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Detektei beauftragt – befürchte Betrug


24.01.2005 07:12 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Am 2. Januar habe ich via Internet eine Detektei damit beauftragt herauszufinden, welche Gründe es gab, dass die Ehe einer bestimmten männlichen Person, mit der ich eine Beziehung habe, vor ca. 12 Jahren scheiterte. Da ich eine tiefe Bindungsstörung vermuten muss, wollte ich durch diesen Schritt in Erfahrung bringen, ob unsere schwierige Beziehung überhaupt eine Chance hat.

Vereinbart war ein Festbetrag von 1.200,-- € und ein Zeitrahmen für die Ermittlungen von maximal zwei Wochen, vielleicht würde auch nur eine Woche benötigt, hieß es. Eine Anzahlung von 50 % war zu leisten, was auch sogleich geschah. Das Ergebnis sollte mir vorab via E-mail zugeschickt werden.

Nach ca. einer Woche Anruf von mir, ob schon etwas bekannt sei. Eine Art allgemeiner „Zwischenbericht“ wurde am Telefon gegeben, ohne jegliche konkrete Aussage.

Dafür kam aber schon die Rechnung per E-mail über den Gesamtbetrag von 1.200,-- €. Auf meine Nachfrage, was dies bedeute, die beruhigende Antwort, zahlen müsse ich erst nach Abschluss der Ermittlungen.

Am Sonntag, 16.01., dann die E-Mail der Detektei, man freue sich, mir mitteilen zu können, dass die Ermittlungen nunmehr abgeschlossen seien. Nach Eingang des Rechnungsbetrages werde man mir den schriftlichen Ermittlungsbericht umgehend vorab per E-Mail und dann im Original per Post zusenden.

Am selben Tag Anruf von mir, dass ich sogleich überweise und die Überweisungskopie per E-mail schicken würde, daraufhin die Zusage der Detektei, mir am nächsten Tag den Bericht zukommen zu lassen.

Seitdem passierte gar nichts mehr.
Ich war – leider – in 100%ige Vorleistung getreten, ohne jegliche Gegenleistung.
Auf E-mails gar keine Reaktion, telefonisch immer wieder Zusagen, Versprechungen, die nicht eingehalten wurden. Dann wurde die Gangart härter, ich wurde unwirsch und kurz angebunden abgewimmelt bzw. abgehängt.
Der letzte Kontakt war am 21. Januar. Bis heute, 24. Jan., habe ich nichts weiter gehört.

Ich muss dazu sagen, dass die Internet-Präsentation der Detektei einen sehr professionellen, glaubwürdigen Eindruck machte. Jetzt allerdings befürchte ich, an ein unseriöses, vielleicht betrügerisches Unternehmen geraten zu sein.

Auch befürchte ich, dass sie sich bei weiterem Vorgehen meinerseits insofern „rächen“ könnte, dass sie die Person, um die es hier geht, über den Auftrag, den ich gab, informiert. Wie gesagt, das ist nur eine Sorge; ich kenne das Gegenüber ja nicht.

Was ist in einer solchen Lage zu tun? Wie komme ich an den Ermittlungsbericht (sofern es überhaupt einen gibt) bzw. wie bekomme ich mein Geld zurück?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie sollten zunächst eine E-mail an die Detektei schicken und den Ermittlungsbericht binnen einer Frist 4 Tagen anfordern. Schreiben Sie in die E-mail das genaue Datum, bis wann der Ermittlungsbericht bei Ihnen sein soll. 4 Tage dürften hier ausreichend sein, da Ihnen zuvor bereits die Zusendung des Berichtes zugesagt worden ist.

Kommt der Bericht nicht, sollten Sie sofort einen Kollegen oder eine Kollegin vor Ort aufzusuchen, damit von dort die Forderung geltend gemacht wird.

Auf Grund der Tatsache, dass die Detektei Sie persönlich immer wieder "abgewimmelt" hat und auch keinen Ermittlungsbericht zugesandt hat, sollte die Angelegenheit durch einen Rechtsanwalt oder einer Rechtsanwältin weiter bearbeitet werden. Dann wird sich auch zeigen, ob es sich um ein betrügerisches Handeln der Detektei handelt oder ob man dort nicht zügig genug die Berichte zusendet. Zu einem Besprechungstermin mit einem Kollegen nehmen Sie die ausgedruckten E-mails mit, damit dieser sich sofort einen Überblick verschaffen kann. Dieser wird dann die Detektei anschreiben und Ihre Forderungen geltend machen.

Sollte sich herausstellen, dass ein betrügerisches Verhalten vorliegt, wird der Kollege sich bei diesem Verdacht, nach Rücksprache mit Ihnen, an die Staatsanwaltschaft wenden.


Ihre Sorge, dass die Detektei die zu überwachende Person informiert kann ich Ihnen nicht ganz nehmen. Ist die Detektei seriös, ist damit nicht zu rechnen. Ganz ausschließen ist ein solches Verhalten aber leider nicht.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



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