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Dienstwagen steuerliche Behandlung


07.09.2005 12:00 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Folgender Sachverhalt:
Im Unternehmen befinden sich zwei Fahrzeuge. Diese werden genutzt von verschiedenen Mitarbeitern, einem freiberuflichen Mitarbeiter und vom Geschäftsführer. Dabei ist dem freiberuflichen MA sowie dem Geschäftsführer erlaubt das Fahrzeug privat zu nutzen. Die dienstliche Nutzung überwiegt dabei (ca. 90% der Kilometer).

Was ist die steuerlich günstigste Methode eine vom Finanzamt aktzeptierte Nachweisführung durchzuführen und wie bzw. zu welchen Sätzen erfolgt die Verrechnung der Fahrten des freiberuflichen MA sowie des Geschäftsführers?
Ist die private Nutzung des Freiberuflers steuerlich sinnvoll?

Über Angaben von Paragraphen bzw. Richtlinien wären ich sehr dankbar.

Die private Nutzung des PKW ist sowohl von dem Mitarbeiter wie auch von dem Geschäftsführer nach § 6 Abs. 1 Nr. 4, § 8 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes zu versteuern. Hierfür sind zwei verschiedene Modelle wählbar: entweder muß ein Fahrtenbuch geführt werden, dann erfolgt die Zurechnung der privaten Kosten anteilig gemäß dem im Fahrtenbuch ausgewiesenen Privatanteil. Oder es erfolgt eine pauschale Versteuerung (1% vom Bruttolistenpreis des PKW monatlich zzgl. 0,03% pro Entfernungskilometer für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte). Wird ein Fahrtenbuch geführt, muß dieses bestimmten Anforderungen entsprechen.
Hierzu sind im Fahrtenbuch folgende Angaben zu den dienstlichen Fahrten erforderlich:
* Datum und Kilometerstand zu Beginn und am Ende jeder auswärtigen Tätigkeit,
*Reiseziel und ggf. Reiseroute (bei Umwegen),
*Reisezweck und
* aufgesuchte Geschäftspartner.

Für die privaten Fahrten genügen die Angabe der privat gefahrenen Kilometer und ein Vermerk zu den zwischen Wohnung und Arbeitsstätte gefahrenen Kilometern.

Bei einem dienstlichen Nutzungsgrad von 90% dürfte das Führen eines Fahrtenbuchs in der Regel günstiger sein, allerdings muss jeder selbst entscheiden, ob er dies tatsächlich bei jeder Fahrt so führen will. Wird später bei einer Betriebsprüfung (oder einer Lohnsteueraußenprüfung) festgestellt, daß das Fahrtenbuch nicht vollständig in Ordnung ist, erfolgt eine Nachversteuerung nach der Pauschalmethode.

Desweiteren unterliegen die Privatanteile im Regelfall noch der 16%igen Umssatzsteuer.

Ob die private Nutzung der betrieblichen PKW steuerlich sinnvoll ist, läßt sich pauschal nicht sagen. Hierzu müßte diese steuerliche Belastung verglichen werden mit den Kosten, die z.B. ein zusätzlicher privater PKW verursachen würde.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht
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