Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Diebstahl und Eigentumsklärung KFZ Briefe/Scheine

15.08.2016 22:36 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Sachverhalt:

Trennung der Ehe nach 30 Ehejahren. Sie ist alleinige Inhaberin der Firma, alles läuft auf ihren Namen, ebenso alle gekauften (finanzierten, geleasten) Autos und Anhänger (inkl. Steuern und Versicherung). Er befindet sich in der Privatinsolvenz und hat begrenzt als Ehemann in der Firma gearbeitet.

Bei der Trennung nahm ER einen Teil der FZG. Briefe /Scheine an sich und hat gegenüber der Zulassungsstelle behauptet, dass ihm die Fahrzeuge gehören und hat dieses bei der Zulassungsstelle unterschrieben (die Fahrzeuge selbst hat er nicht im Zugriff).

Bei der Polizei wurde eine Anzeige wegen Diebstahl gestellt, die Staatsanwaltschaft hat über eine Hausdurchsuchung die Dokumente sichergestellt.

Nun kam die Rückmeldung der Staatsanwaltschaft: ER bekommt die Papiere alle wieder, da nicht nachvollzogen werden kann, dass IHR die Fzg. wirklich gehören. Telefonisch sagte man, dass Kaufverträge etc. durch eine Schenkung hätten unwirksam werden könne. Nun muss geklagt werden.
Von den Fahrzeugen hängt die weitere Existenz ab. Ist eine Klage ohne Anwalt, aber mit allen Unterlagen (Kaufverträge, Zeugen (z.B. Steuerberater)) sinnvoll?

Gibt es eine andere Möglichkeit, wenn er die Dokumente nicht herausgibt? Ein Anwalt ist finanziell nicht möglich.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Tatsächlich scheint ein Gerichtsverfahren unumgänglich, wenn Sie die Papiere wieder benötigen. Allerdings ist zu befürchten, dass Sie das Verfahren aus rechtlichen Gründen nicht alleine führen können. Da der Streitwert wohl oberhalb von 5.000,00€ liegen dürfte, ist das Verfahren vor dem Landgericht zu führen, dort jedoch besteht Anwaltszwang, d.h. Sie können nicht wirksam selber klagen. Insofern bleibt Ihnen leider gar keine andere Option als die Beauftragung eines Rechtsanwaltes.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 16.08.2016 | 16:45

Sehr geehrter Herr Busch,

vielen Dank für die Antwort. Lt. Staatsanwaltschaft kann SIE Klage beim Amtsgericht einreichen - warum verweisen Sie auf das Landgericht? Liegt die Grenze hier auch 5.000€ und muss ein Anwalt genommen werden?
mit besten Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.08.2016 | 17:04

Bitte beachten Sie, dass die Staatsanwaltschaft auf Strafrecht spezialisiert ist. Natürlich kann jede Person Klage vor dem Amtsgericht erheben.

Der Streitwert betreffend das Eigentum an Fahrzeugen beträgt jedoch nach diversen Urteilen 34 % des kalkulierten Fahrzeugrestwerts.

Da es hier aber nicht nur um ein Fahrzeug geht, sondern um mehrere, sind die Werte zu addieren. Da das Amtsgericht nur Verfahren mit einem Streitwert von bis zu 5.000,00 EUR bearbeitet, gehe ich davon aus, dass das Landgericht zuständig ist und dort besteht Anwaltszwang.

Darüber hinaus sind Klagen von Personen ohne Rechtsanwalt erfahrungsgemäß nicht erfolgreich, was daran liegt, dass Sie nicht zwischen rechtlichen und tatsächlichen Fragen unterscheiden können und nicht prozessordnungsgemäß vortragen. Dies führt in der überwiegenden Zahl der Fälle zu einem Verlust der Verfahren. Selbst wenn also der Streitwert unter 5.000,00 EUR für alle Fahrzeuge liegen sollte (wenn Sie gleichzeitig 10 Klagen einreichen, werden diese wohl vom Gericht zusammengefasst werden, so dass dies - mal abgesehen vom zeitlichen Versatz - keine Option darstellen dürfte - außerdem würden viel höhere Gerichtskosten entstehen, als wenn alles im Rahmen einer Klage verhandelt werden würde [der Grund hierfür ist das Gerichtskostensystem - 2 Klagen mit Streitwert 500 EUR kosten 210 EUR eine Klage mit Streitwert 1.000 EUR kostet 159 EUR]).
rate ich dringend zur Beauftragung eines Rechtsanwaltes, damit Sie eine angemessene Chance haben, in diesem komplizierten Sachverhalt durchzudringen.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 89301 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde beantwortet! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Gute verständliche Antwort ..Hat mir sehr geholfen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank - schnell und präzise! ...
FRAGESTELLER