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Dienstwagennutzung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte


| 24.04.2007 08:31 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



Genaue Bemessungsgrundlage gemäß §8 Abs. 2 Satz 2 und 3 EStG

Wert Fahrzeug: 30.000€
Entfernungskilometer vom Wohnsitz zur Arbeitsstätte (einfache Fahrt) 300 km.

Wenn ein Dienstwagen auch für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte genutzt werden kann, erhöht sich der pauschale Wert des geldwerten Vorteils für jeden Entfernungskilometer um weitere 0,03% des Listenpreises.

Für den Monat x waren es 4 Fahrten und für den Monat y 1 Fahrt. Wie berechnet sich der genaue pauschale Wert.

1. Pauschal über die Lohnsteuer, also inklusive geldwerter Vorteil gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG.

Ich brauche die genaue Berechnung für 2 Monate wie angegeben.

Vielen Dank!





Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben und Einsatzes beantworten möchte:

Für den Veranlagungszeitraum 2007 errechnet sich der geldwerte Vorteil nach derzeit geltender Gesetzeslage für zwei Monate wie folgt: (vgl. auch Niermann, DB 2007 S. 17 – Tz. 6 unter Berufung auf BMF v. 01.12.2006, BStBl 2006 I S. 778)

Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte:

30.000,00 € x 0,03 % x 300 km x 2 Monate = 5.400,00 €
Pauschalierungsmöglichkeit mit 15 %:
5 Arbeitstage x 280 km (300 km abzgl. 20 km) x 0,30 € = 420,00 €
verbleibender Betrag 4.980,00 €

Privatfahrten: 1 % von 30.000,00 € x 2 Monate 600,00 €

Geldwerter Vorteil insgesamt 5.580,00 €

Der geldwerte Vorteil in Höhe von insgesamt 5.580,00 € ist individuell über die Lohnsteuerkarte des Arbeitnehmers zu versteuern.

Verfahrensrechtliche Hinweise zur möglichen Verfassungswidrigkeit der Entfernungspauschale („Kürzung um 20 km“) gibt z. B. die OFD Münster (Vfg. v. 15.03.2007, DStR 2007 S. 625).

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.


Nachfrage vom Fragesteller 24.04.2007 | 10:14

Sehr geehrter Herr Schweizer,

vielen Dank für Ihre Antwort. Mir geht es nur um die pauschale Ansetzung für die 5 Fahrten und müsste das über die Lohnsteuer geltend gemacht werden? Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.04.2007 | 10:28

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Ja, es handelt sich um einen geldwerten Vorteil von monatlich 2.700,00 €, der dem Lohnsteuerabzug zu unterwerfen ist.
Macht der Arbeitgeber hingegen von der Pauschalierungsmöglichkeit (15 %) Gebrauch, sind als geldwerter Vorteil gem. oben aufgeführter Berechnung für den Monat X (4 Tage) 2.364,00 € und für den Monat Y (1 Tag) 2.616,00 € anzusetzen.

Mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

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