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Direktversicherung Kündigung - Gibt es tatsächlich keine Möglichkeit den Vertrag zu kündigen?


| 25.06.2006 10:20 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Sehr geehrte Damen und Herren,
im Dezember 1995 wurde ich von meinem damaligen ARG überredet, eine Direktversicherung per Gehaltsumwandlung (145,-€, monatliche Zahlung) bei MLP abzuschließen. So fern ich informiert bin, auch die 20% Pauschalsteuer von meinem Gehalt bezahlt wurde.
Vers.-Beginn : 01.12.1995 ; Vers.-Ende: 01.12.2018
Zwischenzeitlich hat ein Versicherungsnehmerwechsel stattgefunden (13.02.2003). Nach ein paar Monaten hat der neue ARG leider Insolvenz angemeldet und ich wurde damit automatisch zum Versicherungsnehmer.
Als Arbeitsloser habe ich vorerst den Vertrag stillgelegt (01.05.2003 – 31.10.2003). In dieser Zeit wurde ich vom Versicherer gebeten, den Vertrag auf rein privater Basis fortzuführen, um Vorteile einer Lebensversicherung nicht zu verlieren.
Dies habe ich dann mit einem geminderten Beitrag (100,- €) ab dem 01.12.2003 getan.
Obwohl ich noch in 2003 einen neuen Job bekommen habe, habe ich mich nicht mehr auf eine Übertragung des Versicherungsnehmers auf das neue Unternehmen eingelassen, um eventuell aus dem Vertrag rauszukommen. Die finanziellen Nachteile waren mir bewusst, die Möglichkeit selbst zu entscheiden war mir wichtiger.
Nachdem die Verwaltung der MLP immer unsichtiger wurde und mein eingezahltes Geld weit den aktuellen Kontostand überstieg habe ich versucht, den Vertrag zu kündigen.
Die MLP behauptet, ich habe keine andere Wahl als bis 2018 zu warten, da der Vertrag ursprünglich als eine Direktversicherung abgeschlossen wurde.
Es kann nicht sein, man wird das ganze Leben finanziell bestrafft, nur weil man vor Jahren zugestimmt hat, aus eigenem Gehalt ein Teil als Altersvorsorge zu verwenden. Letztendlich hat weder der ARG noch der Staat was investiert.
Fragen:
1. Gibt es tatsächlich keine Möglichkeit den Vertrag zu kündigen?
2. Wenn nicht, was bleibt mit übrig, um meine Verluste zu minimieren?
Vielen Dank für Ihre Hilfe.

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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen wie folgt beantworte:

Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Lebensversicherung kann man eine Direktversicherung nicht vorzeitig kündigen, denn gemäß BetrAVG dient der Vertrag zur Altersversorgung. Auch der im Fernsehen derzeit mit diversen Werbespots propagierte Verkauf von Versicherungen lässt sich auf Direktversicherungen nicht anwenden.

Wechselt man den Arbeitgeber, dann gibt es drei Möglichkeiten:

Der neue Arbeitgeber übernimmt den Versicherungsvertrag, oder man zahlt die Prämie aus eigener Tasche weiter, oder
man stellt die Versicherung beitragsfrei.

Finanziell kann es durchaus sinnvoll sein, den Vertrag nach dem zwölften Versicherungsjahr beitragsfrei zu stellen und eventuell bei einem anderen Anbieter einen neuen abzuschliessen, was jedoch ein "Rechenexempel" ist, von einem seriösen Finanzdienstleister jedoch ohne weiteres geleistet werden kann. Über diese Alternative gibt es die grundsätzliche Möglichkeit, Ihre Absicherung neu zu strukturieren- ob es finanziell auch Sinn macht, kann Ihnen ein wie gesagt ein seriöser Finanzdienstleister ausrechnen.

Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine erste Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.06.2006 | 00:25

Sehr geehrter Herr Jeromin,
vielen Dank für die prompte Antwort.
Ich wünsche mir keinen neuen Vertrag, für mein Alter habe ich schon vorgesorgt. Ich würde eher für die Stilllegung nach 12 Jahren der Laufzeit tendieren.
Frage:
- Kann ich bis dahin wenigstens die monatliche Prämie auf ein mögliches Minimus herabsetzen?
- Der Vertrag war schon in der Zeit 1.5.03 - 1.12.03 stillgelegt. Spielt das keine Rolle für die 12 jährige Laufzeit, so dass ich ihn ab 1.12.07 diesmal für immer stilllegen könnte?
Dank & Gruß im voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.06.2006 | 11:50

Sehr geehrter Fragesteller,


Sie können theoretisch bereits jetzt die Beitzragsfreistellung beantragen, ob dies jedoch vor Ablauf von 12 Jahren Beitrsgzeit steuerrechtlich sinnvoll ist, kann ich von hier ohne Kenntnis aller Einzelumstände nicht beurteilen. Eine Beitragsreduzierung bis dahin ist grundsätzlich nicht vorgesehen, vielleicht besteht aber die Möglichkeit einer individuellen Vereinbarung mit MLP, die schließlich ein gewisses Interesse daran haben, Ihr Geld (und zwar möglichst viel davon) zu verwalten und anzulegen.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

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