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Dienstreisen verweigern

| 25.02.2014 15:36 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Zusammenfassung: Fragen zu Dienstreisen im Zusammenhang mit Arbeitsunfähigkeit


Sehr geehrte Rechtsanwälte,


Ich arbeite seit über einem Jahren in eine Beratungsunternehmen als Beraterinund bin in einer Hamburger Niederlassung in einen bestimmten Bereich (also einen allgemeinen Bereich wie z.B.: Finanz, Automobil) zugeordnet.
In meinen Vertrag steht drin dass wenn der Arbeitgeber keine Projekte in Hamburg und in meinen Bereich finden kann, so kann er mich einen anderen Projekt soweit die Aufgaben zu meinem Profil passen zuordnen.
Ich habe dazu Private Gesundheitliche Probleme und muss für eine kranken Person (die nach mehreren Monaten vor kurzem wieder arbeiten geht aber noch nicht 100% stabil ist) kümmern.
Die Belastung (mit der Verantwortung für die erkrankten Person) war so groß dass ich vor 3 Monaten selber für mehr als 6 Wochen erkrankt war.
Nun habe ich meine Tätigkeit wieder (seit Anfang des Jahres) aufgenommen und meinen Arbeitgeber die Info mündlich gegeben dass ich leider noch nicht für reisen bereit bin..
Leider habe trotzdem ein Projekt in NRW bekommen wo ich, laut Manager "verpflichtet" bin jede Woche für mehrere Tage hinzureisen obwohl die erste Info eher "Remote" arbeiten hieß (was nun auch bestritten wurde und was ich leider nicht beweisen kann weil es eine Mündliche Absprache mit einer einzigen Person war)...
Ich möchte nun das unternehmen im guten verlassen und alle weiteren Reisen ab ende der Woche ablehnen..

1. Was gibt es für Möglichkeiten (ohne Abmahnung und fristlose Kündigung) die zukünftigen Reisen zu verweigern?

2. Welche Konsequenzen könnte es geben wenn ich ab jetzt keine Reise mehr mache und nur, als entgegen kommen, anbiete Remote zu arbeiten (was Technisch möglich ist)? Würde ich eine Fristlose Kündigung riskieren?

3. Muss ich noch meine Reiseverweigerung aus den besagten Gründen schriftlich meinen Arbeitgeber vorlegen?

Noch eine Info: Ich war bis zum Anfang des Projekts wieder Gesund. Der druck von allen Seiten (Privat und Beruflich) ist heute sehr hoch. Leider bin ich seitdem Psychisch belastet (erstmal wegen hin und her vom Arbeitgeber und auch wegen der nicht stabilen Person für die ich da sein muss und die auf meine Präsenz angewiesen ist), habe mich aber nicht krank gemeldet weil ich mich bis jetzt als eher arbeitsfähig fühle soweit die Voraussetzung (keine Reisen) erfüllt ist...

Vielen Dank und freundliche Grüße


-- Einsatz geändert am 25.02.2014 15:46:15

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Was gibt es für Möglichkeiten (ohne Abmahnung und fristlose Kündigung) die zukünftigen Reisen zu verweigern?

Nach Ihren Angaben waren Sie innerhalb eines Jahres länger als 6 Wochen krank, danach haben Sie Anspruch auf sogen. betriebliches Eingliederungsmanagement nach § 84 Abs. 2 SGB IX. Beantragen Sie dies zunächst formlos bei Ihrem Arbeitgeber mit denen von Ihnen genannten Gründen, insbesondere das die Reisetätigkeit zu neuer Arbeitsunfähigkeit führen wird.

2. Welche Konsequenzen könnte es geben wenn ich ab jetzt keine Reise mehr mache und nur, als entgegen kommen, anbiete Remote zu arbeiten (was Technisch möglich ist)? Würde ich eine Fristlose Kündigung riskieren?

Aufgrund der arbeitsvertraglichen Regelung sind Sie dazu verpflichtet und nach einer Abmahnung kann eine fristlose Kündigung erfolgen, wenn Sie unentschuldigt die Reisen nicht wahrnehmen.


