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Die liebe Verwandtschaft....


05.12.2010 13:55 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Guten Tag,

nachdem meine Mutter im Sommer d.J. verstorben ist, gehe ich davon aus, dass ich für den Fall, dass ihre Mutter stirbt, in der Erbfolge an die Stelle meiner Mutter trete.

Ausser meiner vorverstorbenen Mutter sind noch ihre zwei Schwestern vorhanden, die auch als Erben in Frage kommen. Es besteht ein Testament, dass meine Großmutter gemeinsam mit ihrem vorverstorbenen Ehemann aufgesetzt hat. Demnach würde meine Mutter nach dem Ableben der Großmutter zu gleichen Teilen mit der einen Schwester erben, die andere Schwester erhält nur den Pflichtteil. Da ich zu der Großmutter und zu den beiden Schwestern meiner Mutter Kontakt Kontakt mehr halte und um ehrlich zu sein nur daran interessiert bin, aus dem Erbfall möglichst viel Geld zu erlangen, stellt sich mir folgende Frage:

Besteht die Möglichkeit, schon jetzt zu verfügen, dass für eine eventuelle Pflege der Großmutter, keine übermäßigen Summen ausgegeben werden? Die beiden noch vorhandenen Schwestern meiner Mutter planen nämlich die Unterbringung der Großmutter in einem "Nobel-Pflegeheim".

Gleiches gilt für eine irgendwann ja einmal nötige Bestattung. Kann auch hier schon im Vorfeld verfügt werden, dass die preiswerteste Lösung gewählt wird?

Wie gesagt, es geht mir darum, möglichst viel Kapital zu erzielen. Es steht zubefürchten, dass seitens der beiden vorhandenen Schwestern meiner Mutter mehr Geld ausgegeben wird, als unbedingt nötig.

Für Ihre Bemühungen besten Dank

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Sehr geehrter Rechtsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

1. Ihre Erbenstellung:

Grundsätzlich treten Sie nach dem Tod Ihrer Mutter in deren Erbenstellung.

Da das Testament, so wie es verfasst wurde, nach dem Tod Ihrer Mutter nicht mehr durchzuführen ist, ist es notwendig zu prüfen, welche Teile aufrechterhalten werden können und ob und wie es gegebenenfalls auszulegen ist. Grundsätzlich ist der Wille des Erblassers zu berücksichtigen.

Da lediglich eine Tochter enterbt wurde, gehe ich in der Tendenz davon aus, dass die Gründe für die Enterbung in der Person der enterbten Tochter zu finden sind. Dass Ihre Mutter nun vorverstorben ist, dürfte daher an der Enterbung der Tochter nichts ändern. Sie müssten demnach zusammen mit der anderen Tochter Erbe werden und die enterbte Schwester dürfte nur den Pflichtteil erben.

Dies lässt sich jedoch nur zuverlässig nach genauer Prüfung des gesamten Testamentes und der Gesamtumstände feststellen, die für die Auslegung von Testamenten unerlässlich sind.

2. Erhaltung der Erbmasse:

Wenn Sie keinen Kontakt zu Ihrer Verwandtschaft haben, kann ich nachvollziehen, dass Sie möglichst viel erben wollen. Allerdings wird es ohne Weiteres kaum möglich sein, Ihre Großmutter auf das billigste Heim oder die günstigste Beerdigung zu verweisen. Ihre Großmutter kann über ihr Vermögen frei verfügen, wenn Sie hierzu geistig in der Lage ist.

Wenn Sie in ein bestimmtes Heim möchte, kann ihr dies nicht verboten werden. Das gilt umsomehr, da Sie dieses auch bezahlen kann – also ihren finanziellen Verhältnissen entspricht. Es gibt grundsätzlich kein Gesetz, das sie verpflichten würde, ihr Vermögen für die Erben möglichst weit zu erhalten.

Entsprechend kann Sie auch ihre Beerdigung planen.

Wenn Sie denken, dass Ihre Großmutter sich alleine nicht mehr um ihre finanziellen Angelegenheiten kümmern kann, ihr Vermögen verschwendet und sich zu sehr von ihren verbliebenen Töchtern beeinflussen lässt, können Sie beim Betreuungsgericht eine Betreuung für Ihre Großmutter anregen. Hierbei kann Sie die Betreuungsstelle der Stadt/Gemeinde unterstützen. Ein Betreuer, der in Angelegenheiten der Vermögenssorge bestellt wird, kann vermeiden, dass Ihre Großmutter über ihre Verhältnisse lebt – falls dies zutrifft.

Ich bedauere, Ihnen nichts günstigeres mitteilen zu können und hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen dennoch weitergeholfen zu haben.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den vorstehenden Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Sachverhaltsaufklärung nicht ersetzen kann. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen Ihrerseits kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Bei Unklarheiten können Sie gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch machen.

Mit freundlichen Grüßen

Gina Haßelberg
(Rechtsanwältin)

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