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Diebstahl als Tatbestand bei gefundener Geldbörse


26.11.2005 18:09 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Nachricht: Hallo, ich habe gestern eine sehr negative Erfahrung mit der Polizei gemacht : ich fuhr gestern nachmittag zur Tankstelle um mein Auto in die Waschanlage zu bringen - vor mir war eine ältere Dame dran. Als sie aus der Waschanlage ausfuhr liess sie vermutlich Ihre Geldbörse fallen - was ich zu dem Zeitpunkt aber nicht wusste. Als ich in die Waschanlage einfuhr bemwerkte ich dass ich über einen Gegenstand am Boden gefahren war - zuert dachte ich,es wäre eine Art Reifenstopper,wie es in einigen Waschanlagen der Fall ist. Erst beim Ausfahren aus der Waschanlage(als ich wieder über diesen"Widerstand"fuhr) öffnete ich die Autotür und sah unter das Auto - da lag eine Geldbörse.Da ich in Eile war,nam ich die Börse an mich mit der Absicht den Fund bei der Polizei oder bei dem Besitzer abzugeben. Da ich noch einige Besorgungen zu erledigen hatte öffnete ich die Geldbörse erst ca. zwei stunden später - anhand des Personalausweises sah ich das die Besitzerin in meiner Nachbarschaft wohnte und so beschloss ich den Fund am Abend wenn ich daheim war persönlich abzugeben. Kaum war ich daheim klingelte es an der Tür und die Polizei stand da - anhand der Überwachungskamera in der Tankstelle/Waschanlage war ich aufgrund meines PKWs als der "Finder" der Geldbörse ermittelt worden(Beweisfoto hatten die Beamten dabei) Ich übergab den Beamten die Geldbörse und sagte dass ich in den nächsten Minuten sowieso den Fund bei der Besitzerin abgeliefert hätte. Der Beamte dursuchte die Börse und sagte dass laut Aussage der Besitzerin zweihundert euro in der Börse gewesen wären - tatsächlich befanden sich aber nur zwanzig darin(ansonsten fehlte nichts:Ec-Karte,Ausweis,Kreditkarten war alles da) Ich versichert nichts aus der Börse genommen zu haben - die Beamten gingen und notierten meine Telefonnummer. Eine Stunde später meldete sich der Polizist und sagte dass sie davon ausgehen,ich hätte das (angebliche) Geld entwendet und auf mich würde jetzt eine Strafanzeige wegen Diebstahls zukommen. Er begründete sein "Urteil" mit der Tatsache dass er seit über zwanzig Jahren im Dienst sei und somit wisse dass ich das Geld an mich genommen haben muss. Weiterhin sagte er,dass Leugnen zwecklos sei und forderte mich auf, am nächsten Tag auf der Wache zu erscheinen und die zweihundert Euro abzugeben - somit würde dann mein Straffmass bei der Staatsanwaltschaft/Gericht milder ausfallen. Ich war heute auf der Polizeiwache und habe mich über den Beamten beschwert(er war natürlich nicht da) und erklärt ich werde zu dem Vorgang keine Aussage machen,bevor ich mit einem Antwalt gesprochen habe. Ich habe bisher nie etwas gestohlen noch bin ich jemals wegen einer anderen Sache bei der Polizei auffällig geworden. Ich bi 31 Jahre alt und arbeite in einem grossen Unternehmen als Festangestellter mit Führungsverantwortung - die einzige Sache ist,dass ich türkischer Staatsbürger bin und vielleicht deswegen wie ein"Dieb" in den Augen des betreffenden Polizeibeamten erscheine(wähernd des besagten Telefonats erwähnte er sowas ähnliches wie"Ich kann Leute wie Sie sehr gut einschätzen"FRECHHEIT!!) Sie können sich vorstellen,dass mich die ganze Angelegenheit sehr beschäftigt - deshalb wende ich mich jetzt an dieses Forum,und hoffe dass Sie mir etwas weiterhelfen können. P.S. die Geschädigte Frau kann aufgrund von Kontoauszügen angeblich beweisen dass sie an dem Tag des Verlustes der Geldbörse zweihundert Euro abgehoben hat...
Wie soll ich mich jetzt verhalten und was könnte im schlimmsten Falle auf mich zukommen,da man mir anscheinend nicht glaubt ?
mfG xx

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihr Verhalten in der Tankstelle war in der Tat nicht ordnungsgemäß, Sie hätten die Börse dort abgeben sollen. Dadurch, daß Sie die Börse an sich genommen haben, haben Sie zumindest den objektiven Tatbestand des Diebstahls erfüllt. Ob dies zu einer Bestrafung führt, hängt insbesondere auch davon ab, ob sich in der Börse tatsächlich nur 20,- oder aber 200,- € befunden haben. Waren es tatsächlich nur 20,- €, ist zur Verfolgung ein Strafantrag erforderlich, von dem bisher nicht bekannt ist, ob ein solcher von der Eigentümerin gestellt wurde.

Insgesamt empfehle ich Ihnen, in dieser Sache einen Anwalt zu beauftragen, der zunächst für Sie Einsicht in die Strafakte nehmen und damit insbesondere auch die genaue Einlassung der Eigentümerin feststellen kann. Erst danach läßt sich vernünftig entscheiden, wie weiter vorgegangen werden soll.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen ersten Angaben geholfen zu haben.
Für eine Rückfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
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