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Dienstwagen zur privaten Nutzung - Berechnung des geldwerten Vorteils


25.07.2007 19:40 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



Mein Arbeitgeber möchte mir einen Dienstwagen stellen.
Hierzu sollen 220 € vom Bruttogehalt einbehalten werden(Gehaltsverzicht). Zusätzlich sollen 190 € als "Nutzungsentgelt" für Kraftstoffkosten etc. entrichtet werden. Die Besteuerung soll nach der 1% Methode erfolgen. Der dem Bruttgehalt aufzuschlagende geldwerte Vorteil würde ca. 370 € betragen.

Frage:
Mindert der Betrag in Höhe von 220 € und das Nutzungsentgelt von 190 € den anzusetzenden geldwerten Vorteil (also 370 € - 220 € - 190 € = anzusetzender GWV) wenn beide selbst getragenen Komponenten vom Arbeitgeber vom Bruttogehalt abgezogen werden?

Oder anders, welche Variante ist korrekt:
angenommenes Bruttogehalt = 4600 €
a)
4600 € Bruttogehalt
./. 220 € Gehaltsverzicht
./. 190 € Nutzungsentgelt
+ (370 - 190 € - 220) € = 0 € geldwerter Vorteil
= 4190 € zu versteuerndes Einkommen

b)
4600 € Bruttogehalt
./. 220 € Gehaltsverzicht
./. 190 € Nutzungsentgelt
+ 370 € geldwerter Vorteil
= 4560 € zu versteuerndes Einkommen

Falls b) de richtige Rechnung ist, unter welchemn Voraussetzungen kann ich ein Nutzungsetgelt in diesem Falle vom geldwerten Vorteil abziehen?

Vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Die Variante b) ist die richtige Berechnungsweise.

Zu dem von Ihnen geschilderten Problem hat der BFH (Urt. v. 07.11.2006, BStBl 2007 II S. 269) erst kürzlich die Auffassung der Finanzverwaltung (R 31 Abs. 9 Nr. 4 LStR) bestätigt.
Danach sind vom Arbeitnehmer vereinbarungsgemäß gezahlte Nutzungsvergütungen (und nur diese!) von dem 1 % - Wert in Abzug zu bringen, denn insoweit fehlt es an einer entsprechenden Bereicherung des Arbeitnehmers.
Der Gehaltsverzicht mindert den geldwerten Vorteil demnach nicht.

Die vereinbarten Nutzungsvergütungen sind dabei nach Auffassung des BFH ZWINGEND in Abzug zu bringen, ohne dass weitere Voraussetzungen erfüllt sein müssen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

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