3. Muss ich noch meine Reiseverweigerung aus den besagten Gründen schriftlich meinen Arbeitgeber vorlegen?

Die Mitteilung der Reiseweigerung ändert nichts an dem Sachverhalt und sollte auch nicht schriftlich niedergelegt werden. Sie sollten wie unter Ziff. 1 geschrieben vorgehen und gleichzeitig ein Attest bzw. AU-Bescheinigung des Arztes vorlegen, wonach Sie Dienstreisen nicht unternehmen können, jedoch für den Innendienst einsatzfähig sind. Somit sollte daraus hervorgehen, dass Sie im Zusammenhang mit Diensreisen als arbeitsunfähig zu betrachten sind, Sie fehlen danach nicht unentschuldigt und es kann keine Abmahnung o.ä. erfolgen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.




Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)




Nachfrage vom Fragesteller 18.03.2014 | 11:23

Sehr geehrte Frau Anwältin Sperling,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Seit dem letzten schreiben hat sich die Situation weiterentwickelt und zwar wie folgt:
Nach einem Gespräch mit meinen Arbeitgeber wo ich meine Situation nochmal geschildert habe, habe ich die Info bekommen dass es aktuell keine Projekte in meiner Stadt gibt und verpflichtet wäre jede Woche zu reisen… Mein Arbeitgeber erkennt dass ich aufgrund meiner Situation nicht mehr in dieser Konstellation reinpasse und bat mir nun einen Aufhebungsvertrag. In dem Aufhebungsvertrag gibt es, aus meiner Sicht, aus dem finanziellen und den fristen her keinen Vorteil zu der Arbeitnehmer Eigenkündigung. Es steht auch keinen Grund drin.
Auf meine Frage wieso kein Grund drin steht antwortet der Arbeitgeber mündlich wie folgt: Es sei eine Mischung aus persönlichen und betrieblichen Gründen und die würden das auf Anfrage vom Amt so weiter geben UND ich habe eigentlich nun noch nichts gemacht wieso sie mich ordentlich kündigen könnten…
Sollte ich nun keine Einigung mit der Firma finden und bleiben wollen, könnte ich beim nächsten Mal wo ich ein Projekt (wo ich jede Woche reisen müsste) ablehnen würde wahrscheinlich mit der Fristlosen Kündigung rechnen, richtig? Ich bin nun zwar nicht 100% Fit und könnte mich krankschreiben lassen.. Das wäre mir aber zu stressig weil ich direkt wieder in das Krankengeld fallen würde, vielleicht dann irgendwann zum MDK müssen wo es bestimmt schwierig ist bei Burnout es zu erklären/zeigen ist etc.
Ich habe mittlerweile ehrlich gesagt keine Kraft mehr für hin und her, brauche eine Pause und tendiere dazu mit dem Arbeitgeber abzuschließen. Allerdings bin ich auch nicht bereit sofort woanders anzufangen und müsste daher die Sperrzeit von 3 Monaten so oder so finanziell privat überbrücken..
Es ist eine Zwickmühle: Soll ich das Aufhebungsvertrag was keine Vorteile hat annehmen und hoffen dass wenn ich mit dem Arbeitsamt rede, die meine Situation verstehen? Oder soll ich einfach selber kündigen? Vorteil wäre dann dass in meinen Zeugnis drin stehen würde dass es meine Entscheidung war was für die nächste Firma ein besseres „Gefühl" vermittelt?
Für eine Wiedereingliederung oder Sabbatical oder ähnliches ist es ehrlich gesagt, in meinem empfinden, zu spät: Das würde das ganze verzögern aber nicht lösen (danach heißt es bestimmt wieder: 6 Monate 400 km weit weg arbeiten und jede Woche hinfahren).
1. Was würden Sie mir empfehlen zu tun?
2. Gibt es überhaupt eine Chance beim Arbeitsamt mit diesem Aufhebungsvertrag keine sperre zu bekommen?
3. Kann ich überhaupt mir erlauben mit dem Arbeitgeber zu verhandeln (um evtl. eine kleine Abfindung zu bekommen wenn ich den Aufhebungsvertrag annehmen würde)? Ich sehe mich in der schwachen Position…
4. Bin ich eigentlich in der Schwachen Position?
5. Würde ich den Aufhebungsvertrag ablehnen und auch nicht selber kündigen, könnte es dann zu einer fristlosen Kündigung kommen (?). Hätte ich da eine Chance zu klagen?
Ich danke Ihnen schonmal vielmals für Ihre Hilfe.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.03.2014 | 12:38

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund des weiterentwickelten Sachverhaltes handelt es sich hier nich u eine Nachfrage sondern um eine neue Frage und muss als solche nach den hier geltenden AGB´s eingestellt werden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

Simone Sperling

Bewertung des Fragestellers 18.03.2014 | 14:56

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