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Dienstag Hauptverhandlung z.z. Krank


| 29.10.2006 21:33 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe am Dienstag einen Termin zur Hauptverhandlung zu dem ich geladen bin. In der Sache geht es um Warenkrdeitbetrug was auch rechtens ist da ich in der Vergangenheit einige Dummheiten gemacht habe zu den ich nun auch stehen muß. Das Problem ist das ich seit gestern mit Fieber hals und Gliederschmerzen im Bett liege und nicht weiß wie ich mich verhalten soll da ich nicht weiß wie es am Dienstag aussieht. Ich werde morgen zum Artzt gehen da ich wohl auch nicht arbeiten kann. Wie soll ich mich verhalten es sind auch Zeugen von woanders geladen und ich möchte nicht das diese umsonst kommen müssen fals es am Dienstag noch nicht geht. Mir geht es nicht darum Zeit zu gewinnen da ich die Taten eh gestanden habe und mein Leben halt neu ordnen möchte. Nur wie sieht der Richter das wenn der Termin wegen Krankheit verschoben werdfen muß. Hat man dann automatisch schlechtere Karten beim neuen Termin ? Wie muß ich vorgehen sollte ich morgen beim Gericht schonmal vorsichtshalber anrufen? Für eine Antwort bin ich sehr dankbar.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Nach § 230 StPO findet gegen einen ausgebliebenen Angeklagten eine Hauptverhandlung nicht statt. Wenn das Ausbleiben des Angeklagten nicht genügend entschuldigt ist, so ist die polizeiliche Vorführung anzuordnen oder ein Haftbefehl zu erlassen.

Um die zuletzt genannten Folgen zu vermeiden, sollten Sie sich morgen von Ihrem Arzt attestieren lassen, dass aufgrund Ihrer Erkrankung derzeit nicht verhandlungsfähig sind und daher dem Termin am Dienstag nicht beiwohnen können.

Die Tatsache, dass Sie krank geworden sind, darf in strafprozessualer Hinsicht nicht gegen Sie verwendet werden. Dies gilt dann nicht, wenn Sie Ihre Verhandlungsunfähigkeit vorsätzlich herbeigeführt haben.

Wenn es Ihnen also morgen so schlecht geht, dass Sie aus ärztlicher Sicht an der Hauptverhandlung nicht teilnehmen können, so sollten Sie das Gericht hierüber informieren und das ärztliche Attest vorab per Telefax schicken.

Auf der anderen Seite besteht nach § 232 StPO die Möglichkeit, die Hauptverhandlung ohne den Angeklagten durchführen zu können, wenn er ordnungsgemäß geladen und in der Ladung darauf hingewiesen worden ist, daß in seiner Abwesenheit verhandelt werden kann, und wenn nur Geldstrafe bis zu einhundertachtzig Tagessätzen, Verwarnung mit Strafvorbehalt, Fahrverbot, Verfall, Einziehung, Vernichtung oder Unbrauchbarmachung, allein oder nebeneinander, zu erwarten ist. Eine höhere Strafe oder eine Maßregel der Besserung und Sicherung darf in diesem Verfahren nicht verhängt werden.

Ob diese Voraussetzungen in Ihrem Fall vorliegen, kann jedoch ohne Akteneinsicht aus der Ferne nicht hinreichend beurteilt werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2006
info@kanzlei-roth.de

Nachfrage vom Fragesteller 29.10.2006 | 21:56

Sehr geehrter Herr Anwalt,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
In der Ladung steht das ich persöhnlich erscheinen muß.
Also sollte sich meine Situation nicht bessern gehe ich davon aus das der Termin verschoben werden muß.
Bekomme ich dann eine neue Ladung oder wie geht das Gericht vor?

Nochmals danke für Ihre mühe

MFG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.10.2006 | 22:01

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Wenn Sie sich durch Vorlage eines entsprechenden ärztlichen Attestes genügend entschuldigen können, wird das Gericht einen neuen Termin anberaumen und Sie in entsprechender Weise laden.

Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

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