Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Deutsch / polnische Ehe mit Vertrag


04.09.2006 13:23 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



D ist Deutscher. P ist Polin und studiert in Deutschland. E & S leben seit 2 Jahren in Deutschland zusammen und planen eine Hochzeit für Ende 2007 in Polen. Es ist geplant, später immer abwechselnd eine Weile in Polen, in Deutschland sowie im innereuropäischen Ausland zu leben.

D derzeit verdient gut, hat aber alle Existenzrisiken eines Selbständigen. Er wird eines Tages ein gewisses Vermögen von seinen Eltern erben. P wird nach dem Studium das derzeit prosperierende polnische Unternehmen ihrer Eltern übernehmen und es ebenfalls eines Tages mit einem Vermögen erben.

Es soll ein Ehevertrag mit folgender Zielsetzung geschlossen werden: Sollte sich der eine oder andere über die Jahrzehnte unternehmerisch ins Abseits manövrieren, sollen die Gläubiger keinen Zugriff auf das Vermögen des anderen haben dürfen. Keiner der beiden Ehepartner hat Zugriff auf das Zugewinnvermögen des anderen.

Bitte skizzieren Sie die **formale**! Vorgehensweise in einer zeitlichen Achse für die Vorbereitung und Abwicklung der Hochzeit in diesem Kontext. Was muß alles wo bis wann beigebracht werden? Welche Unterlagen muß D zur Eheschließung nach Polen mitnehmen? Muß die polnische Ehe in Deutschland zwecks Erlangung der Gültigkeit eingetragen werden? Muß der Ehevertrag in Deutschland oder in Polen ausgefertigt bzw. notariell beurkundet werden? Welche Übersetzungen sind erforderlich?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:


Folgende Unterlagen benötigen Sie für eine Eheschließung in Polen.


1. Ehefähigkeitszeugnis
2. Geburtsurkunde im Original
3. Beweis der Auflösung oder Nichtigkeitserklärung der bisherigen Ehe (dies betrifft Personen, die schon verheiratet waren).
4. Meldebescheinigung in der zur Vorlage im Standesamt vorgesehenen Form (in der u.a. Angaben über die Staatsangehörigkeit und über den Personenstand enthalten sind).
5. Eine eigenhändig in Anwesenheit des Konsuls unterzeichnete Erklärung über das Ausbleiben von Hindernissen für die Eheschließung (falls die Erklärung bei dem Standesamt in Polen nicht abgegeben worden ist bzw. nicht abgegeben werden kann).

Den Originalurkunden sind deren beglaubigte Übersetzungen ins Polnische beizufügen. Im Zweifelsfall kann das polnische Standesamt die Legalisierung deutscher Unterlagen durch die polnische konsularische Vertretung verlangen. Aus diesem Grund empfiehlt sich, bei dem Standesamt nachzufragen, ob die Legalisierung erforderlich ist.
Die für die Legalisierung anfallenden Gebühren werden nach der geltenden Konsulargebührentabelle berechnet.


Für die Anerkennung der polnischen Heiratsurkunde ist eine Apostille erforderlich. Die zuständige Apostille-Behörde müsste Ihnen das polnische Standesamt mitteilen können. Ansonsten verfügt die deutsche Botschaft über die Adressen der Apostille –Behörden.


Möglich ist es für die güterrechtlichen Wirkungen einer Ehe nach Art. 15 EGBGB eine Rechtswahl zu treffen.
Es kann entweder das Recht des Staates, dem einer von Ihnen angehört, das Recht des Staates, in dem einer von Ihnen seinen gewöhnlichen Aufenthalt oder für unbewegliches Vermögen das Recht des Lageortes gewählt werden.


Wird deutsches Recht gewählt, so haftet grundsätzlich im Güterstand der Zugewinngemeinschaft ein Ehegatte nicht für die Verbindlichkeiten des anderen. Soll nach Scheidung der Ehe kein Zugewinnausgleich stattfinden, so müssten Sie Gütertrennung vereinbaren. Soll lediglich das jeweilige unternehmerische Vermögen vom Zugewinnausgleich ausgenommen sein, so empfiehlt sich die Vereinbarung einer modifizierten Zugewinngemeinschaft. Die Vor -und Nachteile sollten Sie in einer umfassenden anwaltlichen Beratung klären.

Je nachdem welches Recht sich auf die Ehe anwendbar sein soll, für Gültigkeit nach deutschem Recht ist eine notarielle Beurkundung erforderlich.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen zunächst weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin


Meine Antwort umfasst nur die Informationen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Für eine verbindliche Bewertung ist eine umfassende Sachverhaltsermittlung vonnöten, die im Rahmen einer Online-Beratung nicht möglich ist.
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER