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Diebstahl eines Fahrrades aus TG


04.08.2007 11:47 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Unser Sohn wohnt zum Studium in einer uns gehörenden Eigentumswohnung. Bis vor 3 Wo hatte er sein Fahrrad ( ca. 750€ Wert) im abgeschlossenen Fahrradraum ( 2 verschlossene Türen)untergebracht. Die Hausverwaltung hat eigenmächtig den Fahrradraum aufgehoben und die Fahrräder in die Tiefgarage gestellt. Die Wohnungsinhaber wurden nachträglich informiert, die Eigentümer der Whng. wurden nicht informiert. Wir haben sofort Einspruch gegen diese Verlegung erhoben, da kein Beschluss der Eigentümerversammlung vorliegt. Die Begründung ist außerdem nicht nachvollziehbar.
Nun wurde unser Fahrrad aus der Tiefgarage gestohlen. Das Fahrrad war am Fahrradständer abgeschlossen. Wir vermuten das noch mehr Fahrräder gestohlen sind, diese aber erst mit Semesterbeginn gemeldet werden.
Die Hausverwaltung hat mit dem Beirat inzwischen eine Ortsbegehung durchgeführt und wird die Verlegung rückgängig machen.
Können wir die Hausverwaltung über Ihre Haftpflicht zum Schadenersatz verpflichten?
04.08.2007 | 12:00

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Die Hausverwaltung haftet für schuldhafte (vorsätzliche oder fahrlässige) Verletzungen der Hauptleistungspflichten.
2.Im Rahmen des § 27 WEG hat die Hausverwaltung bestimmte Maßnahmen vorzunehmen. Wenn demnach die Auflösung des Fahrradkellers erforderlich war, um die ordnungsgemäße Instandhaltung für die Wohnungsgemeinschaft zu gewährleisten und war die Maßnahme auch angemessen, so kommt eine Haftung nicht in Betracht.
3.Hat die Hausverwaltung aber ohne gerechtfertigten Grund und in nicht nachvollziehbarer Weise die Schließung des Fahrradkellers angeordnet und stellte die Unterbringung des Räder in der Tiefgarage keine hinreichende Sicherung dar, kommt eine Inanspruchnahme in Betracht, §§ 27 Abs. 1 Ziff. 2 WEG ivm 280 BGB. Für ein Verschulden spricht zum einen die Tatsache, dass ohne Beschluss der Eigentümer gehandelt wurde und nach Ihren Angaben auch ohne sonstigen ersichtlichen Grund. Wenn es unbefugten Dritten möglich ist, die Garage zu betreten, stellte die Unterbringung der Räder dort keine gesicherte Lagerung dar, was ebenfalls für ein Verschulden spricht.
4.Sie sollten daher zur Behebung des Schadens auffordern und versuchen, Beweise zu sichern (Zeugenaussagen etc.).


Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Diep, Rösch & Collegen
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Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


ANTWORT VON

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