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Direktversand, Dropshipping aus China: Zoll, Umsatzsteuer etc.

15.09.2010 00:08 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.


Hallo lieber Helfende,
Aufgrund des Kleinunternehmerstatus gem. § 19 UStG habe ich 2009 keine Umsatzsteuer erhoben.Nun überstreitet mein Umsatz die 17500 Marke und ich muss die Umsatzsteuer erheben. Bezug nehmend auf Rechtsanwalt Dipl.-Finanzwirt Reinhard Schweizer http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=28765&, ist es so, dass beim Dropshipping (Versand der Ware aus China, direkt zum Kunden), keine Umsatzsteuer erhoben werden darf? Wie erkläre ich diese Ausnahmeregelung dem Finanzamt? Mache ich jetzt wie gewohnt weiter, wie bei der Kleinunternehmerregelung. Jedoch wurde mir vom Steuerberater gesagt, ich solle in meinen Preisen die Mehrwertsteuer extra ausweisen? Aber ich bekomme diese ja nicht verrechnet, da ja die Zollgebühren etc. den Kunden zu lasten kommen?
Viele liebe Grüße

Sehr geehrter Fragesteller:

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten:

Ich sehe die Lage anders:

Wie ich den Sachverhalt verstanden habe, werden die Waren vom chinesischen Exporteur direkt an Ihren Kunden versandt.

Übernimmt er die Abfertigung zum freien Verkehr, greift die Ausnahme der Ausnahme ein: § 3 Abs. 8 UStG besagt, dass entgegen § 3 Abs. 6 S. 6 UStG als Ort der Lieferung nicht das Ausland, sondern Deutschland gilt. Weil der Exporteur in China auf Grund der indirekten Vertretung durch den Spediteur (Art. 5 Abs. 2 Zollkodex) gemäß Art. 201 Abs. 2 Zollkodex (auch) Schuldner der Einfuhrumsatzsteuer ist, gilt der Ort der Lieferung nach § 3 Abs. 8 UStG als im Inland gelegen. Die Lieferung des Exporteurs an Sie ist daher im Inland steuerbar und steuerpflichtig (Sölch/Ringleb, Umsatzsteuer, § 3, Rn 494, 63. Auflage April 2010.)

Die Lieferung von Ihnen an den Kunden wird nach § 3 Abs. 7 Satz 1 UStG technisch dort ausgeführt, wo sich der Gegenstand zurzeit der Verschaffung der Verfügungsmacht befindet. Die Lieferung wird danach im Ort des Kunden und damit im Inland erbracht. Sie ist auch steuerbar und steuerpflichtig, mit der Folge, Sie müssen USt ausweisen und abführen.

Vereinbaren Sie aber mit dem Exporteur "unverzollt und unversteuert" ist nach § 3 Abs 6 Satz 6 UStG diese Lieferung nicht in Deutschland steuerbar: dies gilt aber nur für die "fiktive" Lieferung vom Exporteur an Sie. Die nachfolgende Lieferung von Ihnen an den Kunden ist nach § 3 Abs. 7 Satz 2 Nr. 2 UStG im Inland steuerbar und steuerpflichtig und daher trifft mE die Aussage Ihres Steuerberaters ein: Sie müssen die USt ausweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 15.09.2010 | 02:19

Vielen Dank für die hilfreiche und schnelle Antwort.
Die Ware ist im Inland steuerbar und steuerpflichtig.
Ich gehe davon aus, dass ich nun eine Zollnummer benötige um die Waren anzumelden und um Zollgebühren+Umsatzsteuer zu zahlen?
Der Wert der Ware beträgt des öfteren aber unter 22€ sodass doch keine Umsatzsteuer bezahlt werden muss?
Werden meine Kunden mithilfe der Zollnummer keine Probleme mit der Verzollung haben, sodass ihnen die üblicherweise anfallenden Zollgebühren und Umsatzsteuer erspart bleiben, sodass diese nicht doppelt belastet werden(Rechnung+Zoll)?
Rentiert sich da mein Geschäft noch wenn ich bisher einen Umsatz bei der Kleinunternehmerregelung hatte von ca. 20.000€ habe und Ausgaben von ca.16000€ im Jahr wenn ich noch 19%Umsatzsteuer zahlen muss? (Tut mir leid, wenn die Frage unsinnig ist, ich kenne mich mit der Umsatzsteuerverrechnung bezüglich Zollkosten+Umsatzsteuer nicht aus)
vielen Dankf für Ihre sehr hilfreiche Antwort im Voraus!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.09.2010 | 02:42

Sehr geehrter Fragesteller,

bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die kostenlose Nachfrage Funktion nicht für weitere 4 Fragen beansprucht werden kann, insbesondere unter Berücksichtigung des von Ihnen angebotenen Einsatzes .

Abgesehen davon wird Ihnen in Ihrem Fall eher ein Unternehmensberater hilfreicher sein als ein Anwalt.

Mit freundlichen Grüßen

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