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Diebstahl im Handy-Geschäft


20.04.2005 19:09 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Guten Tag.

Ich besitze im Münchner Raum ein Handygeschäft. In April 2004 wurde ich von meiner Prakikantin mehrmals bestohlen. Sie hatte die Handys im Lager zusammen mit den Mülltüten nach draußen gebracht und so die Tel. Stück für Stück. mitgehen lassen.
Und mit einem kleinen Trick konnten wir sie dann erwischen.

Ich hatte daraufhin die Polizei gerufen, angezeigt etc. Sie war vor Gericht und musste dann angeblich einige Sozialstunden abarbeiten. Insgesammt betrug der Schaden 4000€. Ich hatte auch eine Liste erstellt, was tatsächlich geklaut worden war bzw. fehlte.

Ich bekam von der Polizei nur wenig Hilfe, die teilten mir weder mit wieviel Sie gestohlen hatte bzw. was sie angegeben hat noch wie alles ausgegangen war.
Nun meine Frage, bekomme ich Schadenersatz? Wer kommt dafür auf? Wie bekomme ich den Wert der Ware zurück?
Vielen Dank
Mr.de

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Schadensersatz werden Sie von der Verursacherin, also Ihrer (wohl ehemaligen) Praktikantin verlangen können. Denn diese hat gem. § 823 Abs. 1 BGB Ihr Eigentum beschädigt und sich ebenso gem. § 823 Abs. 2 BGB iVm. § 242 StGB schadensersatzpflichtig gemacht.

Allerdings ist es Ihre Aufgabe den entstandenen Schaden zu beziffern. Sie müssten also herausbekommen, wie hoch der Schaden ist, der Ihnen entstanden ist. Sie können, als Betroffener, Akteneinsicht in die Strafakte der Übeltäterin nehmen. Allerdings wird daraus nicht hervorgehen, wieviele Mobiltelefone Ihnen abhanden gekommen sind.

Können Sie den entstandenen Schaden beziffern oder schätzen, sollten Sie anwaltlich vertreten, den Anspruch auf Ersatz des Schadens gegen die Dame geltend machen. Auch wenn Sie derzeit möglicherweise nicht über die Mittel verfügt, Ihnen den Schaden zu ersetzen, so können Sie aus einem Urteil jedenfalls 30 Jahre lang vollstrecken, ohne das Verjährung eintritt.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort zunächst geholfen zu haben und stehe für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 21.04.2005 | 20:07

Hallo Herr Schwartmann,

vielen Dank für die rasche Antwort.

Wenn ich einen Anwalt konsultiere, dann kommt die Sache wieder vor Gericht? Wie geht das dann von Statten? Muss ich dann sie beobachten, wann und ob die junge Dame einen Job hat? Muss ich dann in bestimmten Abständen ihr einen Brief vom Anwalt schicken?
Und wenn Sie dann einen Job hat, woher weiß ich das? Und wie wird dann, wenn überhaupt, gepfändet? Ist da überhaupt ein Ende in Sicht und lohnt sich das?

Danke
mr.de

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.04.2005 | 14:11

Wenn die Dame sich weigert, Schadensersatz zu leisten, werden Sie wohl oder übel wieder klagen müssen. Aus einem entsprechenden Urteil werden Sie 30 Jahre lang vollstrecken können. Bei erfolgloser Vollstreckung werden Sie einen Antrag auf Abgabe der eidesstattlichen Versicherung stellen können, in deren Folge die Schuldnerin auch angeben muß, ob sie über ein Einkommen verfügt, wie hoch dieses ist und wer ihr das Einkommen zahlt (Arbeitgeber). Sodann besteht die Möglichkeit, das Arbeitseinkommen im gesetzlich zulässigen Umfang zu pfänden.

Die Kosten der Zwangsvollstreckung müssten von Ihnen vorgestreckt werden, und sind von der Schuldnerin zu erstatten.

Ob sich dieses Verfahren lohnt, wird davon abhängen, wie hoch Ihr Schaden ist, und ob Sie die Mühe der möglcherweise jahrelangen Zwangsvollstreckung auf sich nehmen möchten. Das kann ich Ihnen natürlich nicht sagen.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann

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