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Dienstreise: Verpflegungspauschale nach 3 Monaten


15.06.2005 11:00 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

ich arbeite als angestellter Unternehmensberater.

Mein Bezugsort für die Erstattung von Reisekosten ist Hamburg. Der

Hauptsitz meiner Firma ist Frankfurt.
Als Berater ist man größtenteils bei Kunden vor Ort im Einsatz (von einem

Tag bis mehrere Monate), Anreise jeweils Montag, Abreise am Freitag. Die

Unterkunft erfolgt im Hotel bzw. einem von der Firma gestellten

Apartment. Meine Firma unterhält aber auch eigene Büros z. B. in Hamburg

und Frankfurt von denen man aus arbeiten kann.

Meine Verpflegungsaufwendungen werden als Pauschale vom Arbeitgeber

erstattet.

In 2004 und 2005 war ich wie folgt tätig:

Jan 2004 bis Okt 2004 Zürich (Schweiz!)
Nov 2004 bis Dez 2004 Urlaub (Hamburg)
Dez 2004 bis Feb 2005 Stuttgart
Feb 2005 bis Mai 2005 München
Mai 2005 bis Nov 2005 Zürich (Schweiz!)


Erste Frage: Ist diese Tätigkeit nach Einkommenssteuerrecht als

Einsatzwechseltätigkeit zu betrachten?

Zweite Frage: Da man in den ersten drei Monaten die

Verpflegungspauschalen nicht versteuern muss, würde ich gern wissen, ob

meine Unterbrechung von ca. 7 Monaten es mir ermöglicht mit der

Verpflegungspauschalenversteuerung wieder bei null anzufangen und somit

wieder drei Monate Steuerfreiheit für diese Pauschale zu erreichen

(Neubeginn der Dreimonatsfrist)?
Detail: In Zürich arbeite ich wieder beim gleichen Kunden, in einem

anderen Gebäude, in der gleichen Stadt.

Vielen Dank im Voraus
15.06.2005 | 11:35

Antwort

von


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Sehr geehrter Rechtssuchender,

eine Einsatzwechseltätigkeit übt aus, wer seine Arbeitsleistung nicht an einem gleich bleibenden Ort, sondern an immer wieder anderen Orten sog. wechselnden Einsatzstellen erbringt.Man arbeitet typischerweise dann an wechselnden Einsatzstellen, wenn Sie bei Ihrem konkreten Arbeitsverhälnis damit rechnen müssen, vom Arbeitgeber aufgrund seines Weisungsrechtes an immer wieder andere Arbeisstätten geschickt zu werden. Sie dürfen im Betrieb Ihres Arbeitgebers keine regelmässige Arbeiststätte haben. Die Anzahl der verschiednen Einsatzstellen im Laufe eines Jahres sind dabei ohne Bedeutung. Eine Einsatzwechseltätigkeit kann daher auch dann vorliegen, wenn Sie im Jahr nur ein oder zwei Einsatzstellen hatten. Wichtig ist, dass die Arbeitsstätten vorher nicht bekannt sind. Wenn Sie nämlich aufgrund Ihres Arbeitsvertrages ständig an meherern bestimmten Arbeitsplätzen tätig sein müssen, üben Sie keine Einsatzwechseltätigkeit aus.Wenn nämlich die Einsatzorte von vorherein bekannt und gleich bleibend sind, handelt es sich um mehere regelmässige Arbeisstätten.

Aus dem Urteil des Bundesfinanzhofes können sie bzgl der verpflegungskostenpauschle im Falle einer Einsatzwechseltätigkeit dann wieder bei null anfangen, wenn sie die Einsatzstelle wieder wechseln. Für die neue Einsatzstelle gilt dann wieder die 3 Monatsfrist. Nach selbigen Urteil können Sie anscheinend aber auch bei der alten Einsatzwechselstelle wieder bei null anfangen, wenn sie zwischenzeitlich vier Wochen bei einer anderen Einsatzwechselstelle tätig waren. Dann liegt eine nicht unerhebliche Unterbrechung vor.(Bundesfinanzhof Urt. v. 27.07.2004 VI R 43/03)

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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