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Dienstwagen und Gehaltsverzicht


15.11.2007 12:11 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren

Über meinen Arbeitgeber habe ich ein Fahrzeug gekauft. Dieses bezahle ich mittels Gehaltsverzichts komplett ab (mit allen Betriebskosten wie Versicherung, Benzin, Reparatur, Wartung).

Wie werden nun die Steuern berechne?
Momentan greift die 1%-Regelung. Meines Erachtens rechnet mein Arbeitgeber die Steuern aus dem "normalen" (ohne Gehaltsverzicht) Brutto aus und zieht sie mir dann vom Brutto nach dem Gehaltsverzicht ab.
Ist das so korrekt? Oder wie ist die korrekte Berechnung in so einem Fall?

Das Fahrzeug wurde vom Arbeitgeber geleast und gehört nach Zahlung der Schlussrate in vollem Umfang mir. Wie bereits gesagt, trage ich alle Kosten für das Fahrzeug selbst.

Danke für die Hilfe!
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

ihre Frage möchte ich auf Grundlage ihrer Angaben und unter Berücksichtigung des Einsatzes wie folgt beantworten:

Die Berechung ihres Arbeitgebers scheint in Ordnung zu sein.

Zunächst gehe ich davon aus, dass ihr Arbeitgeber vom Brutto ohne den Gehaltsverzicht die Abgaben (Steuern, Sozialversicherung etc.) berechnet. Anschließend wird der Arbeitgeber von dem dann verbleibenden Nettobetrag den Gehaltsverzicht abziehen.

Bei dem Gehaltsverzicht handelt es sich dabei um nichts anderes, als dass dieser Gehaltsteil anstatt ihnen in bar auszuzahlen durch Zahlung an einen Dritten zur Auszahlung gebracht wird. Dementsprechend ist generell vom Brutto ohne Gehaltsverzicht für die Berechnung der Steuern auszugehen. Das verbleibende Netto wird dann aufgeteilt in zwei Zahlungen (eine an Sie und eine an einen Dritten).

Bei dem von ihnen genutzten Fahrzeug handelt es sich letzlich um ein privates Fahrzeug von Ihnen.

Eine Versteuerung über die 1% Regelung käme nur dann in Betracht, wenn ihr Arbeitgeber im Arbeitsvertrag eine überlassung eines Dienstfahrzeuges einräumt und diesen für Sie kostenlos zur Verfügung stellt. Hierbei hätte Sie dann aufgrund der kostenlosen Nutzung eines Fahrzeuges ihres Arbeitgebers einen Vorteil darin, dass Sie für private (nicht steuerbare) Zwecke ein Fahrzeug bekommen, welches ansonsten (wie bei Ihnen der Fall) Kosten verursacht. Diese Kostentragung für private Zwecke wäre letzlich eine Sachleistung des Arbeitgebers für Ihre Arbeitskraft und ist entprechend als Vergütung zur versteuern.

Für Nachfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

M.Heyne
Rechtsanwalt
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