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Diebstahl aus unversichertem Hotel in Italien - Mahnbescheid sinnvoll?


20.12.2006 14:02 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,
mir wurde im Mai 2004 ein gesichertes Mountainbike im Wert von 4300€ aus dem Fahrradkeller einer italienischen Pension gestohlen. Ich habe dem Hotelier geschrieben das er den Schaden bitte seiner Versicherung melden soll. Dies hat er dann auch gemacht, der Versicherungsvertreter hat ihn erst mal vertröstet und hat gesagt, die Unterlagen sind zur Bearbeitung in der Hauptstelle. Einige Monate später ( nach mehrmaligem Nachfragen meinerseits) hieß es dann das Geld wäre unterwegs, aber nichts kam. Daraufhin habe ich das italienische Aufsichtsamt für Versicherungswesen angeschrieben, dieses teilte mir dann mit das der Hotelier gar nicht versichert ist. Dieser war ganz ahnungslos, und wie sich dann herausstellte hatte er seine Prämien korrekt an seinen Versicherungsvertreter bezahlt ( scheint in Italien wohl so üblich zu sein); dieser hatte sie allerdings nicht weitergeleitet sondern in die eigene Tasche gewirtschaftet. daraufhin habe ich dem Hotelier eine formlose Zahlungsaufforderung geschickt damit er den Schaden bezahlt. Der war dann beim Anwalt, hat gesagt er bezahlt den Schaden selber aber passiert ist mal wieder seit langem nichts.
Nun meine Frage: Ist der Hotelier überhaupt haftbar zu machen?Kann ich dem Hotelier einen Mahnbescheid zukommen lassen?
Welche finanziellen Risiken kommen da auf mich zu?

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Sehr geehrter Ratsuchender,


sofern Sie bei Abschluss der Beherbungsvertrages NICHT die Anwendung des deutschen Rechtes vereinbart haben (was ich fast befürchte), werden Sie den Ersatzanspruch in Italien geltend machen müssen.

Nach dem dortigen Gesetz werden Sie Ihre Forderung vor dem dortigen Friedensrichter geltend machen müssen, wobei Anwaltskosten nur dann erstattungsfägig sind, wenn Sie unbedingt notwendig waren.

Und genau daran kann es hier aufgrund des Anerkenntnisses des Hotelliers scheitern, so dass Sie damit rechnen müssen, die RA-Kosten (ca. 1.000,oo EUR) selbst tragen zu müssen. Daneben hätten Sie dann auch noch das Risiko der Zwangsvollstreckung zu tragen.

Materiellrechtlich ist der Hotellier zwar auch nach italienischem Recht in der Haftung, hier sehe ich aber die Gefahr, dass Sie nicht unerhebliche Kosten mit ungewissem Vollstreckungserfolg tragen müssen.

Ob Sie bereits sind, dieses Risiko zu tragen und "gutes Geld" dem zweifelhaften Anspruch "hinterherzuwerfen" müssen aber allein Sie entscheiden.


Sollte wider Erwarten nach Prüfung des Buchungsvertrages deutsches Recht anwendung finden, können Sie den Mahnbescheid beantragen. Mit anwaltlicher Hilfe enstehen Kosten in Höhe von rund 500,00 EUR, fertigen Sie den Mahnbescheid selbst, betragen die Kosten rund 70,00 EUR.



Insgesamt sollten Sie auch in Hinblick auf den nicht unerheblichen Wert alle Unterlagen (soweit vorhanden) und insbesondere auch den Schriftwechsel mit dem Hotellier/ Versicherung aber noch einmal individuell prüfen lassen, was dieses Forum so nicht bieten kann.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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