Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Dienstwagen: Nettoabzug, obwohl Dienstfahrten Kunden in Rechnung gestellt werden?


28.12.2006 23:00 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Hallo,
habe von der Firma einen Dienstwagen zur geschäftlichen und privaten Nutzung erhalten. Folgende Berechnung wurde beigefügt:
Zahlung des Nutzers für die private Nutzung monatlich:
Brutto-Listenpreis gem. Personenkreis lt. Firma 23.000€
tatsächlicher Bruttolistenpreis 25.000€

Berechnung Nutzungsentgelt 23.000€ davon 0,9% = 207€
zuzüglich Differenzbetrag für Extra-Ausstattung 2.000€
davon 2% = 40€
= 247€
Dieser Betrag wurde vom Nettogehalt abgezogen

Berechnung des geldwerten Vorteils:
1% des Gesamtpreises 250€
minus Zahlung des Nutzers 247€
= 3€
Dieser Betrag wurde auf das Bruttogehalt aufgeschlagen

hier meine Fragen:
- Ist es Richtig, dass keine Fahrtkostenpauschale für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte angesetzt wurde, da ich im Außendienst tätig bin, der Sitzt der Firma jedoch in Frankfurt (Entfernung ca. 50km) befindet.

- Ob die Abrechnung mit 0,9% und 2% für die Extra-Ausstattung richtig ist. Bisher konnte mir noch keiner erklären wie diese Zahlen zustanden kommen.
Fakt ist bei dem Dienstwagen handelt es sich um ein Leasingfahrzeug Laufzeit 36 Monate.

- ich frage mich, ob ein Nettoabzug i.H.v. 247€ nicht zu hoch angesetzt ist, da die Dienstfahrten dem Kunden sowieso in Rechnung gestellt werden und die Privatfahrten einen relativ geringen Umfang betragen.

Vielen Dank im Voraus


Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Die Berechnung des geldwerten Vorteils kann auf zweierlei Weise erfolgen:

1. 1% vom Bruttolistenpreis (Geldwertervorteil) und 0,03% x km Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte.

2. Einzelabrechung durch Führen eines (elektronischen) Fahrtenbuches. Hier werden nur die tatsächlichen privaten Fahrten erfasst.

Hinsichtlich der Entfernungspauschale entfällt diese, wenn die überwiegende Arbeitszeit zu Hause oder bei Kunden vor Ort erbacht wird. Insoweit besteht auf Grundlage Ihrer Schilderung sicherlich die Möglichkeit die Entfernungspauschale nicht anzusetzen.

Die Abrechung mit 0,9 % und 2 % für Extra-Ausstattung ist keine steuerrechtliche Regelung, sondern sicherlich eine interne Regelung Ihres Arbeitgebers, wonach für die private Nutzung ein Nutzungsentgelt erhoben wird. Insoweit läßt sich die Höeh nur nach Prüfung der internen Vorgaben für Dienstwagen nachvollziehen.

Um diese Kostenanteile zu reduzieren bliebe Ihnen nur die Möglichkeit ein entsprechendes Fahrtenbuch zu führen, um die tatsächlichen privaten Nutzungen gegenüber Ihrem Arbeitsgeber darstellen zu können. Hierzu sollten Sie aber im Vorfeld prüfen lassen, ob Sie mit einem Fahrtenbuch wirklich günstiger gestellt sind, als mit den pauschalen Ansätzen.

Hinsichtlich der tatsächlichen Besteuerungsmethode mit Führung eines Fahrtenbuches müssen Sie dies vor dem 01.01.2007 dem Finanzamt mitteilen. Soweit sich im Laufe des Jahres herausstellt, dass die pauschale Besteuerung doch günstiger ist, kann zu dieser pauschalen Besteuerung zurückgekehrt werden, wenn z.B. das Fahrtenbuch nicht mehr fortgeführt wird.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen

RA Schröter
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER