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Dienstwagen und Mehrwertsteuererhöhung


25.10.2005 09:39 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Gute Tag!

Ich beabsichtige in Kürze einen Neuwagen als Dienstwagen zu bestellen. Ich bin GF/Gesellschafter einer GmbH. Ich werde das Fahrzeug auch privat nutzen und werde den geldwerten Vorteil über die 1% Regelung abrechnen, bei der bekanntlich 1% des Listenneupreises inkl. (!) Mehrwertsteuer monatlich angesetzt wird.

Meine Frage betrifft die mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer zum Jahreswechsel. Ich möchte das neue Fahrzeug ab Januar nutzen. Auf den Zeitpunkt der Lieferung und Rechnungsstellung durch den Händler habe ich jetzt noch Einfluß, d.h. ich könnte das Fahrzeug wahlweise im Dezember oder im Januar liefern lassen. Für meine Firma ist die MwSt ein durchlaufender Posten, aber bei der 1% Regelung belastet mich eine höhere MwSt auf der privaten Seite zusätzlich.

Wenn ich mal davon ausgehe, dass die MwSt ab Januar 2006 18% betragen wird, stellt sich für mich folgende Frage: Ist es vorteilhaft, das Fahrzeug noch im Dezember liefern und mit 16% MwSt berechnen zu lassen, oder wird der geldwerte Vorteil sowieso auf die neue MwSt angepaßt? Konkret: Komme ich sozusagen bei der 1% Pauschalierung um die 2%ige MwSt-Erhöhung herum, wenn ich das Fahrzeug noch Ende Dezember bekomme? Und falls ja, ist es dann auch ok, wenn ich das Fahrzeug dann erst Anfang Januar 06 anmelde?
Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst einmal vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese möchte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Überlässt der Arbeitgeber einem Arbeitnehmer ein betriebliches Fahrzeug nicht nur zu dienstlichen Fahrten, sondern auch zur privaten Nutzung, liegt ein geldwerter Vorteil vor, der vom Arbeitgeber dem Lohnsteuerabzug zu unterwerfen ist. Dabei wird die Bemessungsgrundlage für Pauschalbesteuerung (1%-Regelung) wie folgt ermittelt:

- Listenpreis zum Zeitpunkt der Erstzulassung
- Kosten der Sonderausstattung
Anschaffungskosten netto
zzgl. 16 % Umsatzsteuer
Bemessungsgrundlage

Angenommen, der Umsatzsteuersatz erhöht sich zum 01.01.2005, so wäre es für Sie von Vorteil, das Fahrzeug noch im Dezember 2005 zuzulassen. Dann wird in die Bemessungsgrundlage die aktuell geltende Umsatzsteuer eingerechnet. Die einmal ermittelte Bemessungsgrundlage ändert sich dann auch bei einer Umsatzsteuererhöhung für Sie nicht.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sanela Navrboc

Nachfrage vom Fragesteller 25.10.2005 | 11:51

Zunächst danke für die schnelle Antwort.

In Ihrer Antwort meinten Sie statt "01.01.2005" vermutlich "01.01.2006"?

Um sicherzugehen, dass ich Ihre Antwort richtig verstehe: Es wäre also notwendig, für das neue Fahrzeug im alten Jahr (2005) eine Rechnung mit noch 16% MwSt zu erhalten UND das Fahrzeug auch noch in 2005 anzumelden? D.h. Rechnung in 2005 und Anmelden in 2006 ist keine Lösung???

Danke.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.10.2005 | 13:45

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben Recht, es sollte 01.01.2006 lauten.

Auf Ihre Nachfrage:

Für die Zugrundelegung des Steuersatzes von 16 % zählt das Datum der Erstzulassung. D.h. Rechnung in 2005 und Zulassen in 2006 wäre keine Lösung.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtanwältin
Sanela Navrboc

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