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Diebstahlvorwurf- Was tun ?

| 10.09.2009 21:06 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


22:43
War heute in einem Mediamarkt um etwas zu besorgen. Beim verlassen würde ich vom Sicherheitsdienst gebeten zu folgen.
Mit Erstaunen mußte ich mir vorwerfen lassen, am 23.04.09 eine Digi-kamera gestohlen zu haben. Ich wurde nicht erwischt bzw. aheb ich diese Kamera. Folgende Fakten sind zu beachten:
1. Beweisfoto aus Überwachungskamera
2. Kann mich auf diesem Foto nicht erkennen und sagte das ich diesen Diebstahl nicht begangen habe
3. War lt. meinem Terminkalender ( bin im Aussendienst ) nicht an diesem Tag in diesem Laden
4. Polizei wurde verständigt um Personalien aufzunehmen
5. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes warf mir vor die Tat begangen zu haben und will sich auch an diesen Tag erinnern( fast 6 Monate her). Er erteilte mir Hausverbot und ich sollte eine Strafe von 50,- Euro und die Kamera 199,- bezahlen und den Tathergang bestätigen (unterschreiben). Habe ich verneint.
6. die Kamera wurde aus dem Kartoon entwendet. Die Verpackung war noch da und ich konnte Sie mir ansehen und habe Sie auch angefasst. Nun meinte der MA sie müsste sichergestellt werden, wegen der Fingerabdrücke. Eine Frechheit.
Habe nun Hausverbot , bekomme eine Rechnung ( Strafe und Kamera) und eine Anzeige.
Ich habe dies nicht getan ( wahrscheinlich eine Verwechslung).
Wie kann man sich hier wehren und wie wird das angebliche Beweisfoto ausgewertet.
Vielen Dank für eine Antwort.
10.09.2009 | 21:34

Antwort

von


(16)
Mariannenstr. 9 - 10
10999 Berlin
Tel: 030/69532914
Web: http://www.ra-mansour.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne bearbeite ich Ihr Anliegen. Es sei darauf hingewiesen, dass die Beantwortung Ihrer Frage allein auf der Darstellung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beruht. Das Weglassen oder Hinzufügen auch noch so „kleiner“ Informationen kann zu einer vollkommen anderen Rechtslösung führen.

Ich beantworte Ihre Fragen wie folgt:
Das Foto der Überwachungskamera ist als Beweismittel verwertbar, wenn der Markt darauf hinweist, dass eine Videoüberwachung erfolgt. Dies ist bei Media Markt grundsätzlich der Fall.

Bei dem „Strafgeld“ in Höhe von 50 EUR wird es sich höchstwahrscheinlich um eine Art „Vertragsstrafe“ handeln, die Media Markt gegen Sie erhoben hat, weil sie davon ausgehen, dass Sie den Diebstahl begangen haben. Selbst wenn Sie die 50 EUR zahlen würden hat dies dann keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Strafverfahren. Daher sollten Sie diesen Betrag auch nicht zahlen, wenn Sie den Diebstahl nicht begangen haben. Gleiches gilt für die Rechnung. Wenn Sie die Kamera nicht gestohlen haben sind Sie selbstverständlich nicht verpflichtet die Zahlung des Kaufpreises vorzunehmen. Insoweit ist Media Markt beweispflichtig, d.h. Media Markt muss nachweisen, dass Sie die Kamera entwendet haben.

Wie können Sie sich wehren?

Zunächst würde ich Ihnen raten einfach abzuwarten. Üblicherweise werden Sie in Kürze Post von der Polizei oder gar von der Staatsanwaltschaft erhalten. Darin befindet sich meist eine Aufforderung an Sie Stellung zu dem Tatvorwurf des Diebstahls zu nehmen. Insoweit weise ich ausdrücklich darauf hin, dass die Staatsanwaltschaft bzw. die Polizei Ihnen die Tat zweifelsfrei nachweisen muss. Wenn um Ihre Stellungnahme gebeten wird, so bestreiten Sie die Tat und legen Sie Ihr Alibi offen! Denn wenn Sie nachweisen, dass Sie zur Tatzeit nicht am Tatort waren, dann dürfte das Verfahren wohl kaum noch zu Ihren Lasten gehen.
Sind Sie bisher noch nie straffällig gewesen, so besteht auch durchaus die Möglichkeit, dass das Verfahren von der Staatsanwaltschaft ohne weitergehende Konsequenzen für Sie eingestellt wird. In diesem Fall werden Sie über die Einstellung benachrichtigt.

Gegen das Hausverbot können Sie derzeit effektiv nichts tun. Insoweit bleibt erst mal der Ausgang des Verfahrens abzuwarten.

Wenn Sie die Tat nicht getan haben, so haben Sie auch grundsätzlich nichts zu befürchten!

Ich hoffe Ihnen einen ausreichenden Überblick verschafft zu haben und verbleibe zunächst


mit freundlichem Gruß
Rechtsanwalt Mansour


Nachfrage vom Fragesteller 10.09.2009 | 22:31

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Wie wird mit dem angeblichen Beweisfoto umgegangen. Wird da mit meinem Namen und diesem Foto öffentlich bei anderen Märkten hausiert ? Sollte ich mir Rechtsbeistand einholen.

Vielen Dank im Vorraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.09.2009 | 22:43

Sehr geehrter Ratsuchender,

unter Bezugnahme auf die Hinweise zu meiner ersten Antwort nehme ich zu Ihren Nachfragen wie folgt Stellung:

Nein, Ihr Foto und Ihre Daten dürfen nicht in den Media Märkten veröffentlicht werden. Dies brauchen Sie daher meines Erachtens auch nicht befürchten!

Damit Ihnen keine unnötigen Kosten entstehen rate ich Ihnen derzeit noch auf die Beauftragung eines Anwalts zu verzichten. Denn wie ich bereits oben erwähnte, ist es sehr gut möglich, dass das Verfahren ohne weiteres zutun eingestellt wird.

Erst wenn Sie von der Polizei oder Staatsanwaltschaft um eine Stellungnahme zur Tat gebeten werden, kann es ratsam sein einen Anwalt zu beauftragen, damit dieser für Sie Stellung nimmt oder eine Stellungnahme verweigert. Auf jeden Fall rate ich Ihnen aber, spätestens dann einen Anwalt zu beauftragen, wenn es tatsächlich zu einem gerichtlichen Termin kommen sollte.

Ich hoffe sehr Ihnen weitergeholfen zu haben!

Mit freundlichem Gruß
Rechtsanwalt Mansour

Bewertung des Fragestellers 15.09.2009 | 20:41

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Danke für die aussagekräftige Antwort.


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