Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
495.393
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Deutsch-Türkische Doppeltstaatsangehörigkeit

| 08.05.2018 22:01 |
Preis: 30,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Nadiraschwili, LL.M.


Ich wurde 1991 eingebürgert, nachdem ich die Türkische vorher abgegeben hatte. Ein Jahr danach habe ich die türkische Staatsangehörigkeit wieder erhalten. So was war damals erlaubt. Danach, z.B. bei Antraegen zur Passverlaengerung, zuletzt im Jahr 2008 in Deutschland, habe ich beim Füllen der Antragsformulare die türkische Staatsangehörigkeit verschwiegen. Jetzt muss ich meinen Pass wieder verlaengern. İch möchte aber es diesmal in der Türkei beantragen und die Türkische angeben (muss ich wohl, weil es so wie so auffliegt). Mein derzeitiger Wohnsitz ist in der Türkei, ich habe aber beim hiesigem Konsulat keine Eintragung als deutscher Bürger.
Meine Frage ist, was für Konsequenzen bzw. Strafen habe ich in diesem Fall zu erwarten, wie sollte ich mich verhalten?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Durch den Erwerb der türkischen Staatsbürgerschaft nach Ihrer Einbürgerung, also im Jahre 1992, haben Sie gem. § 25 Staatsangehörigkeitsgesetz in der gültigen Fassung von 1992 (gültig in dieser Form bis 2007) die deutsche Staatsangehörigkeit wieder verloren. Sobald deutsche Behörden Kenntnis davon erlangen werden, dass Sie die türkische Staatsangehörigkeit erworben haben, wird Ihre Deutsche Staatsbürgerschaft entzogen werden. Strafrechtliche Konsequenzen dürften nicht in Betracht kommen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Nadiraschwili
Rechtsanwalt / Fachanwalt für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 11.05.2018 | 11:45

Sehr geehrter Herr Nadiraschwili,

Ihre Antwort stimmt nicht. Leute wie mich, die nach der Einbürgerung, türkische Stattsbürgerschaft bis zum Jahr 2000 wieder erhalten haben, haben beide Staatsangehörigkeiten beibehalten, auch wenn es den deutscen Behörden bekannt wurde. (angeblich, infolge einer Lücke im entsprechendendem Gesetztext). Diese Lücke wurde im Jahre 2000 geschlossen. Leute, die erst danach die Türkische wieder erlangten, wurden ausgebürgert.
Bitte bewerten Sie meine Anfrage nochmal. Meine Frage war unter anderem, was passiert, wenn ich es jetzt zugebe, weil ich u. a. im Jahre 2008 beim Füllen der Passantragsformulare weitere Staatsangehörigkeiten mit "nein" beantwortet hatte.
mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.05.2018 | 22:50

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

weiteres feststellen, weil bisher keine verbindlichen Vereinbarungen mit der Türkei über eine gegenseitige Mitteilung solcher Fälle bestehen.

Eine direkte Änderung der Rechtslage zum 1. Januar 2000 hat es nicht gegeben, es ist jedoch so dass teilweise kein Entzug der deutschen Staatsbürgerschaft erfolgte, wenn die Person, die vor 2000 eine andere Staatsbürgerschaft angenommen hatte zum Zeitpunkt der Annahme der weiteren Staatsbürgerschaft in Deutschland lebte.

Es sind daher je nach dem Zeitpunkt der Annahme der Staatsbürgerschaft zwei Fallgruppen zu unterscheiden:

1. Wer vor diesem Zeitpunkt (1.1.2000) eine andere Staatsangehörigkeit erworben hat und damals in Deutschland lebte, hat die deutsche Staatsangehörigkeit nicht immer verloren. Die Behörde kann aber unter Umständen die Einbürgerung in Deutschland zurücknehmen und die Rücknahme darauf stützen, dass der Deutsche die Einbürgerung erschlichen hat, weil er von Anfang an die Wiedereinbürgerung ( z.B. in der Türkei) beabsichtigte.

2. Wer nach dem 1. Januar 2000 auf seinen Antrag eine andere Staatsangehörigkeit erhalten hat, hat damit seine deutsche verloren. Dafür kommt es nicht darauf an, ob der Antrag vor oder nach diesem Zeitpunkt gestellt war. Außerdem ist es unerheblich, ob z.B. türkische Behörden diese Praxis geduldet oder gefördert haben. Schließlich ist der Verlust auch nicht von einem Verschulden abhängig.

Vor dem Jahre 2000 erfolgte Widereinbürgerungen in der Türkei können daher auch die Rücknahme der deutschen Einbürgerung rechtfertigen, womit vorliegend auch gerechnet werden sollte.

Weitergehende Reformen des Staatsangehörigkeitsgesetzes betreffen u.a. nur die sog. Optionspflicht.


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
Bewertung des Fragestellers 12.05.2018 | 10:55

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Beim ersten Mal hat er eine nicht auf meinen Fall gerichtete, allgemeine Antwort gegeben. Auch nach der Nacfrage hat er den Kern meiner Frage nicht beantwortet."
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 12.05.2018 2,6/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 63204 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke für die schnelle und informative Antwort. Hat mir sehr geholfen ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
sehr schnelle und kompetente Antworten! Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
rasche und kompetente Beantwortung meiner Fragen. Genau das wollte ich. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER