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Dienstleistung und Schaden?! - fachgerechte Behandlung?

03.06.2011 01:00 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hatte zu dem o.g. Fall bereits eine Frage gestellt, die auch beantwortet wurde.

Jetzt hat das Gericht einen Gütetermin angesetzt.

Ich soll innerhalb von 2 Wochen eine Stellungnahme zum Schriftsatz der Gegenseite (S-Thetic) abgeben:

Lt. Gegenseite war ich begeistert vom Thermalift.
Angebl. habe ich sogar um ein weiteres gebeten.
Die Gegenseite versucht, die Nasolabialfaltenunterspritzungen quasi auszuschliessen, da die Kosten ja nicht
geltend gemacht werden.
Angeblich erhebe ich keine erheblichen Einwendungen.
Und angeblich liegen bei mir keine gesonderten Geweberweichungen vor.

Also
a)
die Gegenseite versucht, die Nasolabialfaltenunterspritzungen auszuschliessen bzw. diese als Argument nicht zuzulassen.
Das ist aber ein (!) Grund für das Thermalift gewesen und auch die Wiedergutmachung.
b)
Interessant: abgesehen davon, dass ich angebl. umfassend aufgeklärt wurde,
liegt bei mir keine Gewebeerweichung vor.
c)
Ergo: über Gewebeerweichungen wurde ich nicht aufgeklärt, aber ich hab auch gar keine.

Was eine Argumentation ist das?


Das widerspricht sich.

Meine Frage:
Das Gericht erwartet eine Stellungnahme.

Ist das - entsprechend formuliert-
korrekt, wie ich es oben geschildert
hab?

Inzwischen habe ich gegoogelt:

wenn man "Thermage" und "Scientology"
bei Google eingibt, erscheinen Suchergebnisse, die auf eine Verbindung schliessen lassen könnten.
Darüber wird bei S-Thetic nichts erwähnt.

Kann auch das als Fakt gewertet oder genannt werden oder ist das nicht zu beweisen?

Danke für die Antwort.

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Zunächst muss man sagen, dass man ohne Kenntnis der Schriftsätze keine genaue Stellungnahme abgeben kann. Sie sollten dringend einen Anwalt beauftragen.


Es ist zunächst richtig, wenn Sie Widersprüche im gegnerischen Vortrag ansprechen. Sie sollten den Vortrag der Gegenseite bestreiten. Letztlich dürfte sich aus den Unterlagen ergeben, welche Behandlung bei Ihnen durchgeführt wurde. Sie müssen darlegen, dass die Behandlung nicht fachgerecht erfolgte. Insbesondere müssen Sie vortragen, dass es nicht fachgerecht war die Injektionen alle 2 zu geben. Desweiteren müssen Sie ausdrücklich bestreiten, dass eine Aufklärung erfolgt ist und Sie sollten schildern wie die Sache abgelaufen ist. Die Aufklärung muss die Gegenseite beweisen.

Es kommt nicht auf die Gewebeerweichungen an, auch ohne diese Folge kann die Behandlung nicht fachgerecht gewesen sein.

Sie müssen entweder mit Schadensersatzansprüchen aufechnen, oder sogar Widerklage erheben. Die weitere Behandlung zur Behebung der Folgen stellt einen Schaden dar, den Sie dem Vergütungsanspruch entgegen halten können.

Zum Beweis der Tatsache, dass die Behandlung nicht nach den Regeln der ärztlichen Kunst erfolgete, sollten Sie sich auf Sachverständigengutachten berufen.

Sie können die mögliche Verbidung zu Scientology vortragen und argumentieren, dass Sie bei Kenntis den Vertrag nicht geschlossen hätten. Dies wird aber die Gegenseite bestreiten und es wird schwer sein, hier einen Beweis zu führen. Wenn man dies nicht kann, sollte man sich gut überlegen ob man Spekulationen vorträgt.



Nachfrage vom Fragesteller 03.06.2011 | 01:49

Danke für die Antwort.

Ergo:
-keine Spekulationen
-auf den Zusammenhang zwischen Injektionen und Thermage hinweisen
-eine Zusammenfassung der bereits geschilderten Fakten
-Hinweis auf Widersprüche im gegnerischen Vortrag
-Schadenersatzansprüche erwähnen bzw. Aufrechnung erwähnen

Was das Sachverständigengutachten betr.:
beauftragt das Gericht das?

Wenn ich mit dem "fachgerecht" argumentiere:
ist das kein "Glatteis"?

Vielen Dank für die Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.06.2011 | 02:05

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie geben das Wesentliche richtig wieder. Ich rate dringend dazu Schriftsätze im gerichtlichen Verfahren durch einen Anwalt verfassen zu lassen, weil es wichtig ist, dass in der richtigen Form vorgetragen wird. Die Aufrechung müssen Sie erklären und dabei Ihre Gegenansprüche auf Schadensersatz darlegen und zwar auch der Höhe nach.

Ein Gutachten würde vom Gericht beauftragt, wenn es der Meinung ist, dass es darauf ankommt.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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