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Diebstahl mit waffen

22.08.2010 16:38 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo, ich habe erste mal und letzte eine dumme sache gemacht und zwar eine Lederjacke in der Summe von 197 Euro vom Laden gestollen. Hausdetektiv hat mir festgehalten und polizei angeruft. Bei mir war ein Taschenmesser, Schere und eine Zange. In Protokol polizei hat Diebstahl mit Waffen geschrieben. Bitte helfen Sie mir, was erwartet mir und ob ich die Bestrafung mit Geld zahlen kann?.
Ich bin ausländischer Student, habe schon halbes Jahr legal in Berlin studiert und gelebt und bis jetzt habe kein Problem mit der Polizei. Bei mir war auch EC karte, habe ich dem Hausdetektiv und der Polizei gesagt, dass ich bereit bin die Ware zu kaufen, aber der Hausdetektiv hat das verweigert.

Vielen Dank

Eingrenzung vom Fragesteller
22.08.2010 | 17:50

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie können wegen Diebstahl mit Waffen gem. § 244 StGB angeklagt werden.

In Ihrem Fall liegt nach erster Einschätzung ein Diebstahl, bei dem Sie ein gefährliches Werkzeug bei sich mitgeführt habe. Das Delikt ist gem. § 244 Abs. 1 Nr 1 Alternative 2 StGB strafbar. 'Als Strafe ist eine Freiheitsstrafe von 6 Moanten bis zu 10 Jahren vorgesehen. Die Geldstrafe ist ausgeschlossen.

Die Staatsanwaltschaft muss beweisen, dass Sie die Werkzeuge wissentlich mitgeführt haben, was nicht sonderlich schwierig erscheint, aber unter anderen Umständen es auch schwierig erweisen kann.

Die Werkzeuge müssen auch objektiv gefählich gewesen sein. Ein Taschenmesser muss dies nicht unbedingt sein. Es kommt auf die Größe des Messers und auf seiner Schärfe an. Sie werden in aller Regel aber als gefährlich angesehen. Ob in Ihrem Fall eine Ausnahme vorliegt, lässt sich von hier aus nicht abschließend beurteilen. Die Schere kann ebenfalls als gefährlich eingestuft werden.

Sie müssen auch von der objektiven Gefährlichkeit der mitgeführten Werkzeuge gewußt haben.

Schließlich mußten Sie sie, die Gegenstände, bei sich geführt haben. Das ist nicht der Fall, wenn sie in einem verschlossenen Rücksack mitgeführt haben. Wo sie genau waren, haben Sie bisher nicht gesagt.


Ihr Vorleben ist ein Strafzumessungsgrund. Es kann berücksichtigt werden, dass Sie vor der Tat nicht bestraft waren. Es kann auch Ihr anchtatverhalten berücksichtigt werden, insbesondere, ob Sie wegen weitere Straftaten auffällig geworden sind. Dies kann aber nur innerhalb des Strafrahmens berücksichtigt werden, also unter 6 Monaten Freiheitsstrafe werden Sie nicht bestraft, falls Ihre Täterschaft nachgewiesen wird.

Sie sollen jedenfalls einen Verteidiger beauftragen, bzw. bei Straferwartungen von etwas einem Jahr (oder ab 6 Monate) wird Ihnen ein Pflichtverteidiger bestellt.

Um sich über eine Straferwartung zu äußern, müßte ich Akteneinsicht nehmen, habe auch gewisse Vorstellungen, kann aber dies auch nicht abschließend beurteilen.

Es spricht auch vieles, dass Sie sich geständig einlassen sollen. Aber dies kann auch nicht abschließend ohne Akteneinsicht beurteilt werden.

Sie brauchen einen Verteidiger. Das steht fest.
Akrteneinsicht konnte ich für Sie erledigen, wobei für dies eine weitere Vereinbarung erforderlich ist. Dann konnte ich die hier zu entrichtenden 20 € an den Betrag für das Nehmen der Akteneinsicht anrechnen.

Rückfrage vom Fragesteller 22.08.2010 | 18:25

Und wieviel kann meinstens die Summe für Bewährung Strafe sein

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22.08.2010 | 19:49

So eine Sume bzw. Mindestwert des Gegnstandes gibt es nicht- Ob die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird, richtet sich nach anderen Kriterien.
Wie gesagt, Sie brauchen einen Verteidiger.

Alle Auskünfte dienen Ihrer Orientierung und können eine mündliche anwaltiche Beratung nciht ersetzen.

Ergänzung vom Anwalt 22.08.2010 | 17:51

Nach der Rspr. des Bundesgerichtshofes sind Taschenmesser mit einer längeren Klinge grundsätzlich ein gefährliches Werkzeug ( BGH 3. Strafsenat, Entscheidungsdatum: 03.06.2008). Nur ausnahmsweise, wenn Sie ein Taschenmesser hatten, dass keine erheblichen Körperverletzungen wegen zu kurzer Klinge zufügen kann, besteht die Möglichkeit dass es um kein gefährliches Werkzeug gehandelt hat.

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