Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.405
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Deutschnachweis


30.09.2007 21:57 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer



Guten Tag

ich habe mit meiner Freundin (Thailänderin) im Juni 2007 ein Heiratsvisum für Deutschland beantragt.
Die Unterlagen sind komplett, alles liegt dem Standesamt / Oberlandesgericht vor und ich warte auf die Festsetzung eines festen Eheschlissungtermins.

Aber nach dem Änderungsgesetz zum Ehegattenzuzug wird nun ein Deutschnachweis verlangt.

In unserer Situation ist es alledings so, dass meine Freundin nicht dauerhaft in Deutschland leben will. Sie hat Kinder (8 und 13 Jahre alt) in Thailand, ein Haus und Grundstück. Dies habe ich auch der Ausländerbehörde gegenüber geäußert. Es ist so, dass in fernerer Zukunft ich in Thailand mit ihr leben will. Für die Übergangszeit werde ich sie häufiger in Thailand besuchen, und natürlich möchten wir, dass sie zeitweise (3 - 6 Monate wenn möglich ) bei mir leben darf. Sie möchte Deutschland und meine Angehörigen kennenlernen.
Darum haben wir den Heirats-Visum-Antrag gestellt.
Ich wollte, dass meine Verlobte ein paar Monate nach der Heirat mit mir zusammen hier lebt, und dann wieder nach Hause zurückkehrt.

Bei der Ausländerbehörde sagte man mir, dass das nun ja jeder behaupten könne, und daß ich den Rückkehrwunsch nicht beweisen könne. Und daß unser Visumantrag ohne Nachweis (übrigens gar nicht so einfacher Deutschkenntnisse) keine Chance hätte.
Mit dem Antrag auf Eheschliessung habe meine Verlobte automatisch bestätigt, dass sie dauerhaft mit mit in Deutschland leben wolle. Und wenn sie mal hier sei, und wir geheiratet hätten, dann gebe es keine rechtliche Handhabe für die Behörde, meine Verlobte wieder auszuweisen. Darum würde dem Einreiseantrag nicht zugestimmt, auch nicht mit der Aufenthaltsgenehmigung für ein paar Monate.

Sind wir wirklich chancenlos und müssen somit in Thailand heiraten? Damit haben wir wieder neuen Papierkrieg und meine Frau dann wohl nie die Möglichkeit, meine Verwandten und Deutschland kennezulernen. Ich bin noch ratlos.

Vielen Dank für Ihre Hilfe








Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Vorab das Handeln der Behörde ist korrekt.

Das Gesetz der Reform des Zuwanderungsgesetzes ist am 28.08.2007 in Kraft getreten. Bezüglich des Ehegattennachzug (zu Deutschen sowie zu in Deutschland lebenden Ausländern) gilt nun, dass zukünftig einfache deutsche Sprachkenntnisse vor der Einreise nachgewiesen werden müssen, um insbesondere den nachziehenden Frauen die Integration in Deutschland zu erleichtern. Gefordert sind Sprachkenntnisse auf niedrigstem Niveau wie Antworten zu Fragen "Haben Sie einen Schulabschluss?" oder "Arbeiten Sie zur Zeit?".

Sie müssen die Sprachkenntnisse vor der Einreise im Regelfall bei der Beantragung des Visums für den Ehegattennachzug in der deutschen Botschaft bzw. im Generalkonsulat nachweisen. Dazu müssen Sie den Antragsunterlagen ein Zertifikat des Goethe-Instituts über die Sprachprüfung A1 „Start Deutsch 1" beifügen.

Ausländerinnen und Ausländer, bei denen ein erkennbar geringer Integrationsbedarf besteht, sind vom Nachweis von Sprachkenntnissen befreit. Dies ist beispielsweise bei Personen der Fall, die einen Hoch- und Fachhochschulabschluss besitzen.

Als einfachste Lösung für Sie bietet sich also die Belegung eines Sprachkurses für Ihre zukünftige Frau an. Eine andere Lösung sehe ich hier nicht, da die Behörde korrekt handelt und Ihnen ja die Wiederausreiseabsicht Ihrer Frau nicht abnimmt.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER