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Dokumentenanforderung einer alten Abteilung nach gewünschter Versetzung

18.03.2016 15:33 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren, meinem Versetzungswunsch in eine neue Abteilung aufgrund Unstimmigkeiten mit meiner direkten Vorgesetzten ist eine Abteilungsleiterin nachgekommen. Die neue Arbeitsstelle entspricht meinen Vorstellungen und mein direkter Vorgesetzter ist sehr zufrieden.
Nach einem halben Jahr meldet sich meine alte Abteilung bei mir per Mail, dass ein Ordner auf einem Laufwerk fehlt mit gescannten Dokumenten. Leider verfüge ich über diese Dokumente nicht mehr, da ich in der neuen Abteilung zwischenzeitig mehrere Profilsicherungen vornehmen musste aufgrund Schreibtischwechsel. Die Speicherkapazität für umfangreiche Daten ist ohnehin sehr beschränkt. Ich möchte darauf hinweisen, dass kein Laufwerk für eine Hinterlegung vereinbart worden war. Nun verlangt von mir, in persönlichen Archiven zu suchen und einen Link zur Verfügung zu stellen. Eine Recherche kostet mir zusätzlich Zeit, die ich nicht aufbringen kann und will. Darüber hinaus ist die angefragte Datei für mich nicht mehr auffindbar. Diese war auch nicht Bestandteil einer Arbeitsübergabe. Welche rechtlichen Konsequenzen könnten sich aus der Anfrage der alten Abteilung ergeben? Es handelt sich hierbei nicht um Sicherheitsdaten oder wichtige Dokumente, sondern nur um erfasste veraltete Dokumente, nach denen 1 x in 5 Jahren die Rechtsabteilung nachfragen "könnte". Aber auch von dort lehnte die Abteilungsleiterin eine Übernahme der Dateien direkt ab. Zudem liegt keine spezielle Anfrage von der alten Abteilung vor. Es wurden etliche Mails an mich versendet mit Termineinstellungen für eine nachträgliche Übergabe. Ich fühle mich bedrängt ohne dass eine konkrete Anfrage nach einem Dokument vorliegt und möchte ungestört meiner neuen Arbeitsaufgabe nachgehen. Was kann ich ggf. unternehmen, um das abzusichern?
Vielen Dank!
18.03.2016 | 16:29

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

ein Arbeitnehmer muss er generell vor dem Löschen geschäftlicher Daten prüfen und insoweit nachfragen, ob sein Arbeitgeber mit einer Löschung einverstanden ist.

Elektronische Daten/Dateien mit geschäftlichen/arbeitsvertraglichen Bezug, sind nicht anders zu behandeln als sonstige Geschäftsunterlagen des Arbeitgebers.Geschäftliche Daten dürfen daher nur gelöscht bzw. vernichtet werden dürfen, wenn dies vom Arbeitgebers ausdrücklich angeordnet oder vorab gestattet wurde.

Soweit Ihre Festplatte oder das sonstige Speichermedium ausgeschöpft gewesen ist, um weitere Daten zu speichern, hätten Sie vor Löschung der Daten bei Ihrem Arbeitgeber entweder die Zurverfügungstellung weiteren Speicherplatzes anfragen oder die Löschung der alten Daten genehmigen lassen müssen.Möglich wäre auch noch gewesen die Daten auf ein anders Speichermedium der alten Abteilung zu überspielen.

Ich bin allerdings kein Strafrechtler und ich möchte Ihnen jetzt auch keine Angst machen, aber bei der unerlaubten Löschung von Daten könnten die Straftatbestände des § 303 a StGB und des § 303 b StGB erfüllt sein. Ob die Staatsanwaltschaft dies bei einer Anzeige tatsächlich verfolgt, kann ich nicht beurteilen.

In Ihrem Fall werden eher - soweit die alte Abteilung nicht locker lässt - arbeitsrechtliche Verantwortlichkeiten und Konsequenzen eine Rolle spielen. Möglich wäre hier zumindest eine Abmahnung, Je nach Schwere und Gewicht der Datenlöschung käme sogar eine fristlose Kündigung in Betracht. Zudem müssten Sie eventuell auch mit Schadenersatzforderungen rechnen, soweit Ihr Arbeitgeber durch die Löschung einen Schaden erlitten hat oder zukünftig erleidet.

Möglichkeiten einer nachträglichen Absicherung sehe ich derzeit nicht. Soweit die Rechtsabteilung die Übernahme der alten Daten verweigert hat, könnte man als Entschuldigung eventuell von einer konkludenten Genehmigung der Löschung ausgehen. Hierzu fehlen mir allerdings genauere Angaben im Sachverhalt zur Ablehnung der Daten und zur Hierarchie der Rechtsabteilung zur alten Abteilung

Ich hoffe die Ausführungen haben Ihnen etwas geholfen.

Mit freundlichen Grüßen
RA Thomas Böttcher
Fachanwalt für Arbeitsrecht


ANTWORT VON

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