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Diebstahl von Absperrbarken


07.12.2016 17:42 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger



Sehr geehrte Damen und Herren, mir (23 Jahre alt) ist da vor zwei Wochen eine ziemlich dumme Aktion passiert.

Ich war mit einem Kumpel nachts gegen 3:00 Uhr unterwegs. Wir haben Absperrbarken, die "lose" neben weiteren Baustellenmaterialien lagen mitgenommen. Natürlich würden wir von der Polizei erwischt. Ich hatte 0,9 Promille Alkohol im Blut. Die Herren haben unsere Personalien aufgenommen. Nun kam Post mit dem Tatvorwurf des Diebstahls ohne erschwerende Umstände von Absperrbarken nach Paragraph 242 StGB.

Ich habe vor die Tat zuzugeben und wollte folgende Dinge dazuschreiben:

-das es sich um ein Augenblicklichkeitsversagen handelte und es mir leid tut
-das wir die Barken wieder zurückgebracht haben
-das wir das ansonsten am anderen morgen gemacht hätten (wir standen direkt vor der WG, wo wir übernachten wollten)
-keine Vorstrafen
-Bitte um Einstellung nach Paragraph 153, ansonsten 153a aufgrund der oben genannten Dinge

Folgende Fragen habe ich dazu:

Ist ein Entschuldigungsschreiben an den Eigentümer sinnvoll? (Kopie dann beilegen)

Sollte ich erwähnen, dass ich Alkohol getrunken habe?

Sollte ich ein mögliches Strafbefehlsverfahren akzeptieren?

Ich bin berufsbegleitender Student. Reicht die Angabe Student?

Wie schätzen Sie die Chancen ein, dass das Verfahren eingestellt wird? (es handelt sich bei uns um jeweils eine Absperrbarke)

Was sollte ich ansonsten noch beachten?

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Sehr geehrter Fragensteller,

es wird bei der Beurteilung durch den StA vor allem darauf ankommen, wie verkehrsgefährdend die Tat war.

"Absperrbarken, die "lose" neben weiteren Baustellenmaterialien lagen mitgenommen. " klingt im ersten Moment neben dem wahrscheinlich geringen Sachwert bei den hier fehlenden Vorstrafen Ihrerseits nicht sonderlich strafwürdig.

Meines Erachtens ist die Bitte um Einstellung gegen eine Auflage nach § 153 a StPO hier m. E. überwiegend wahrscheinlich erfolgreich. Bieten Sie doch 250,00 € zur Zahlung als Auflage an.

§ 153 StPO ist recht forsch, aber nicht aussichtslos. Hierzu unter 3.

Bieten Sie doch 250,00 € als Auflage an.

1. Eine Entschuldigung an den Eigentümer ist möglich, eher ratsam ist der Hinweis auf die Alkoholisierung von 0,9 Promille.

Wobei hier aber wohl die besondere persönliche Betroffenheit des Eigentümers für eine Entschuldigung fehlen dürfte. M. E. ist es sinnvoller, sich beim StA zu entschuldigen und Einsicht zu zeigen, dass die Absperrungen im Verkehr besser aufgehoben gewesen wären.

2. Das Zurückbringen nach dem "Erwischtwerden" ist sicher ganz positiv, aber auch nicht überzubewerten. Führen Sie es ruhig an.

3. Der Hinweis, dass die Barken am nächsten Tag zurückgebracht werden sollten ist m. E. mit am stärksten. Zumindest, wenn der StA die gelernte Dogmatik nach § 242 StGB korrekt anwendet bzw. anwenden will. In § 242 StGB heißt es:

"Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

Hier kann man die Zueignungsabsicht nicht bejahen. Denn Sie hatten bei der Tat schon den Willen gefasst die Barken zurückzubringen. M. E. klingt dies auch gar nicht so unschlüssig. Was soll man mit den Teilen schon anfangen?

Sicher hat der StA aber Wertungsspielräume.

4. Die Angabe sollte auf Student lauten.

Fazit: einen Strafbefehl würde ich nicht hinnehmen. Das wäre überzogen. Insofern würde ich zu einem fristgemäßen Einspruch raten.

Im Optimalfall schafft man den § 153 StPO unter den Verweis auf den fehlenden Willen zum Behaltenwollen. Gut erreichbar erscheint der § 153 a StPO. Ansonsten gilt es nichts zu beachten, da der tatsächliche Verlauf durch das Aufgreifen der Polizei feststeht.

Falls ich Ihnen bei der Einschätzung der Rechtslage geholfen habe, freue ich mich über eine Bewertung mit 5,0 . Bei Rückfragen nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- Rechtsanwalt -




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