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Die gemeinschaftliche Verwaltung des Nachlass durch Erbengemeinschaft

| 19.01.2009 15:06 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Wir sind 6 Kinder und haben von den Eltern 1 Haus in gesetzlicher Erbfolge geerbt. Wir sind uns einig, dass es verkauft werden soll aber nicht wie. 5 sind sich einig, dass der Verkauf über ein Erbe/Kind, das selbst Immobilien-Makler ist und dafür einfach eine Aufwandsentschädigung möchte. 1 Erbe/Kind möchte das nicht und einen Fremdmakler einschalten.
1. Frage: Was können die fünf tun um handeln zu können?
2. Frage: Muß es zum wie es verkauft wird auch eine Einstimmigkeit geben?

Von den 6 Erben haben 2 Schlüssel zum Haus. Es wurde auch in Mehrheit bestimmt, daß diese 2 die Verwaltung des Hauses übernehmen, da sie sich auch zu Lebzeiten des Erblassers um das Haus und den Erblasser gekümmert haben.
Eine andere Miterbin hat schon einmal persönliche Gegenstände des Erblassers (z.B. Ahnenbuch, Fotoalbum) aus dem Haus genommen, obwohl beschlossen war, dass persönliche Dinge des Erblassers in eine Kiste kommen und bei einem aufbewahrt werden.
1.Frage: Kann diese Miterbin, die die Gegenstände unberechtigter Weise mitnahm (noch) darauf bestehen einen Schlüssel des Hauses zu bekommen?
2. Frage: Welche Möglichkeit haben wir anderen, wieder an die Gegenstände zu kommen.

Ich muß wohl nicht sagen, dass eben diese 1 Miterbin, die den Verkauf durch einen Fremdmakler machen will, auch die 1 Miterbin ist, die sich an den persönlichen Sachen zu schaffen machte.
Unberechtigte Mitnahme.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für das Einstellen Ihrer Frage, welche ich Ihnen anhand des geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Da der Erblasser mehrere gesetzliche Erben hinterlassen hat, bilden die sechs Kinder eine Erbengmeinschaft, der Nachlass wird zum gemeinschaftlichen Vermögen aller Erben.

Die gemeinscgaftliche Verwaltung des Nachlasses ist in § 2038 BGB geregelt. Danach steht die Verwaltung des Nachlasses den Erben gemeinschaftlich zu. Jeder Miterbe ist den anderen gegenüber verpflichtet, an Maßregeln mitzuwirken, die zur ordnungsgemäßen Verwaltung erforderlich sind. Dabei werden Entscheidungen grundsätzlich durch Stimmenmehrheit getroffen, wobei die Stimmenmehrheit nach der größe der Erbteile zu bestimmen ist. Dies bedeutet in Ihrem Fall, da ja als gesetzliche Erben alle Kinder den selben Anteil an der Erbschaft erhalten, dass auch alle die gleiche Stimmberechtigung besitzen. Die Miterbin, welche also gegen den Verkauf durch einen Miterben ist, ist damit überstimmt, und Sie - die Erbengemeinschaft - können den Verkauf wie geplant durchführen.

Als Miterbin kann besagte Person auch nicht darauf bestehen, einen Schlüssel zu dem Haus ausgehändigt zu bekommen, wenn Sie beschlossen haben, die verwaltung des Hauses auf zwei Miterben zu übertragen.

Bezüglich der entwendeten Gegenstände hat die Erbengemeinschaft die Möglichkeit, diese Dinge von der Miterbin herauszuverlangen durch eine sog. Erbschaftsklage. Denn die Erbengemeinschaft kann über einen Nachlassgegenstand nur gemeinschaftlich verfügen. Herausgegeben muss aber an die Erbengemeinschaft, nicht an einen bestimmten Miterben.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen ein wenig weitergeholfen haben. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen auch im Rahmen einer Mandatsübernahme gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Yvonne Müller
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 20.01.2009 | 13:14

Gilt der Mehrheitsbeschluss auch für die beschlossene Aufwandsentschädigung (€ 6.000,--) für den Miterben, der das Haus verkauft?
Bitte noch mal schriftlich beantworten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.01.2009 | 10:23

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage - wenn auch etwas verspätet - wie folgt:

Die Stimmenmehrheit ist bei allen Maßnahmen zur Verwaltung des Nachlasses erforderlich. Der Begriff der "Verwaltung" ist dabei weit zu fassen und betrifft alle Maßnahmen, die der Erhaltung, Vermehrung, Sicherung und Nutzung des Nachlasses dienen. Daher ist auch der Verkauf des Hauses mithilfe eines Maklers davon gedeckt. Zu beachten ist, dass Sie als Makler nicht selbst mit abstimmen dürfen.

Als Makler stellen Sie Ihre Kosten/Aufwandsentschädigung den Miterben in Rechnung, so dass darüber an sich kein neuer Beschluss zu fassen ist. Die Forderung des Maklers ist dann Nachlassschuld und somit aus dem Nachlass zu begleichen.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage hinreichend beantwortet zu haben, und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Yvonne Müller
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 20.01.2009 | 12:58

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FRAGESTELLER 20.01.2009 5/5,0
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