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Diebstahl bei Trunkenheit, Objekt wurde breits an Besitzer zurück gegeben

15.10.2016 10:07 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tamás Asthoff


Sehr geehrte Damen und Herren,

Vor einigen Tagen habe ich im stark betrunkenen Zustand folgende Dummheit begangen: Im Erdgeschoss meines Wohnhauses befindet sich eine Bar, die regelmäßig Gegenstände im Treppenhaus lagert. Als ich betrunken nach Hause kam, standen dort Einrichtungsgegenstände, deren Wert mir leider nicht bekannt ist (jedoch lediglich aus Kunsstoff). Meine Schnapsidee war nun natürlich, einen solchen Gegenstand mitzunehmen und nach oben in meine Wohnung zu transportieren. Hierbei wurde ich gefilmt und am nächsten Tag vom Inhaber der Bar auf den Vorfall angesprochen. Natürlich habe ich mich entschuldigt und den Gegenstand sofort zurückgegeben. Der Eigentümer gab an, das Überwachungsvideo speichern zu wollen und vorerst auf einen Strafantrag zu verzichten. Allerdings kam es in dem Haus wohl schon mehrfach zu Diebstählen, ich selbst wohne erst seit 2 Monaten hier und hatte damit natürlich absolut nichts zu tun.
Für den Barbetreiber steht aber natürlich der Verdacht im Raum, dass ich etwaige Diebstähle verübt hätte und droht damit, mich beim nächsten Vorfall, egal wer tatsächlich der Täter sein sollte, für den Vorfall in den letzten Tagen und den zukünftigen Diebstahl verantwortlich zu machen. Natürlich wird er für die Zukunft keinerlei Beweise besitzen, die mich belasten, weil ich es nicht tun werde, aber zumindest das Video, dass mich bei der aktuellen Tat zeigt, wird er versuchen, gegen mich einzusetzen.
Bislang bin ich nie straffällig geworden, hatte noch nie Probleme mit Polizei oder Justiz. Ich bereue den Vorfall extrem und habe natürlich nun Angst, dass das weitere Konsequenzen haben könnte. Zudem bin ich noch unter 21.
Ein weiteres Problem in dieser Angelegenheit für mich ist, dass ich als Student der Medizin früher oder später für die Approbation oder für Bewerbungen ein Führungszeugnis benötige, und nun Angst habe, dass eine Eintragung mich vor Probleme stellen wird.
Wie bereits erwähnt, hat der Barbesitzer angegeben, keine Anzeige stellen zu wollen, aber ich habe natürlich auch keinerlei Garantie, dass er sich nicht doch noch dazu entscheiden sollte.

Über eine professionelle Einschätzung des Sachverhaltes würde ich mich sehr freuen.

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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für die Anfrage; jedoch kann ich Sie hier beruhigen.

Ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung wird regelmäßig nicht bestehen; somit kommt es nur auf den Strafantrag an.

Selbst wenn so einer aber gestellt ist, würde das Verfahren mit hoher Wahrscheinlichkeit aus mehreren Gründen eingestellt werden. Zum einen der anzunehmende geringe Wert der Sache; zum anderen die bereits erfolgte Rückgabe. Vor einer Strafverfolgung, geschweige denn vor einer Verurteilung brauchen Sie sich prinzipiell nicht zu fürchten. Selbst wenn diese aber erfolgen sollte, werden Verfahren bei Ersttätern in aller Regel- gegen Auflage- eingestellt.
Selbst bei einer Verurteilung sehe ich Ihre Laufbahn aber nicht gefährdet. Die Verurteilung wäre bis dahin wohl getilgt, oder aber gar nicht erst im Führungszeugnis aufgenommen. Sie würden definitiv nicht als vorbestraft gelten.

Daher kann der Vorfall, auch wenn ärgerlich, ihr berufliche Zukunft nicht beeinträchtigen. Ein Wiederholungsfall ist aber in jedem Fall zu vermeiden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 15.10.2016 | 11:01

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

Vielen Dank für Ihre zügige Rückmeldung. Natürlich wird es keinerlei Wiederholungsfälle geben, jedoch fürchte ich mich auch insbesondere vor der oben beschriebenen Ankündigung des Betreibers, beim nächsten Diebstahl der in der Bar erfolgt, mich verantwortlich zu machen. Hier wäre meine Frage noch, welche Auswirkungen die aktuelle Tat da hat. Sprich, angenommen jemand anderes würde etwas stehlen, der Eigentümer verdächtigt mich, auch wenn ich es nicht gewesen bin, würden dann aufgrund der vorliegenden Tat ausreichend Verdachtsmomente gegen mich vorliegen, eine Ermittlung einzuleiten? Natürlich hätte ich mir bei dieser Tat eines anderen nichts vorzuwerfen, jedoch würde ich einer Ermittlung verständlicherweise liebend gerne entgehen. Zudem wäre noch die Frage, wie lange der Betreiber Zeit hat, wegen der aktuellen Sache Strafantrag zu stellen, sprich verjährt das irgendwann?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.10.2016 | 11:14

Der Diebstahl (§ 242 StGB) verjährt gem. § 78 III Nr. 4 StGB in fünf Jahren. Da aber jede Tat isoliert betrachtet wird, sehe ich auch keine anderweitige Gefahr, selbst wenn im Haus ein anderer klaut. Ich teile ihre Auffassung nicht, dass automatisch irgendein Verdacht auf Sie fällt.


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