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Deutsche Auslandskrankenversicherung

17.04.2010 06:35 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Wir leben seit 2008 in China. Meine Tochter und ich sind seit März 2009 selbst bei einer deutschen Krankenversicherung versichert. Vorher waren wir über den Arbeitgeber meines Freundes versichert.
Bei einem Arztbesuch , ein deutscher Allgemeinmediziner, im Februar diesen Jahres wurde bei mir ein extrem hoher Blutdruck festgestellt, 220 zu ?. Der Arzt rief in meinem Beisein bei der Krankenversicherung an, da er mich stationär beobachten, also ein paar Tage im Krankenhaus untersuchen. Die Krankenkasse sagte telefonisch die Kostenübernahme zu. Es wurde mehrfach noch an diesem Tag der Blutdruck gemessen, der dann konstant 160/100 blieb. Ich war auch sehr aufgeregt, denn ich war vorher nur einmal im Krankenhaus, nicht in China. Am nächsten Tag wurde eine Sonographie gemacht. Da dann keine weiteren Unregelmäßigkeiten auftauchten wurde ich wieder entlassen. Jedoch hier hatte die Krankenkasse der Klinik einen Fragebogen geschickt und war von der Kostenübernahme erst mal zurückgetreten. Der von der Klinik eingeforderte Betrag belief sich auf ca. 3800 Euro, die ich dann selbst zahlen sollte. Nach sehr harten Diskussionen konnte ich das Krankenhaus nur unter Nennung meiner Kreditkartennummer als Sicherheit bis zur vollständigen Klärung verlassen.
Den Fragebogen der Krankenkasse habe ich wahrheitsgemäß beantwortet, auch die Entbindung der Schweigepflicht der vorher behandelten Ärzte + Kassen gestattet. Im Sommer 2008 wurde bei einer Routineuntersuchung ein Blutdruck von 160/100 festgestellt. Die darauf folgende Untersuchung ergab keinerlei Schäden an irgendwelchen Organen oder Blutgefäßen. Ich war auf Grund dieser Untersuchung nicht in Behandlung. Wenn ich in China , selten, zum Arzt ging, ließ ich das mit kontrollieren.
Vor ein paar Tagen erhielt nun mein Freund nicht ich eine Mail, dass ich nun nicht mehr versichert sei, da ich eine Hypertonie hätte, die ich verschwiegen hätte.
Folgendes an dieser Mail ist seltsam: die chinesische Postadresse stimmt nicht, mein Freund ist dort nicht versichert-die Versicherung hat meine Post- und mailAdresse in China . Ich bin unter meinem Namen versichert, nicht über den Namen meines Freundes. Die Versicherung fordert Beiträge bis zum 30.09.09 ein, offiziell endet die Versicherung am 10.7.10. die Bestätigung hierfür wurde am 1.03.10 an mich gesandt mit den Versicherungskarten an meine chinesische Postadresse. Ich persönlich habe bis heute keine Mail oder Brief bezueglich einer Kuendigung erhalten, ich wurde auch nicht telefonisch benachrichtigt.
Die Frage ist nun: Bin ich noch versichert-was ist mit meiner Tochter ,
Welche Rechte habe ich?

Sehr geehrte Fragestellerin,

anhand der gegebenen Informationen kann ich Ihnen folgende vorläufige Einschätzung zu Ihrem Problem geben:

1. Wenn Sie tatsächlich bei Ihrem Antrag auf eine Auslandskrankenversicherung sämtliche Ärzte angegeben haben (also uch den, der die Routine-Untersuchung im Sommer 2008 durchgeführt hat), dann hat die Versicherung Gelegenheit gehabt, Ihre individuellen Risiken zu bewerten und den Abschluss des Vertrages abzulehnen oder Leistungen bei Herzerkrankungen auszuschließen oder gegen einen Zuschlag mitzuversichern.
Demnach wäre ein Rücktritt / Anfechtung / Kündigung etc. durch die Versicherung nicht berechtigt. Dann müssten selbstverständlich auc die angefallenen Behandlungskosten zu den Bedingungen der Versicherung übernommen werden.

2. Anders wäre es, wenn Sie die Routineuntersuchung verschwiegen hätten. Das wäre die Verletzung einer vorvertragliche Anzeigepflicht; der Rücktritt / Anfechtung / Kündigung wäre berechtigt. Die Behandlungskosten könnten dann nicht ertattet verlangt werden.

3. Ob Ihnen per Mail wirksam gekündigt (welcher genaue Wortlaut etc. ?), müsste separat geprüft werden.

4. Ich empfehle Ihnen in jedem Fall die Beauftragung eines Anwaltes, damit Ihre Rechte gegenüber der Versicherung gewahrt werden können.

Es müsste in jedem Fall Einsicht in den bisherigen Schriftverkehr, die Police und Versicherungsbedngungen genommen werden.

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