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Diebstahl/Mengendifferenz von AG untergejubelt

22.04.2010 10:43 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrter Rechtsanwalt,
sehr geehrte Rechtsanwältin,

mein Name ist Sebastian, bin 24 Jahre alt und war als Versand-/Lagermitarbeiter tätig.

Ich wurde am 09.04. von meinem AG erwischt, wie ich einige Sammelkarten (ich zerstörte dabei so genannten "Booster", um diese Karten zu entwenden; reiner Warenwert ca. 25€) gestohlen habe. Im darauf folgenden Verhör vom AG gab ich einen weiteren Diebstahl einer Sammelkarte 4 Wochen vorher zu. Ich wurde am 09.04. von der Arbeit freigestellt und zum 19.04. gekündigt. Ich habe nun eine Anzeige wegen Diebstahl sowie eine Anzeige wegen der Zerstörung der Booster erhalten. Ich war am 21.04. meiner Vorladung nachgekommen und mir wurde weiterhin der Vorwurf gemacht, noch eine Sony MemoryStick Pro Duo 16GB Speicherkarte entwendet zu haben. Dies wurde festgestellt, da ich in diesem Fach irgendwann gearbeitet habe und es in diesem Fach zu einer Mengendifferenz kam. Es ist aber so, das ich nicht der einzige Mitarbeiter bin, der an diesem Fach arbeitet. Es könnte hier ebenso einer der rund 1.500 Mitarbeiter gewesen sein. Ebenso könnte sich ein Mitarbeiter verzählt haben und die falsche Menge ins Fach gelegt haben. Genauso gut könnte es auch passiert sein, das einem anderem Mitarbeiter ein Missgriff passiert und deswegen die Falsche Menge bzw. aus einem falschen Fach greift.

Nun schwebt mir vor - da ich weder Vorbestraft bin noch anderweitig aufgefallen bin - einfach "Ja und Amen" zu sagen, den Diebstahl der 3 Sammelkarten SOWIE der Speicherkarte zuzugeben. Ich hoffe, dass ich in diesem Fall so schlicht wie möglich aus der Sache und mit 2 Blauen Augen rauskomme. Oder sollte ich einfach die Speicherkarte abstreiten, mit dem Verweis, dass diese Mengendifferenz nicht als Beweis reicht und mir hier der Fehler eines anderen untergejubelt werden soll.

Ich möchte jeglichen weiteren Kostenintensiven Rechtsstreit aus dem Weg gehen, meine Dummheit hat mich schon meinen Job gekostet und womöglich einen Eintrag ins Führungszeugnis.

Ich habe mich bei der Vorladung aufgrund des untergejubelten angeblich gestohlenen Artikels vorerst nicht geäußert, die Beamtin hat mir jedoch offen gelassen, mich später zu dieser Sache zu äußern zu können.

Deshalb nun die Finalen Fragen an den Rechtsanwalt:
Wie sollte ich mich verhalten?
Wie wäre der weitere Verlauf, wenn ich die Speicherkarte abstreite?
Sollte ich es bei diesen 2 Anzeigen bei "nicht äußern" belassen, um weitere Rechtsstreitereien aus dem Weg zu gehen?

Ich bedanke mich für Ihre Geduld und Hilfe,
Sebastian

22.04.2010 | 12:05

Antwort

von


(838)
Hussenstraße 19
78462 Konstanz
Tel: 07531-9450300
Web: http://www.anwaltskanzlei-dotterweich.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Es ist möglich, dass wegen des „untergejubelten Artikels“ eine Einstellung des Verfahrens erfolgt, wenn Ihnen dieser Diebstahl nicht nachgewiesen werden kann. Allerdings kann hier auch eine Verhandlung drohen, in der ggf. die Tat mittels Zeugen nachzuweisen versucht wird.

Ein vollständiges Geständnis wirkt sich sowohl auf das Strafmaß als auch auf eine möglichst „geräuschlose“ und schnelle Beendigung des Verfahrens durch einen Strafbefehl am günstigsten aus. Die Diebstähle, die Ihnen nachgewiesen werden können, sollten Sie auf jeden Fall gestehen und falls ein Schaden entstanden sein sollte, diesen bezahlen – auch wirkt sich ein Entschuldigungsschreiben an den ehem. Arbeitgeber günstig auf das Strafmaß aus. Ob Sie auch den Diebstahl der Speicherkarte einräumen, bleibt Ihnen überlassen – ein abschließender Rat kann hier erst nach Akteneinsicht erteilt werden, weil erst dann beurteilt werden kann, ob Ihnen die Tat nachgewiesen werden kann oder die Ermittlungen insofern einzustellen sind. Hiermit sollten Sie einen Rechtsanwalt vor Ort als Verteidiger beauftragen.

Wenn Sie sich nicht äußern – was Ihr gutes Recht ist -, ist also eine Fortsetzung der Ermittlungen bis hin zu einer Hauptverhandlung möglich. Im Hinblick auf die beobachtete Tat ist ein Schweigen kontraproduktiv, hier sollten Sie gestehen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


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