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Die Berechnung der Grundsteuer und der Gebäudeversicherung auf der Nebenkostenabrechnung scheint mir


08.06.2005 12:03 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Guten Tag,

ich habe meine Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2004 erhalten und dazu zwei Fragen:
1. Das Grundstück des Mietshauses ist aufgeteilt zwischen einzelnen Mietern und Vermieter. Der Vermieter hat jedoch den größten Anteil im hinteren Bereich, der von uns Mieter auch nicht betreten werden darf. Auf den uns überlassenen Grundstücken findet auch das trocknen der Wäsche statt - aller Bewohner. Ist er berechtigt, die gesamte Grundsteuer auf die Mieter umzulegen?
2. Die Gebäudeversicherung ist doppelt so hoch, wie bei gleichwertigen Häusern im Nachbarort. Müssen wir als Mieter dies so hinnehmen oder können wir den Vermieter auf diese Tatsache hinweisen und eine Kostenreduzierung verlangen?
Vielen Dank für die Antwort - MfG Edda Jacobs
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die erste Frage lässt sich recht leicht beantworten: Selbstverständlich kann Ihr Vermieter, wenn er selbst einen Teil des Grundstücks nutzt, nicht die gesamte Grundsteuer auf die Mieter umlegen. Die Umlage der Betriebskosten kann nur insoweit erfolgen, wie sie im Zusammenhang mit der Vermietung der Wohnungen anfallen.

Hinsichtlich des zweiten Problems ist voranzustellen, dass der Vermieter auch nur solche Betriebskosten auf die Mieter umlegen kann, die bei gewissenhafter Abwägung aller Umstände und bei ordentlicher Geschäftsführung gerechtfertigt sind. Bei der Feststellung, ob die Umlage dem entspricht, der Vermieter also wirtschaftlich gehandelt hat, sind Erfahrungswerte vergleichbarer Bauten heranzuziehen (vgl. § 24 Absatz 2 Satz 3 der Zweiten Berechnungsverordnung). Für die Frage der Höhe der Gebäudeversicherungskosten stellt die Tatsache, dass diese doppelt so hoch wie bei gleichwertigen Häusern im Nachbarort sein sollen, sicherlich ein Indiz für ein unwirtschaftliches Vorgehen des Vermieters da, für das Sie als Mieter nicht einstehen müssen.

Ich empfehle Ihnen daher, beim Vermieter gegen die Betriebskostenabrechnung hinsichtlich beider Punkte Widerspruch einzulegen. Begründen Sie den Widerspruch damit, dass zum einen die Umlage der Grundsteuer allein auf die Mieterschaft unangemessen ist, da der Vermieter einen Teil des Grundstücks selbst nutzt. Weisen Sie zum anderen darauf hin, dass Ihnen die Kosten der Gebäudeversicherung aufgrund der Ihnen bekannten Werte vergleichbarer Häuser zu hoch erscheinen. Fordern Sie Ihren Vermieter auf, Ihnen mitzuteilen, welche Bemühungen er zum Abschluss einer möglichst kostengünstigen Gebäudeversicherung unternommen hat (beispielsweise Einholung von mehreren Angeboten verschiedener Versicherungen).

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen weiter geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Ingo Kruppa
Rechtsanwalt
www.kruppa-ruprecht.de
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