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Dienstreise mit Firmen PKW verpflichtend?

01.08.2013 16:32 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Guten Tag,
ich wurde in meiner Firma als Exportmanager eingestellt.
Ich habe home office und sollte gemäß der Position auch Dienstreisen
machen. Da diese immer ins Ausland gingen bin ich jeweils geflogen.
Nun wurde ich aufgrund einer neuen Ausrichtung der Firma als Vertriebsmitarbeiter
für den inländischen Markt umfunktioniert. Mein Geschäftsführer erwartet nun von mir, dass ich
mit dem PKW an einem Tag Strecken über 650 km fahren soll (eine Richtung), obwohl ich ihm mehrfach versichert habe, dass ich körperlich dazu nicht in der Lage bin und diese Aufgabenstellung für den Job für den ich eingestellt wurde auch nicht vorhanden war.
Ich habe angeboten. stattdessen mit dem Zug zu fahren, dies lehnt er aber ab.
Meine Frage ist die folgende: Kann ich mich verweigern, diese Strecke mit dem PKW zu fahren und was für Voraussetzungen gibt es dafür ? Ich habe Angst, dass ich mich bei so langen Strecken übernehme, ich habe große Probleme mit Migräne und dies wäre einfach zuviel Stress für mich.
Vielen Dank.

Sehr geehrter Ratsuchender,


allein die Änderung der Beschäftigung vom Exportmanager zum innerdeutschen Vertiebsleiter ist nicht mehr vom sogenannten Direktionsrecht gedeckt, bedarf also Ihrer Zustimmung.


Aber selbst wenn es eine solche Zustimmung gegeben haben sollte, ist ein Arbeitnehmer nicht immer zu Dienstreisen in dieser Art und Weise verpflichtet:

Zwar könnte der Arbeitgeber (da ja Dienstreisen allgemein offenbar im Arbeitsvertrag vereinbart worden sind) Dienstreisen zur Erfüllung der vertraglichen Pflicht anordnen - die Grenze ist aber immer die Zumutbarkeit für die Arbeitnehmer und die Billigkeit nach § 315 BGB.


Und nach Ihrer Sachverhaltsschilderung wäre diese Zumutbarkeit nicht mehr gegeben, wenn bei einer Autofahrt sogar eine Gesundheitsgefahr besteht und Sie ersatzweise sogar die Zugfahrt angeboten haben.



Teilen Sie dem Arbeitgeber schriftlich Ihre Bedenken mit, bieten sie gleichfalls schriftlich aber an, die Reise mit der Bahn zu machen.

Dann darf der Arbeitgeber im Wege der oben geschilderten Prüfung der Zumutbarkeit und Billigkeit nicht auf eine Autofahrt bestehen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php
http://ra-bohle.blog.de/


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