Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Dienstleistung und Schaden - Vergleich ablehnen, Schadensersatz geltend machen

| 29.07.2011 23:20 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Sehr geehrte Damen und Herren,

zu o.g. Topic hatte ich bereits Fragen eingestellt.

Aktuelle Situation:

das Gericht hat einen Vergleich vorgeschlagen:
die Hälfte der Forderung der Gegenseite.
Ich will den nicht annehmen.

Lt. Gericht muss ich bei einem Sachverständigengutachten in Vorleistung treten.

Inzwischen hab ich eine Auflistung der S-Thetic bekommen:
es ist unglaublich, in welchen kurzen Abständen mir diverse Präparate in die Nasolabialfalten injeziert wurden.

Diese Injektionen halten normalerweise mindestens 6-12 Monate.

Das Thermage, das von der S-Thetic vorgeschlagen wurde, hat Schaden verursacht.

Das weitere wurde mir als Wiedergutmachung angeboten.

Eine Mail der S-Thetic kann so interpretiert werden, dass meine Beschwerden berechtigt waren.

Ich will nicht nur keinen Vergleich, ich will
Schadensersatz.

Für eine Stellungnahme an das Gericht hab ich die Aussagen von Sachverständigen gegoogelt:
Thermage bzw. Thermalift hat in den USA u.a. zu Todesfällen geführt.
In ca. 50 Fällen mussten Op`s durchgeführt werden,
um den Schaden von Thermage zu beheben.



Soweit es mich betr.: ich denke, das Gutachten ist eine gute Idee.

Der Anwalt der S-Thetic vertritt diese offensichtlich öfter.

Zumindest war eine seiner Äusserungen so zu interpretieren.

Das kann bedeuten, dass es häufig Probleme gibt, die aber nie zu einer Verurteilung führen,
weil immer irgendwie ein Vergleich durchgesetzt wird.

Ein weiterer Grund, den abzulehnen.

Wie kann ich den Vergleich ablehnen, Schadensersatz geltend machen und
warum muss i c h bei einem Sachverständigengutachten in Vorleistung treten?


Danke für die Antwort.

Sehr geehrte Fragestellerin,

In einen Prozessvergleich müssen Sie nicht einwilligen. Wenn Sie das Angebot ablehnen, wird das streitige Verfahren weiter betrieben, der Prozess geht also "normal" weiter.

Offenbar geht es in Ihrem Fall um Schadensersatz wegen eines ärztlichen Behandlungsfehlers. Da Sie eine Pflichtverletzung aus dem Behandlungsvertrag behaupten, tragen Sie dafür im Prozess auch die sog. Beweislast. Das bedeutet unter anderem, dass Sie die Auslagen für den von Ihnen beantragten Sachverständigenbeweis vorzuschießen haben. Das ergibt sich aus § 17 Abs. 1 des Gerichtskostengesetzes (GKG).

Die von Ihnen vorgeschossenen Auslagen gehören damit dann zu den Gerichtskosten. Wenn Sie den Prozess gewinnen, haben Sie einen Erstattungsanspruch gegenüber der Gegenseite. Sie bekommen Ihre Kosten also letztlich zurück (Zahlungsfähigkeit auf der Gegenseite vorausgesetzt).

Ich darf abschließend noch raten, einen Anwalt für den Prozess zu beauftragen. Da die Gegenseite anwaltlich vertreten ist, sollten Sie auf "Waffengleichheit" achten — erst recht, wenn der gegnerische Anwalt mit derartigen Haftpflichtsachen bereits vertraut ist. Auch die Kosten für Ihren Anwalt erhalten Sie zurück, wenn Sie den Prozess gewinnen.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 31.07.2011 | 17:14

Danke für Ihre Antwort.

Kann man jederzeit Prozesskostenbeihilfe beantragen oder gibt es Fristen?


Wenn ich den Vergleich ablehne, das Verfahren weitergeht, kann man dann immer wieder auf
den Vergleich zurückgreifen oder ist die Ablehnung endgültig?


Die Gegenseite hatte eine Verlängerung für ihre Antwort zu der Stellungnahme von mir
beantragt.
Evtl. gibt es also eine Wendung von deren Seite.


Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.07.2011 | 17:34

Sie können Prozesskostenhilfe auch während des laufenden Verfahrens noch beantragen. Die nötigen Antragsformulare erhalten Sie beim Gericht.

Wenn Sie das Vergleichsangebot einmal ablehnen, hat es sich damit erledigt. Sollte sich der Prozessverlauf danach zu Ihren Ungunsten verändern, können Sie nicht mehr auf das Angebot zurückgreifen. Dieses Risiko müssen Sie einkalkulieren.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 02.08.2011 | 00:36

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 02.08.2011 4,8/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70092 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Wenn man sich unsicher ist, ist diese Seite sehr empfehlenswert. Frau Stadler hat recht schnell für wenig geld geantwortet. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ausführliche Antwort wo bei dem weiteren Verlauf geholfen hat. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ausführliche und sachliche Antwort, damit konnte das Problem behoben werde. ...
FRAGESTELLER