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Dienstleistungsvertrag - Buchhaltungsservice, Kunde will nicht zahlen

20.06.2012 09:06 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habeeinen Buchhaltungsservice und viele stammkunden. Einer davon (vier Jahre Kunde) will seinen mündlich geschlossenen Vertrag kündigen und hat dies mit Drohungen verbunden. Ivch habe 2011 eingebucht und möchte das aber sauber abgeben, weil ein Praktikant eingebucht hat. Ich will das so abgeben, dass sicher ist alle Belege sind gebucht. Der Kunde weigert sich die Unterlaen kurzzeitig herzugeben. er will das Geld fpr 2011 zurück - Er hat einen monatlichen Pausfchalbetrag gezahlt von € 70,00. Dies beinhaltete alle Nebenkosten und die Buchhaltung. Die Unterlagen 2012 habe ich bis 31.03. fertiggestellt. Dafür will er gar nichts bezahlen.
was kann ich tun?
es handelte sich um einen mündlichen Vertrag. Er hat mir auch Kunden vermittelt und stellt jetzt die ganze Geschäftsverbindung in Frage.

Eingrenzung vom Fragesteller
20.06.2012 | 09:17
20.06.2012 | 10:16

Antwort

von


(1969)
Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
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Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

In der Regel handelt es sich bei Buchhaltungsarbeiten, die z.B. die Anfertigung eines Jahresabschlusses zum Inhalt haben, um einen Werkvertrag bzw. einen gemischten Vertrag mit werkvertraglichem Charakter (BGH, Urteil vom 7. März 2002 - <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZR%2012/01" target="_blank" class="djo_link" title="BGH, 07.03.2002 - III ZR 12/01: Nachbesserungsverweigerung">III ZR 12/01</a>). Somit sind grundsätzlich die Vorschriften des Werkvertragsrechts anwendbar. Allerdings ist es auch möglich, dass in Ihrem Fall eine andere Vereinbarung getroffen wurde. Je nach dem, ob nur die Erbringung der vereinbarten Dienstleistung oder aber ein bestimmter Erfolg geschuldet ist, handelt es sich um einen Dienstvertrag (seltener) oder um einen Werkvertrag (regelmäßig).

Unabhängig von der Einstufung des Vertrages ist aber ein mündlicher Vertragsabschluss grundsätzlich möglich. Zwar ist ein mündlicher Vertragsabschluss natürlich schwerer zu beweisen als ein schriftlicher, allerdings haben Sie ja bereits seit längerer Zeit die Leistungen für den Kunden erbracht und hierfür auch regelmäßig die vereinbarte Vergütung erhalten, was als Nachweis ausreichen dürfte.
Wenn Sie nun die versprochene Leistung immer vertragsgemäß erbracht haben, haben Sie auch Anspruch auf die vereinbarte Vergütung. Aber selbst bei Mängeln in der Buchhaltung hat der Kunde zunächst nur einen Anspruch auf Nachbesserung, also Beseitigung der Mängel. Hierzu muss der Kunde natürlich auch die erforderliche Unterstützung geben, z.B. durch Zurverfügungstellen der notwendigen Unterlagen.

Zusammengefasst heißt dies, dass der Kunde die Bezahlung für von Ihnen bereits erbrachte Leistungen nur verweigern kann, wenn Ihre Leistungen mangelhaft und damit für den Kunden wertlos waren und der Kunde Ihnen eine angemessene Möglichkeit zur Beseitigung der Mängel gegeben hat. Nach Ihrer Schilderung liegt ein solcher Fall aber nicht vor, so dass der Kunde Ihnen die vertraglich vereinbarte Vergütung für die bereits erbrachten Leistungen auch zahlen muss. Diesen Zahlungsanspruch können Sie auch einklagen bzw. per Mahnverfahren durchsetzen, sollte dies notwendig werden.
Mit welcher Frist der Vertrag vom Kunden gekündigt und damit für die Zukunft beendet werden kann, hängt dagegen von der vertraglichen vereinbarung bzw. von der Einstufung als Werk- oder Dienstvertrag ab und kann daher leider nicht abschließend beurteilt.


Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

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