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Diebstahl von Werkzeug auf der Baustelle- wer muss zahlen?


15.03.2006 09:54 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Benjamin Quenzel



Sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben einen Bauträger beauftragt unser Haus zu bauen. Er hat in der Haustür einen Bauzylinder montiert und uns dafür einen Schlüssel gegeben. Diesen Schlüssel haben wir dem Bodenverleger gegeben, den wir direkt beauftragt haben. Der Bodenverleger hat seine Werkzeuge über Nacht im Haus gelassen. Am nächsten Morgen war die Terassentür offen und die Werkzeuge gestohlen. Der Einbrecher ist mit einem Schlüssel des Bauzylinders reingekommen. Der Bauleiter des Bauträgers machte uns die Aussage, dass es nicht der erste Diebstahl in diesem Bauabschnitt ist und der Einbrecher immer mit dem Schlüssel ins Haus kommt. Der von uns direkt beauftragte Bodenverleger möchte nun von uns die Werkzeuge und den Arbeitsausfall ersetzt bekommen. Jetzt möchten wir gerne wissen, ob wir ihm die Werkzeuge und den Arbeitsausfall tatsächlich bezahlen müssen, oder ob er für sein Werkzeuge nicht selber die Verantwortung trägt. Oder muss der Bauträger zahlen, da er trotzt Kenntnisnahme von Diebstählen mit einem Schlüssel, den Bauzylinder nicht ausgetauscht hat.
Vielen Dank

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Als nebenvertragliche Schutzpflicht obliegt Ihnen als Auftraggeber des Werkunternehmers grundsätzlich der Schutz des Eigentums des Unternehmers. Sie wären für Schäden eintrittspflichtig, die dem Werkunternehmer in Folge einer von Ihnen begangenen Pflichtverletzung entstehen würden. Hier aber liegt nach meiner Auffassung keine Pflichtverletzung Ihrerseits vor, da Sie die Baustelle gegen Diebstähle mit pflichtgemäßer Sorgfalt durch den Zylinder gesichert haben.

Der Werkunternehmer hat aber aus meiner Sicht einen direkten Schadensersatzanspruch gegen den Bauträger, da dieser wissentlich eine unzureichende Sicherung der Baustelle vornahm und seine vertragliche Nebenpflicht des Eigentumsschutzes der auf der Baustelle im übrigen tätigen Unternehmer verletzt hat.

Ich hoffe Ihnen mit dieser Antwort eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben und stehe Ihnen im Rahmen der Rückfragefunktion jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen



Benjamin Quenzel
(Rechtsanwalt)
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