frau bei einer wettbörse namens Betfair(.de/com) vor ca 3 jahren angefangen zu "spielen" dort war sie nach einiger zeit sehr erfolgreich und hat das wissen meinem Sohn weiter gereicht da Sie dort mit dem Spielen aufgehoert hat(wegen Ihrer Firma).
Dieser hat sich anschließend bei Betfair vor etwa 5? monaten angemeldet und ebenfalls sehr erfolgreich gespielt jedoch aus privaten gründen aufgehört da ihm der stress u. a. zu groß war.

Mein Sohn zeigte mir noch einen monat bevor er aufgehört hat wie das "gewinnen" funktioniert und darauf hin habe ich mich ebenfalls vor ca. 2 Monaten dort angemeldet und mit dem "spielen" angefangen.

Nun muss man seit September 2008 jedoch eine Premium Gebühr bezahlen dessen bedingungen folgende sind:
"
Premium-Gebühren können für Sie nur anfallen, wenn Sie innerhalb der letzten 60 Wochen folgende Kriterien erfüllt haben:
Ihr Konto weißt Profit auf;
Die Summe Ihrer Gesamtgebühren beträgt weniger als 20% Ihres Bruttoprofits; und
Sie haben auf mehr als 250 Märkten gewettet.
Die Wahrscheinlichkeit, dass für Sie Premium-Gebühren anfallen wird durch zwei weitere Bedingung verringert:
Ein etwaiger Einzelgewinn, der mehr als 50% Ihres Bruttoprofits innerhalb der letzten 60 Wochen ausmacht, bleibt bei der Berechnung der Premium-Gebühren unbeachtet; und
Jeder Kunde erhält für die Periode von 60 Wochen einen Freibetrag vom £1,000 der bei der Berechnung der Premium-Gebühren ebenfalls unberücksichtigt bleibt.
Kunden, die alle oben aufgeführten Bedingungen erfüllen, wird wöchentlich der jeweils geringere der folgenden Beträge in Rechnung gestellt:
Die Differenz zwischen 20% der Bruttoprofits der vorherigen Woche und der Gesamtsumme der in dieser Woche gezahlten Gebühren; und
Die Differenz zwischen 20% der Bruttoprofits der vergangenen 60 Wochen und der Gesamtsumme der in diesem Zeitraum gezahlten Gebühren. "

Mein Frau hat die premium gebühr eta 2 male gezahlt bevor sSie aufgehört hat und mein Sohn hat etwa 250 märkte bewettet und wie o. g. aus Privaten gründen aufgehört das war für ihn eine art ziellinie (die 250 märkte zu bewetten bevor die gebühr eintritt)


Nun zu meinem Problem:

Jetzt hat Betfair einen zusammenhang zwischen den accounts "festgestellt/vermutet" und brummt mir die Gebühren der vorherigen 2 accounts auf (meiner Ex-Frau und von meinem Sohn) welche sich auf eine summe von xx.xxx,xx belaufen.

Diese Accounts wurden alle am Freitag eingefroren (suspendet) und am Montag 07.04.09 wieder freigeschaltet und von meinem Online Wettkonto Guthaben xx.xxx,xx abgezogen.

Nun frag ich mich ob das wirklich rechtens ist da ich
1.Noch nicht von dieser Gebühr betroffen bin nach deren bedingungen (Keine 250 märkte bewettet)
2. Jedes meiner familien mitglieder im eigenen Wirtschaftlichen interesse handelt/gehandelt hat.

mein Sohn ist vor etwa 3 monaten zu mir gezogen und hat in meinem hause gewettet ueber meine Internet verbindung als er aufgehört hat habe ich seinen PC fuer das Spielen genutzt da er schon entsprechende Software dort installiert hatte.


Ich hoffe, dass mir jemand helfen kann ich moechte das Geld wieder haben schließlich kann es ja nicht angehen das ich fuer meinen Sohn und meine Ex-frau aufkommen muss.

Liebe Grueße

P.S. bitte informieren Sie sich ueber die Firma und dessen AGBS (falls die rechtens sind)denn diese sitzt in England hat aber auch einen sitz auf Malta...

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage der mir vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Sie erfüllen die Voraussetzungen für die Berechnung der Premium-Gebühr nach eigener Darstellung bisher noch nicht. Die Berechnung der Premium-Gebühr ist daher unberechtigt.

Nach Ihrer Darstellung ist jedoch davon auszugehen, daß der Anbieter vermutet, daß Sie gemeinsam mit Ihrer Ex-Frau und Ihrem Sohn versuchen, die Regeln des Anbieters zu umgehen, um die Premium-Gebühr zu sparen. So geht der Anbieter mutmaßlich davon aus, daß es sich jeweils um denselben Spieler handelt, der unter verschiedenen Accounts sein Glück versucht. Wenn ein Spieler durch die Anlage verschiedener Accounts versucht, sich berechtigten Forderungen des Anbieters zu entziehen, kann er sich hierdurch schadensersatzpflichtig machen. Der Schaden bestünde dann in den entgangenen Premium-Gebühren.

Da es sich in Ihrem Fall jedoch tatsächlich um drei verschiedene Personen und nicht um einen Umgehungsversuch handelt, ist auch eine etwaige Schadensersatzforderung des Anbieters unbegründet.

Sie sollten den Anbieter unter Fristsetzung auffordern, Ihnen die zu unrecht berechneten Premium-Gebühren zu erstatten. Wenn diese Frist ergebnislos verläuft, wäre ggf. die Hinzuziehung anwaltlicher Hilfe geboten. Hierzu stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Sonja Richter
- Rechtsanwältin -

Nachfrage vom Fragesteller 07.04.2009 | 10:03

Danke,

jedoch ist mir dies schon klar das es nicht rechtmäßig ist.

Ich meochte aber wissen wie hoch meine Erfolgschancen bei einem eventuellen verfahren waeren und wie dieses gehandhabt wird?

Geht solch ein verfahren rein schriftlich von statten o. sind besuche nach England nicht auszuschließen.

Des Weiteren moechte ich nun nicht meine Ex-frau und meinen Son damit belasten denn das ist auch ein Freizeit faktor sowie mit "stress" verbunden.

Gibt es keine paragraphen auf die ich zurueck greifen kann ohne rechtliche schritte einleiten zu muessen.

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.04.2009 | 10:50

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie Ihre Rechte durchsetzen wollen, läßt sich die Einleitung rechtlicher Schritte nicht vermeiden, falls die Gegenseite nicht freiwillig Ihre Forderungen erfüllt. Paragraphen, die zu einer Rechtsdurchsetzung ohne rechtliche Schritte führen, gibt es nicht.

Wenn Sie Ihre Ex-Frau und Ihren Sohn nicht belasten wollen, sinken Ihre Chancen. Immerhin können Sie durch Einbeziehung dieser beiden belegen, daß hier keine Umgehung vorliegt, sondern tatsächlich drei verschiedene Personen den Service genutzt haben. Wenn Sie dagegen Ihre Ex-Frau und Ihren Sohn als Zeugen benennen können, haben Sie nach einer ersten Einschätzung gute Erfolgaussichten.

Es bleibt bei meinem Vorschlag, den Anbieter zunächst unter Fristsetzung zur Rückzahlung aufzufordern. Anhand der Reaktion des Anbieters können Sie dann erkennen, ob ein "harter Kampf" zu erwarten ist oder eine vergleichsweise Regelung verfolgt werden kann. Erst dann sollten Sie über weitere Schritte nachdenken.

Mit freundlichen Grüßen

Sonja Richter
- Rechtsanwältin -

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