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Diebstahl auf der Arbeit

| 18.06.2009 21:53 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
So...gestern ist es mir dann passiert, ich habe absoluten Bockmist gebaut! :(((

Ich war bis gestern bei einem ambulanten Pflegedienst tätig (seit 8 Jahren ohne irgendwelche Zwischenfälle/Beschwerden).
Gestern mittag ist mir dann das dümmste passiert, was mir jemals passiert ist. Ich habe bei einer Patientin 10€ aus dem Portemonie genommen, ohne sie zu fragen. Ich wollte sie am nächsten Tag zurück bringen. Ich weiss auch nicht, was mich da geritten hat, aber ich habe es nunmal getan :(((
Nun ja...kurz darauf rief der komische Nachbar an und zitierte mich mit den Worten, "sie haben da was vergessen" zurück. Auf meine Frage was, antwortete er,"das wissen sie schon ganz genau oder sollen wir uns die Videobänder anschauen?" Da war mir natürlich klar, das er mich beobachtet hat.
Er sagte dann, wir können das noch so klären und ich fuhr hin. Als ich dort ankam, teilte er mir mit, das er die Polizei bereits gerufen hätte. In dem Moment war ich so perplex, das ich gar nicht mehr denken konnte.
Ich habe mich als erstes bei der Dame entschuldigt, sie hat meine Entschuldigung auch angenommen und wollte die Sache auf sich beruhen lassen aber der Nachbar nicht.
Schliesslich kam dann die Polizei und nahm die Daten auf. Ich gestand, die 10€ aus dem Portemonie genommen zu haben.
Da dieser Nachbar aber dann anfing, es wäre schon öfters Geld weg gekommen bei der Dame und er hätte uns alle schon getestet,und mich hätte er eh schon länger im Visier fiel mir doch alles aus dem Gesicht.
Ich sagte, das ich noch nie irgendetwas bei dieser Dame entwendet hätte (was ich auch wirklich nicht habe), was der Polizist mir aber nicht glaubte und mir vorwarf alte Menschen abzuzocken und den Beruf verfehlt zu haben! :((( (Das tat richtig weh, weil ich meinen Beruf wirklich über alles liebe)
Ich kam mir vor wie ein Schwerverbrecher. Daraufhin sagte er dann noch, ich würde eine Vorladung bekommen und könne jetzt gehen.
Ich sagte, das ich schon ganz gerne noch dabei bleiben möchte, falls der Nachbar mir noch andere Dinge unterstellen würde, komplimentierte er mich mit den Worten, das ich das mal ihre Sorge sein lassen sollte, hinaus.

Ich bin dann zu meiner Chefin, hab ihr alles gesagt, sie musste mich daraufhin natürlich fristlos entlassen.

So, jetzt habe ich schon ein halbes Buch geschrieben, ohne überhaupt meine Fragen gestellt zu haben:

1.) Halten Sie es für nötig/sinnvoll einen Anwalt zu nehmen oder kann ich das auch alleine schaffen? (Ehrlich gesagt, habe ich jetzt richtig Angst vor der Polizei, wenn die auch so sind, wie der Kollege gestern) Wieviel wird mich das ungefähr kosten?

2.)Wie verläuft das jetzt weiter mit der Strafanzeige? Wie lange muss ich wohl auf heissen Kohlen sitzen und warten?

3.) Was für eine Strafe wird auf mich zu kommen? Das wird dann doch sicher im Führungszeugnis eingetragen!?

Ich bin bisher strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten.


Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort.


18.06.2009 | 22:50

Antwort

von


(1211)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
E-Mail:
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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Grundsätzlich rate ich Ihnen dringend, einen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung zu beauftragen. Das Ziel, das in Ihrem Fall angestrebt werden sollte, ist eine Einstellung des Verfahrens nach § 153 a StPO . D. h., in diesem Fall würde das Strafverfahren mit einer Auflage eingestellt. Die Auflage kann darin bestehen, einen Geldbetrag an eine gemeinnützige Einrichtung zu zahlen.

Kommt es zu einer Verfahrenseinstellung nach § 153 a StPO , ist die Sache für Sie beendet. Vorbestraft wären Sie dann nicht.

Ob eine Einstellung im oben beschriebenen Sinn zustande kommt, hängt natürlich davon ab, daß Staatsanwaltschaft und Gericht zustimmen.

Wenn man davon ausgeht, daß der Anwalt in Ihrem Fall eine sog. Mittelgebühr in Rechnung stellt, würden im Ermittlungsverfahren folgende Gebühren anfallen:

Grundgebühr (Mittelgebühr): 165 €
Verfahrensgebühr (Mittelgebühr) 140 €
Auslagenpauschale 20 €
Schreibauslagen
19 % MWSt.

Kommt es zu einer Gerichtsverhandlung fallen zusätzlich folgende Gebühren an:

Verfahrensgebühr (Mittelgebühr) 140 €
Terminsgebühr (Mittelgebühr) 230 €

Dies sind Anhaltswerte, um Ihnen einen Überblick zu verschaffen.


2.

Da Strafanzeige erstattet worden ist, wird eine Strafakte angelegt werden. Sie werden eine Vorladung zur Polizei erhalten. Vor der Polizei müssen und sollten Sie keine Aussage machen.

Wenn Sie einen Rechtsanwalt einschalten, wird er Einsicht in die staatsanwaltschaftliche Ermittlungsakte nehmen und nach erfolgter Akteneinsicht für Sie eine Einlassung fertigen. Die schriftliche Einlassung mit dem Ziel eine Verfahrenseinstellung gem. § 153 a StPO zu erreichen, ist in Ihrem Fall sinnvoll.


3.

Kommt es nicht zu einer Einstellung, hat die Staatsanwaltschaft zwei Möglichkeiten: Sie kann entweder Anklage erheben oder das Strafbefehlsverfahren wählen.

Wird Anklage erhoben, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung.

Beantragt die Staatsanwaltschaft den Erlaß eines Strafbefehls, wird Ihnen dieser Strafbefehl zugestellt. Dort steht dann auch die Geldstrafe, die gegen Sie verhängt wird. Den Strafbefehl können Sie entweder akzeptieren oder ablehnen, indem sie innerhalb einer Frist von zwei Wochen dagegen Einspruch einlegen. Im Fall des Einspruchs kommt es dann zur Hauptverhandlung, so als ob Anklage erhoben worden wäre.

Die Höhe der zu erwartenden Geldstrafe dürfte im Bereich zwischen 10 und 20 Tagessätzen liegen. Wie hoch der Tagessatz ist, hängt von Ihren wirtschaftlichen Verhältnissen ab.

Wenn dies die erste Geldstrafe für Sie ist, müssen Sie im Fall einer Verurteilung nicht mit einer Eintragung in das Führungszeugnis rechnen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 29.06.2009 | 10:31

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